how Elliott got the chance to experience the world

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D A N I E L

"Wo bleibt denn Zak?", fragte Lando ein wenig genervt und Andreas zuckte unwissend die Schultern.
In diesem Moment wurde die Tür geöffnet und der sehnlich erwartete Geschäftsführer betrat den Raum.

"Entschuldigt die Verspätung, aber ich habe gute Neuigkeiten, über die ihr euch sicher freuen werdet."

"Ach ja? Na los, spuck's aus", forderte Andreas ihn auf und Zak begann breit zu grinsen.

"Ms. Sanders hat mich eben angerufen, sich für die Einladung nach Frankreich bedankt und zugesagt."

Ich versuchte mir meine Freude nicht zu sehr anmerken zu lassen, aber das fiel mir wirklich schwer. Auch die anderen wirkten sehr zufrieden mit dieser Information.

"Du hattest ihren Chef vorher schon informiert, dass er sie freistellen soll, oder?", fragte Andreas und Zak nickte.

"Ja, hab ich. Trotzdem hätte sie beinahe noch abgesagt, weil sie ihren Sohn übers Wochenende nicht allein lassen wollte. Also hab ich ihr gesagt, dass sie ihn mitnehmen kann und wir auch diese Kosten übernehmen werden."

"Ihren Sohn?", wiederholte ich und musste mich stark zusammenreißen, damit mir nicht sämtliche Gesichtszüge in purer Fassungslosigkeit entglitten.
Harper hatte einen Sohn?
Wieso wusste ich davon nichts?
Andererseits: Wann hätte sie es mir erzählen sollen? Der Club war nun wirklich nicht der richtige Ort, um einem Fremden zu erzählen, dass man ein Kind hatte.

"Ja, Elliott Sanders. Laut eigener Aussage ist sie alleinerziehend."

Wow, das erklärte wohl, warum sie ihren Job unbedingt behalten wollte, obwohl ihre Chefin sie so herablassend behandelte: Sie musste nicht nur sich, sondern auch ein Kind versorgen!

"Wie alt ist der Junge denn? Für ein Baby oder Kleinkind ist so eine Rennstrecke ja eher nicht der richtige Ort", gab Lando zu bedenken, doch Zak beruhigte ihn mit den Worten: "Keine Sorge, er ist schon sieben. Und laut Ms. Sanders liebt er Autos, also wird das bestimmt spannend für ihn. Wenn er sich traut, kann er sich ruhig auch mal in eins eurer Autos setzen."

Unwillkürlich begann ich im Kopf nachzurechnen, denn ich wusste mittlerweile, dass Harper 26 war. Also war sie sehr jung Mutter geworden und hatte es bestimmt oft schwer gehabt. Ob ihre Eltern sie wohl unterstützt hatten? Was war mit dem Vater des Kindes?
An den Gesichtsausdrücken der anderen konnte ich erkennen, dass auch sie kurz nachgerechnet hatten und zu demselben Schluss gekommen waren wie ich.

Bevor wir aber weiter über Harper sprechen konnten, wechselte Zak das Thema zum eigentlich Grund dieses Treffens und ich versuchte angestrengt, mich darauf zu konzentrieren.





H A R P E R

Obwohl ich wusste, was für ein aufgeschlossener und durchaus mutiger Junge Elliott war, hatte ich ein klein wenig Angst davor, ihm von unserer Reise zu erzählen.

Was, wenn er nicht mitkommen wollte?
Wenn er Angst vor dem Flug oder etwas anderem hatte?
Also zögerte ich unser Gespräch darüber so lange wie möglich hinaus und schließlich kam mir eine Idee.

Da wir keinen Fernseher hatten, fragte ich Lauren, ob wir sonntags bei ihr das Formel 1 Rennen in Aserbaidschan anschauen konnten und obwohl sie etwas verwirrt zu sein schien, dass ich mich für sowas interessierte, sagte sie zu und beschloss, dass wir vorher noch gemeinsam bei ihr zu Mittag essen sollten.

Dieses Angebot schlug ich natürlich nicht aus, denn Lauren konnte wirklich großartig kochen und ich freute mich darauf, mal einen Tag des Wochenendes nicht selbst kochen zu müssen. Elliott freute sich auch, als ich ihm erzählte, was wir sonntags vor hatten und dann war der Tag plötzlich schneller gekommen als erwartet und wir saßen auf Laurens Couch und beobachteten, wie die Ampeln der Reihe nach angingen und dann gleichzeitig erloschen.

Mein Puls raste und mein Herz klopfte wie wild in meiner Brust, während ich die 20 Autos beobachtete, die sich in einem großen Pulk auf die erste Kurze zubewegten. Mehrere Male war ich mir sicher, dass es einen Unfall geben würde, aber nichts geschah und als ich das Gefühl hatte, dass die Dramatik etwas nachgelassen hatte, atmete ich tief durch und versuchte die aufgestaute Anspannung abzuschütteln.

Elliott saß mit großen Augen neben mir und verfolgte aufmerksam jede Bewegung auf dem Bildschirm, was mir ein kurzes Lächeln entlockte, dann konzentrierte auch ich mich wieder auf das Rennen.
Natürlich behielt ich mit einem Auge immer Daniels Kürzel im Blick, das in der Anzeige auf der linken Seite einige Male nach oben und unten wanderte.

Während ich vor dem Rennen noch unsicher gewesen war, wieso Menschen sich fast zwei Stunden lang im Kreis fahrende Autos ansahen, war ich jetzt deutlich schlauer. Das Adrenalin, das meine Adern durchflutete, obwohl ich hier auf dem Sofa saß und das Ganze aus weiter Entfernung beobachtete, war unglaublich.
Auch Elliott war hin und weg und sah breit lächelnd bei der Siegerehrung zu. Grinsend sah Lauren mich an.

"Ganz ehrlich, ich bin positiv überrascht. Ich hab mich nie für sowas interessiert, aber eigentlich ist es echt spannend."

"Geht mir genauso", gab ich zu und wuschelte meinem Sohn kurz durch seine Locken, "Na Krümel, hat's dir auch gefallen?"

"Es war ganz toll, Mum. Die Autos waren total schnell und der, der gewonnen hat, hat einen mega großen Pokal bekommen", antwortete er begeistert und entlockte mir damit ein Lächeln.

Ich schaltete den Ton des Fernsehers kurz aus, um Elliotts ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, dann sah ich ihn fragend an.

"Wie würdest du es finden, wenn wir so ein Rennen mal in echt anschauen? Und du die Autos mal von nahem sehen könntest?"

Die Augen meines Sohnes wurden noch größer, obwohl ich nicht damit gerechnet hatte, dass das möglich war.
"Das wäre so cool, Mum. Können wir das machen?"

"Ja, können wir. In zwei Wochen findet das nächste Rennen statt und wir beide werden in ein großes Flugzeug steigen und dorthin fliegen. Was hältst du davon, hm? Machen wir das zusammen?"

"Au ja!", rief Elliott begeistert und sprang auf, um mich fest zu umarmen. Ich erwiderte die Umarmung und genoss das vertraute Gefühl der kleinen Ärmchen um meinen Körper, dann löste er sich wieder von mir und ich machte den Ton des Fernsehers wieder an, damit er die Analyse und die Interviews sehen konnte.

Das nutzte Lauren, um mich skeptisch anzusehen.
"Wie willst du denn an Tickets für ein Rennen in zwei Wochen kommen? Die Dinger sind doch sicher schon längst ausverkauft."

"Ich hab schon zwei Karten. Eines der Teams wird von Mazak gesponsert und einige der Teammitglieder waren vor kurzem bei uns. Ich habe sie den ganzen Tag über begleitet und mich um sie gekümmert und als Dank haben sie mich zum Rennen eingeladen. Mit Elliott und kompletter Kostenübernahme."

Beeindruckt riss Lauren die Augen auf.
"Wow, das ist ja mega. Mensch Harper, ich freu mich für euch. Hier rauszukommen wird dir auch mal wieder richtig gut tun."

Ich nickte schwach.
"Ja, das denke ich auch. Und ich kann es kaum erwarten, Elliott die Welt außerhalb von England zu zeigen."





Ich möchte euch gerne ein kleines „Wir-steuern-auf-Weihnachten-zu"-Geschenk machen🎁

Vom 1.11. (Montag) bis 7.11. (Sonntag) wird es eine Lesewoche geben🤩

Die meisten von euch kennen das wahrscheinlich schon von meiner letzten Fanfiction, für alle anderen hier eine kurze Erklärung:

In der Lesewoche kommt jeden Tag ein neues Kapitel😍

Ich hoffe, dass ihr euch darauf genauso sehr freut wie ich und dass ihr mit Votes und Kommentaren fleißig daran teilnehmen werdet🧡

_C_

Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt