D A N I E L
Als am nächsten Morgen der Wecker klingelte, riss er mich ziemlich unsanft aus dem Schlaf und ich brauchte erstmal einen Moment, um mich zu orientieren. Neben mir konnte ich Harper leise grummeln hören, aber es half alles nichts, denn wir mussten aufstehen, um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen bevor Elliott wach wurde.
"Morgen", murmelte es neben mir unter der Bettdecke hervor, dann erschienen die ersten dunklen Haarsträhnen und schließlich Harpers zusammengekniffene Augen.
"Morgen", erwiderte ich mit einem müden Schmunzeln auf den Lippen, dann küsste ich sie zaghaft auf die Stirn und fragte anschließend: "Wer geht zuerst ins Bad?"
"Ich. Wenn ich länger liegenbleibe, schlaf ich wieder ein", entgegnete meine Freundin sofort und schälte sich aus der Decke, bevor sie mit ein paar frischen Klamotten auf dem Arm ins Badezimmer verschwand.
Während sie weg war, öffnete ich die Nachttischschublade und griff nachdenklich nach meinem Geschenk für sie.
Die Idee war mir an Neujahr gekommen, also hatte ich kurz vor dem Start unseres Roadtrips das Internet danach durchforstet, hatte etwas Passendes bestellt und das Päckchen war in unserer Abwesenheit bereits hier eingetroffen.
Als ich hörte, dass meine Freundin zurückkam, versteckte ich schnell wieder alles, stand auf und ging ebenfalls ins Bad, um mich fertig zu machen, dann begannen wir mit den letzten Vorbereitungen. Als wirklich alles bereit war, gingen Harper, Theo, meine Eltern und ich alle gemeinsam zu Elliotts Zimmer, stellten uns an sein Bett und begannen zu singen.
"Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday lieber Elliott, Happy Birthday to you!"
Lächelnd beobachtete ich den kleinen Lockenkopf dabei, wie er verschlafen blinzelte und dann breit zu grinsend begann. In Nullkommanichts hatte er sich aufgerichtet und strahlte uns alle an. Harper setzte sich lächelnd auf seine Bettkante und zog ihn in ihre Arm, dann küsste sie ihn auf die Stirn und grinste ihn an.
"Alles Gute zum Geburtstag mein Großer."
"Danke Mum."
Danach waren wir anderen mit gratulieren dran, bevor Elliott aufs Klo ging und wir unten auf ihn warteten. Als ich den Kleinen schließlich dabei beobachtete, wie er mit weit aufgerissenen Augen seine Geschenke auspackte, konnte ich nichts dagegen tun, dass mein Herz brach.
Er war mir in dem knappen gemeinsamen Jahr so unfassbar ans Herz gewachsen und insgeheim hoffte ich schon seit einigen Wochen, dass er mich vielleicht bald Dad nennen würde. Dazu würde es jedoch niemals kommen und dieser Gedanke raubte mir schier den Atem.
Angestrengt versuchte ich zu lächeln, während Elliott sich bei uns allen für die Geschenke bedankte und ich biss mir angespannt auf die Lippe, als er von dem Fahrrad zu schwärmen begann, das wir für ihn gekauft hatten, das aber natürlich nicht mit nach Australien gekommen war. Er würde in England zum ersten Mal darauf sitzen und ich würde nicht mehr dabei sein, um es zu sehen.
Als Harper kurz den Blick von ihrem Sohn abwandte und zu mir schaute schien es beinahe, als ob sie meine Gedanken lesen könnte, denn ihr Lächeln begann zu bröckeln und in ihren Augen schimmerte die Trauer.
Schnell schaute sie wieder weg, dafür begegnete ich jetzt Theos Blick und erkannte, dass er uns genau beobachtet hatte.
Natürlich, er und meine Eltern wussten jetzt von unserer Trennung und sie ahnten wahrscheinlich, wie schwer es uns fiel, Elliotts Geburtstag zu feiern und uns nicht von der Trauer überwältigen zu lassen.
Während wir uns alle an den Tisch setzten, um zu frühstücken, seufzte ich innerlich. Wie sollten wir die nächsten Tage bis zu Harpers, Elliotts und Theos Abreise durchhalten, wenn es uns jetzt schon so unfassbar schwerfiel?
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Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)
FanfictionBerühmt, beliebt und rasend schnell. Daniel Ricciardo gilt in der Formel 1 als herausragender Overtaker und abseits der Rennstrecke als Sonnenschein und Stimmungsaufheller. Zur Saison 2021 wechselt er zu McLaren, doch er findet sich langsamer zurech...
