Zu spät. Vieeeel zu spät. Ich bin hier mit uploaden so viel schlammpiger, als auf FF xD
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Ich sah Kyra noch kurz hinterher, als sie den Raum verließ. Das war öhm... eine neue Art, Amber mundtot zu bekommen. Apropos Amber. Sie war ja auch noch da und starrte an die Wand. Wahrscheinlich war sie genauso verwirrt wie ich, mit so etwas hatte natürlich keiner gerechnet. Sie fing sich aber wieder und wand sich mir zu.
„Nathaniel ist nicht bei dir? Sonst klebst du ihm doch auch immer am Arsch!", sie stemmte ihre rechte Hand in die Hüfte.
Ich verdrehte die Augen. Natürlich, ich zwang mich Nath auch so sehr auf. War ja nicht so, dass wir seit Ewigkeiten befreundet waren und es von uns beiden aus kam, dass wir viel Zeit miteinander verbrachten.
„Nein, Amber. Er ist nicht hier. Nath und ich sind nicht zusammengewachsen, weißt du?"
„Ja ja, Tomboy. Krieg dich ein!", ehe ich mich versah, stürmte sie wieder davon.
Ein paar Sekunden war es still, ehe Pia und ich zu lachen begonnen.
„Tomboy, ernsthaft?!", ich schüttelte den Kopf, „Wie kommt sie darauf?!"
Pia zuckte mit den Schultern.
„Du hast kurze Haare?"
Ich schmunzelte bloß schief und hob eine Schulter, schließlich war ich Ambers Verhalten gewohnt. Unglaublich, dass sie als Kind Naths rüpelhaften Schikanen so ausgeliefert war. Nun... vielleicht hatte unter anderem dies sie Jahre später so beeinflusst, dass sie so wurde wie sie gerade war.
„Hast du einen ruhigen Platz gesucht?", Pia wechselte das Thema und deutete auf meine Hände. Meine Federtasche und meinen Collegeblock hatte ich völlig vergessen.
„Achso, ja. Hab nicht damit gerechnet, dass jemand hier ist", mein Blick wanderte durch das Fenster nach draußen. Es war windig geworden und die Wolken waren dunkel.
„Du hast Kyra übrigens wirklich nicht verjagt, keine Sorge. Die lässt sich nicht durch das Erscheinen einer einzigen Person verscheuchen. Gerade braucht sie nur Zeit", sie erhob sich, „Mich vertreibst du ebenfalls nicht, aber ich werde mal nach Devi schauen gehen. Sie ist mit den beiden anderen Kinder bei Isabelle. Bis nachher!"
„Bis dann!", ich schmunzelte. Mit meinen noch immer anhaltenden Kopfschmerzen hatte ich zugegebenermaßen eine geringe Motivation, zu diesem Spieleabend zu gehen. Aber völlig abkapseln konnte ich mich auch nicht. Hatte ich zwei Wochen lang ziemlich ausgeprägt getan. Pia drehte sich im Türrahmen nochmal zu mir um.
„Die Frisur steht dir übrigens wirklich gut!", sie lächelte.
„Danke...", ich war über das Kompliment überrascht und das war wohl an meiner Stimmlage zu hören. Sie kicherte jedenfalls noch einmal und ging endgültig.
Ich setzte mich nach ein paar verwirrten Wimpernschlägen ohne Schuhe und im Schneidersitz in den Sessel, in dem bis vor kurzen Kyra gesessen hatte.
Es tat gut, das alles Erlebte noch einmal aufzuschreiben und somit Revue passieren zu lassen. Mir half es dabei etwas damit abzuschließen und es als vergangen abzustempeln. Einfach waren die Erinnerungen dennoch nicht und würden sie wohl auch nie werden. Die Geräusche des Windes waren von dem peitschenden Regen gegen die Fensterscheiben ergänzt worden. Kyras frische Luft schnappen würde so wohl ins Wasser fallen, beziehungsweise ziemlich nass werden. Ich war überrascht, wie viel aus mir raus auf das Papier sprudelte, als ich einmal damit anfing alles niederzuschreiben. Dabei war ich nie eine Tagebuchschreiberin gewesen. Es verwunderte mich, dass ich auch meine Gefühle so klar benennen konnte, das konnte ich selten von mir behaupten. Aber mir war bewusst, dass ich gestern Angst, Panik, Unsicherheit und noch viele weitere negativen Gefühle verspürt hatte. Nach einer Weile legte ich meinen Kugelschreiber zur Seite. Meine Hand schmerzte vom konzentrierten, kleinen Schreiben und ich schüttelte sie aus. Warum schrieb ich auch immer so verkrampft?
„Hey, Kara!"
Ich hob verwirrt meinen Blick und erblickte den grinsenden Armin.
„Oh hi, Armin", mein Blick wanderte an ihm entlang. Er hatte seinen Nintendo 3DS in der Hand.
„Der hat noch Saft?"
„Hatte das Ladekabel mit", er grinste.
„Reeeein zufällig!", ich lachte, glaubte ihm aber nicht.
„Aber sicher!"
Armin ließ sich in den freien Sessel neben mir fallen und schaltete den Handheld ein.
„Aber mal ernsthaft... verrat keinem, dass ich das Ladekabel zuhause eingepackt hab, ja? Sonst heißt es wieder ich sei unverantwortlich und bla", er kratzte sich am Kopf.
„Nun gut... so ein Kabel tut schließlich keinem weh. Solange du keinen wichtigen Gegenstand dafür zurückgelassen hast", ich schüttelte schmunzelnd den Kopf.
„Neee!"
Es lief darauf hinaus, dass Armin und ich abwechselnd den Handhelden in der Hand hielten und daddelten. Für zwei Stunden hatten wir viel Spaß und lachten herzlich.
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Endless Death
FanfictionZwei Menschen, zwei Orte, ein Schicksal. Verdammt, sowas geschah doch normalerweise nur in Horrorfilmen! Doch für Kyra war es brutale Realität geworden. Als Zeugin von Patient 0 floh sie nun gemeinsam mit ihrem Bruder vor der rasant um sich greifend...
