Ich kam zu ihr und nahm sie in die Arme. Sie war schweißgebadet und ich sah, dass ihre Beine immer noch etwas zitterten. „Du bist böse", erklärte sie mir gespielt schmollend und ich sah ihr tief in diese waldgrünen Augen, in denen ich mich so oft verliere. „Und du liebst es an mir", erwiderte ich immer noch grinsend und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ja", bestätigte sie leise und gab mir einen keuschen Kuss, „Ich liebe es und noch so viel mehr an dir." Ich wurde etwas rot und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel: „Ich kann gar nicht in Worte ausdrücken, wie viel du mir bedeutest", gab ich zurück und ihre weiche Haut schmiegte sich enger an mich. Ich hielt sie fest und ließ meine Gedanken schweifen. Ich konnte nicht glauben, dass ich die perfekte Frau gefunden habe und dass diese mich liebte. Ich wusste nicht, dass man einen Menschen so sehr lieben kann, wie ich sie liebte, so sehr, dass einen manchmal das Herz weh tut, wenn man zu weit voneinander entfernt ist. Ich sah zu ihr runter und bemerkte, dass ihre Augen geschlossen waren und ihr Atem regelmäßig ging. Sie war eingeschlafen. Ich lächelte und verfiel selbst dem Land der Träume.
Ich erwachte in einem leerem Bett. Langsam die Augen öffnend sah ich auf die Uhr. Es war zwar erst sieben Uhr, aber Natasha war um diese Uhrzeit wahrscheinlich schon lange Trainieren oder Joggen. In der Hoffnung, dass heute ersteres der Fall war, zog ich mir selbst schnell Sportklamotten an und ging zu dem Trainingsraum. Leise öffnete ich die Tür und stellte meine Flasche in die Ecke. Ich blickte auf die Frau mit den feuerroten Haaren, die mit dem Rücken zu mir einen Boxsack bearbeitete. Mein Blick fuhr unwillkürlich ihre Kurven entlang und ich bewunderte, wie sich bei jedem Schlag ihre Muskeln anspannten. „Bist du hergekommen, um die Aussicht zu genießen oder wolltest du auch wirklich Sport machen", schreckte mich eine Stimme aus meiner Betrachtung auf. Ich spürte, wie mir das Blut ins Gesicht schoss als mein Rotschopf sich grinsend umdrehte. „Wieso nicht beides?", fragte ich und ging auf sie zu. Sie schnaubte: „Ich hatte gedacht, ersteres hättest du gestern schon ausreichend getan." „Es wird nie ausreichen. Egal wie lange und wie oft ich dich betrachte, du bist jedes Mal aufs Neue umwerfend schön", erwiderte ich. Diesmal war sie dran rot zu werden. Ich gab ihr einen schnellen Kuss bevor ich mit einem Zwinkern zum Laufband ging, um mich aufzuwärmen.
Natasha hatte mich gerade beim eins gegen eins zum zweiten Mal zum Boden geschmissen – natürlich nur, weil sie mir verboten hat, meine Flügel zu benutzen – als sich die Tür öffnete. „Hier seid ihr also", sagte Clint zu uns, „Wir haben alle gedacht, ihr liegt noch im Bett, da Natasha heute nicht mehr gehen kann." Wir beide wurden rot wie eine Tomate. „Aber anscheinend kann sie doch noch mehr als nur gehen", fuhr Clint weiter fort, der mit einem Lächeln zu mir, wie ich immer noch am Boden lag, sah, und mein Röten vertiefte sich weiter, falls das überhaupt noch möglich war. „Ich wollte eigentlich nur sagen, dass wir alle bereits gefrühstückt haben und dass ihr in zwei Stunden Wanda und Vision vom Flughafen abholen wolltet", nannte er uns endlich den Grund seines Kommens, bevor er auch schon wieder ging und die Türe hinter sich zu fallen ließ.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
