Wir waren schon wieder über eine Woche nach Hinweisen suchen, aber wir fanden einfach nichts, Sogar SHIELD, die wir irgendwann um Hilfe gebeten hatte waren bis jetzt auf dem Holzweg. Frustriert seufzte ich: „Ich geh raus Pizza für uns alle holen. Ich brauche mal frische Luft." Die anderen nickten und gaben ihre Bestellungen bei mir auf, bevor ich meine Schuhe anzog und in die Innenstadt lief. Es war schönes Wetter und fast schon etwas zu warm mit den 35° für Anfang Juni. Ich schlenderte durch die Fußgängerzone und sah schließlich die Pizzeria am Ende der Straße. Ich hatte noch Zeit und setzte mich deshalb im Park, der fünf Minuten von hier war, auf eine Bank. Es war erstaunlich wenig los für einen so schönen Tag. Entspannt ließ ich mich zurücksinken und probierte meine Gedanken mal auf etwas positives zu lenken, was mir überraschenderweise auch gelang.
Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Eine Person umklammerte mich von hinten und drückte mir ein Tuch gegen den Mund. Verärgert probierte ich mich zu befreien und riss mir dabei versehentlich die Kette vom Hals. Als ich einatmete nahm ich den Geruch von Propofol wahr. „Scheiße, das läuft ja mal wieder super", dachte ich noch, bevor mir schwarz vor Augen wurde.
Ich hörte dumpf Stimmen, verstand aber nicht, was sie sagten. Eine Person schien etwas ungeduldig und sagte etwas, woraufhin ich einen stechenden Schmerz an meiner Wange spürte. Der Nebel verschwand aus meinem Kopf und ich öffnete die Augen. Ich war in einem hell beleuchteten Raum, ganz in weiß. Fünf Personen standen vor mir. „Endlich", sagte die Frau und warf einem der Männer einen verärgerten Blick zu. „Hallo Marie", begrüßte sie mich dann. Ich schaute sie verwirrt an und probierte gleichzeitig möglichst viel von meiner Umgebung rauszufinden. Ich war an einem schweren Stuhl gefesselt, an Armen und Beinen und konnte nur meinen Kopf drehen. Soweit ich erkennen konnte, war nirgends ein Fenster und da ich keine Türe sah, ging ich davon aus, dass sie sich hinter mir befindet. „Das ganze hier läuft ganz einfach ab. Ich frage dich was und du beantwortest die Frage wahrheitsgemäß. Wenn mir gefällt, was du sagst, dann ist alles gut. Wenn nicht, darf sich einer meiner Jungs an dir austoben", erklärte mir die Brünette und deutete auf die vier Gorillas. Ich sah sie an ohne ein Wort zu sagen. Die schlechte Nachricht: Ich wurde entführt und werde höchstwahrscheinlich gefoltert werden. Die gute: Ich habe eine Basis der Terroristengruppe gefunden. Wow, echt großartig, nach all den Wochen ohne Ergebnis, ich weiß. Wenn ich jetzt nur nicht gefesselt und machtlos hier sitzen würde...
„Wie heißt du?", fragte mich die Frau, die etwas sehr stark geschminkt war und wie ein Tüsschen aussah. Irgendwie erinnerte sie mich wegen dem langen Hals an eine Giraffe. Ich sah ihr in die Augen. „Du hast mich davor Marie genannt, wenn du willst, werde ich auf den Namen reagieren", meinte ich ohne mit der Wimper zu zucken. Als ob ich ihnen noch was beantworten würde, egal ob sie es schon wissen oder nicht. Wenn ich jetzt anfange, so Fragen zu beantworten, können sie später besser einschätzen, ob ich lüge oder nicht. Sie seufzte und sah kurz einen ihrer Gorillas an, der mir eine so heftige Ohrfeige verpasste, dass mein Kopf mit einem Ruck zur Seite flog. Zum Glück scheint der Stuhl stabil zu stehen, sonst wäre ich mit ihm umgefallen. Ich fing an, meine Mauern aufzubauen. „Marie Schwarz, 24 Jahre alt, Black Angel, Mitglied der Avengers. Du hast schon ein paar Terroristen hinter Gitter gebracht, was? Oder sogar unter die Erde, wie die Gruppe, die dich gefoltert hatte", beantwortete die Giraffe ihre Frage für mich.
„Wenn ihr wisst, dass ich schonmal gefoltert wurde, müsstet ihr ja erstens wissen, dass ihr nichts aus mir rauskriegen werdet und zweitens, dass das für euch am Ende schlecht Enden wird", schnaubte ich hochnäsig. „Ja, das war in der Tat ein Problem, das behoben werden musste, aber keine Angst, wir haben andere Methoden als Shallah. Und wir sind deutlich besser organisiert, also mach dir da nicht zu viel Hoffnung, dass das Laufen wird wir beim ersten Mal", erklärte mir die Frau, „Du hast damals zu viele Terroristen unter die Erde gebracht, auch mit deiner russischen Freundin, das hat mir nicht wirklich gefallen." Aha, danke für die Informationen. Schön zu wissen, dass ihr hinter mir wegen den Terroristen her seid, aber eine Frage hätte ich da noch: Denkt ihr, dass Nat und ich einfach nur befreundet sind, vermutet ihr, dass wir zusammen sind, oder wisst ihr das. Das Tüsschen stellte mir noch ein paar Fragen, die ich jedoch alle geflissentlich ignorierte. Die Schläge und Tritte zur Strafe dafür wurden immer heftiger und gingen inzwischen auch in empfindlichere Bereiche. Ich war fast schon erleichtert, als die erlösende Ohnmacht mich von den Schmerzen befreite.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
