Kapitel 41: Die Kette

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Nat Pov:

„Wo bleibt die Pizza eigentlich? Marie müsste doch vor einer halben Stunde wieder hier sein", fragte Tony in die Runde. Ich schaute aus meinen Recherchen auf und sah auf die Uhr. Er hatte Recht, selbst wenn die Pizza länger dauern würde als am Telefon gesagt, müsste sie inzwischen wieder hier sein. Ich sah auf mein Handy und runzelte verwirrt die Stirn. Es sah ihr gar nicht ähnlich noch nicht einmal zu schreiben, wenn sie sich verspätete. Ich stand auf und drückt auf den Anrufknopf ehe ich den Raum verließ. Es klingelte und nach einer geschlagenen Minute ging der Anrufbeantworter dran: „Hallo, hier ist der Anrufbeantworter von Marie Schwarz. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Piepston." „Hallo Marie", sprach ich ihr auf, „Melde dich mal bitte, wenn du das hörst. Du hättest schon längst wieder hier sein müssen und ich mach mir langsam Sorgen." Ich legte auf und ging wieder zu den anderen: „Sie hat nicht abgenommen, irgendetwas stimmt da nicht ganz."

Wanda sah mich besorgt an: „Ich ruf mal bei der Pizzeria an, dann wissen wir vielleicht mehr." Sie rief an und wir anderen hatten inzwischen unsere Arbeit abgebrochen und hörten dem Gespräch einseitig zu. „Hallo, wir hatten die sieben Pizzen bestellt vor eineinhalb Stunden." „Ja, genau." „Die liegen noch bei Ihnen?!" Ich schaltete gedanklich aus. Wenn Marie das Essen noch nicht abgeholt hat, muss ihr auf den Weg dorthin etwas passiert sein. „Wir suchen sie", sagte ich mit fester Stimme und sah sie alle an. Sie nickten. „Ich lass Jarvis nach ihr suchen", meinte Tony und gab seiner KI schon Befehle. Wir zogen uns alle an und machten uns auf den Weg, jeder einen anderen.

Es wurde dunkel und ich hatte immer noch keine Spur von ihr. Die anderen waren schon zurück in der Villa, aber ich werde erst gehen, wenn ich etwas von ihr gefunden habe. Zum zehnten Mal ging ich den Park in der Nähe der Pizzeria ab, als ich mich entmutigt auf eine Bank setzte. Ich stützte meinen Kopf mit der Hand ab und beobachtete missmutig die Kieselsteine vor mir auf den Weg. Ich kickte ein paar weg und sah plötzlich etwas darunter glänzen. Verwundert griff ich danach und hob es hoch. Es war eine Kette, deren Verschluss anscheinend gerissen ist. An einem schwarzen Band hing ein kleiner Engel aus schwarzem Bernstein. Eine kleine Gravierung an jeweils einem Flügel sagte „Black" und „Angel". Ich starrte Maries Kette an. Sie war hier, endlich hatte ich den Hinweis, nach dem ich gesucht hatte. Ich rief sofort die anderen an, die sich auf den Weg zu mir machten.

Ich setzte mich erneut auf die Bank und starrte auf die Kette, die ich ihr vor einem knappem Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte. Das einzige Schmuckstück, das sie trug, und das nahm sie meistens nicht mal zum Duschen oder Schlafen ab. Sie wird es wahrscheinlich nicht freiwillig abgenommen haben und da der Verschluss gerissen ist, gab es für mich nur die Möglichkeiten, dass es entweder einfach zufällig in diesem Augenblick gerissen ist oder -was ich für wahrscheinlicher halte- es in einem Kampf kaputtgegangen ist. Einen Kampf, den meine Freundin anscheinend verloren hatte, sonst wäre ich jetzt nicht hier und sie weg. Das heißt wiederum, dass sie wahrscheinlich überrascht wurde, oder gegen viele Personen auf einmal kämpfen musste. Schusswaffen schließe ich aus, da sie auffällig gewesen wären und es hier keine Blutspur gibt. Auch den Kampf gegen viele Menschen halte ich für unwahrscheinlich, da es hier keine Spuren für irgendeinen Kampf gab, schon gar nicht für einen großen.

„Erde an Natasha", winkte Clint mit der Hand vor meinen Augen. Ich schaue auf. „Sorry, ich habe nachgedacht", entschuldigte ich mich, „Ich denke, dass sie überrascht wurde und sie sich kurz gewehrt hat, wodurch die Kette kaputtgegangen ist." Ich hob besagtes Objekt hoch, so dass alle es sahen. Ich hatte meine Gefühle abgestellt und probierte, alles objektiv zu betrachten. So würde ich sie am schnellsten wieder finden. „Dann war sie wahrscheinlich relativ schnell bewusstlos durch irgendwas", meinte mein bester Freund und ich nickte zustimmend. „Dann muss in der Nähe ein Auto oder Van gestanden haben, eine ohnmächtige Person ist nämlich ziemlich auffällig", meinte Steve und sah sich um. „Da", meinte Tony und zeigte auf einen halb durch einen Baum verdeckten Parkplatz in der Nähe, „da würde ich parken."

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