Wir aßen alle zusammen zu Abend und während fast alle sehr laut und in Feierstimmung waren, waren wir drei, die auf der Mission waren, relativ leise. Wir waren einfach zu erschöpft. Ich ging direkt nach dem Essen hoch. Die schnelle Heilung laugt mich jetzt auch noch aus. Ich machte mich Bettfertig und legte mich ins Bett.
Bevor ich das Licht ausmachte, ging ich noch kurz ans Handy, um meine Nachrichten zu checken. „Wir müssen reden. Wann hast du morgen Zeit? Kann ich dann mal vorbeikommen? Im Notfall können wir auch telefonieren, aber treffen wäre mir lieber", schrieb Lara mir und als letzte Nachricht, „Antworte mir bitte mal, dann weiß ich, dass du noch lebst. Ich mache mir ernsthaft Sorgen." Ich seufzte, bevor ich ihr antwortete: „Morgen bei mir. Adresse schicke ich dir gleich, komm am besten gegen 1 vorbei." Ich machte das Licht aus und legte mich schlafen. Ich war schon fast eingeschlafen, als ich die Tür aufgehen hörte und etwas später sich Nats Arme um mich schlossen. Zufrieden kuschelte ich mich an sie und verfiel der Welt der Träume.
Ich wachte auf und Nat war natürlich schon weg, es war ja auch schon zehn Uhr. „Jarvis", sagte ich laut zu der KI „Informiere die anderen, dass gegen eins Besuch kommt, ich aber da gerne meine Ruhe hätte", sagte ich und seufzte. Was soll ich denn sagen? Wenn sie meine Flügel gesehen hat, als ich den beiden zu Hilfe geeilt ist kann ich nur noch die Wahrheit sagen, aber wenn nicht... Hmm, vielleicht sollte ich erstmal frühstücken.
Ich ging in die Küche und machte mir ein Müsli. Clint kam rein und setzte sich zu mir. „Besuch?", fragte er. „Hierher?" Ich sah ihn an und beschloss ihm alles zu erzählen, eventuell konnte er mir ja weiter helfen.
„Ich weiß nicht", sagte er, nachdem ich geendet hatte, „Ich bevorzuge allgemein die Wahrheit, kann jedoch verstehen, dass du ihr nicht unnötig Sorgen bereiten willst. Zumal es auch für deine alten Freunde gefährlicher wird, je mehr dein Geheimnis wissen." Ich nickte: „Das war der Grund, warum ich einen falschen Namen benutze. Aber ehrlich gesagt hatte ich schon öfters mit den Gedanken gespielt ihn aufzugeben. Ich meine, ihr kommt auch so klar." Er sah mich an und zuckte mit den Schultern. „Irgendwie geht das", meinte er, „aber es ist schon gefährlicher. Du solltest das nicht überstürzen. Auch wenn SHIELD dich bestimmt dabei unterstützt und dafür sorgen wird, dass deine Familie in Sicherheit ist. Aber unter diesem Aspekt solltest du Lara auf jeden Fall die Wahrheit sagen. Ist besser sie hört es jetzt von die, als dass sie dann durch die Medien rauskriegt, dass du sie angelogen hast." Ich ließ mir den Gedanken durch den Kopf gehen. Es war alles logisch. „Danke Clint", lächelte ich ihn an. „Immer gerne", erwiderte er.
Ich ging zu Tony um ihm Hilfe beim Auswerten der Daten von dem Handy, dass ich ihm mitgebracht hatte, anzubieten. Als ich die Tür öffnete blickten mir braune und grüne Augen entgegen. „Ach, hier bist du", sagte ich überrascht zu meiner Russin und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich wollte fragen, ob ich was helfen kann", wand ich mich an den Techniker. „Ja, indem du mir sagst, was es mit dem Besuch auf sich hat", erwiderte er neugierig, „Um den Rest kümmern Jarvis und ich mich." „Eine Freundin von mir, die mich gestern auf der Mission erkannt hat", fasste ich knapp zusammen. „Und was sagts du ihr?", fragte der Milliardär mich weiter aus.
„Die Wahrheit", antwortete ich knapp und fügte dann an meine Freundin gewandt hinzu, „"Willst du da bei mir bleiben?" Ich sah die Unentschlossenheit in ihrem Blick. Sie mochte solche Situationen noch weniger als ich, wollte aber gleichzeitig für mich da sein. „Du musst nicht, ich kann's verstehen, wenn du nein sagst. Würde ich selbst am liebsten sagen", sprach ich, da ich sie nicht in eine Lage bringen wollte, in der sie sich unwohl fühlte. Ich sah die Erleichterung in ihren Augen. „Dann würde ich weg bleiben. Aber du kannst mich jederzeit rufen und gegen Ende werde ich dann auch mal vorbei kommen", sagte sie und drückte mir einen kurzen Kuss auf den Mund. „Willst du noch einen kleinen Spaziergang machen", fragte ich sie leise. Sie nickte, nahm meine Hand und führte mich raus aus dem Raum.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
