Nat Pov:
„Nat?", hörte ich den Hauch ihrer Stimme. Sie klang sehr kratzig und war kaum zu hören. Sofort trat ich einen Schritt zurück, sodass ich sie ansehen konnte. „Marie?", fragte ich ungläubig. Ich merkte, dass meine Mundwinkel sich so sehr in die Breite zogen, dass es schon fast wehtat. Ich sah in ihre Augen und der leere Blick war weg, stattdessen blickten mich ihre braunen, fast schon schwarzen Augen mit einem kleinen Funkeln an. „Marie", sagte ich nun mit festerer Stimme und spürte, wie mir erneut Tränen die Wange herunterliefen, aber diesmal waren es Freudentränen.
Marie Pov:
Die Person, die mich in den Armen gehalten hatte, trat etwas zurück und ich sah in waldgrüne Augen. Das blasse Gesicht war umrandet von feuerroten Haaren. „Marie?", erklang ihre Stimme. Oh, wie ich sie vermisst hatte. Wenn das ein Traum ist, bitte mach, dass er niemals aufhört. Ihre blassroten Lippen hatten sich zu einem breitem Lächeln verzogen und Tränen begannen ihre hohen Wangenknochen runterzukullern. „Marie", sagte sie wieder und ich sog den Laut ihrer Stimme tief in mich ein. „Du bist es", brachte ich schwach hervor und merkte, wie sich meine Lippen zu einem schmerzhaften Lächeln verzogen. Eine Wunde platzte wieder auf und ich schmeckte den metallischen Geschmack, aber es war mir egal. Ich hatte sie wieder, das war alles, was zählte. „Ich bin es", bestätigte sie und strich mir die Tränen von der Wange. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich angefangen hatte zu weinen.
Ich wollte einen Schritt auf sie zu machen, aber stattdessen brachen meine Beine zusammen und ich fiel. Beinah. Meine wunderbare und auf wundersame Weise noch lebende Freundin hatte mich sofort aufgefangen. Nun zuckte ich aufgrund der Berührung zusammen, mein ganzer Körper brannte. Die Russin griff an mit vorbei und stellte das Wasser ab, bevor sie mich offensichtlich bemüht vorsichtig hochnahm und auf ein Bett trug. Ich sah ein Fenster, durch das die Sonne schien. Blauer Himmel, grüne Bäume und Leute, die draußen auf der Straße vorbei gingen. Es war ein wunderschöner Anblick, fast so schön wie die Frau vor mir, die sich auf meiner Bettkante abgesetzt hatte und mich sanft abtrocknete. Trotzdem konnte ich ein schmerzerfülltes Aufkeuchen nicht unterdrücken. „Tut mir leid", entschuldigte sich die Schönheit, „Ich sag Cho, sie soll die Schmerzmittel verabreichen." Sie ging kurz weg und kam kurz darauf mit der Ärztin wieder. „Wie geht es ihr", fragte diese Nat. „So gut wie schon lange nichtmehr", sagte ich leise. Sie sah mich überrascht an, bevor sie kurz einen Blick auf meine Freundin warf und dann an mein Bett eilte. Sie gab mir Schmerzmittel und legte die Verbände um, bevor Natasha mich in weite Hosen und Pulli steckte. Ich merkte, wie ich langsam wegdriftete, da ich ziemlich erschöpft war. „Bleib bitte", flüsterte ich der Russin zu. „Ich gehe nirgendwo hin, mein Engel", meinte diese, gab mir einen Kuss auf die Stirn und griff nach meiner Hand. Dann schlief ich auch schon ein.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
