Kapitel 20: Die Mission endet

89 4 0
                                        

„Nat"; rief ich. Verdammt, wir waren im zweitem Stock, was dachte sie sich nur dabei. Ich schaltete meinen Mann schnell aus und rannte zum Fenster. Darunter stand ein Container, von dem sich meine Freundin gerade elegant abrollte, bevor sie zum Sprint ansetzte. Mit einem letzten Blick auf Wanda, ob sie allein zurechtkommt, sprang ich aus dem Fenster und ließ mich runter gleiten. Noch bevor ich eine Chance hatte, einen von den beiden rennenden einzuholen, hatte die Grünäugige ihn bereits erreicht und mit einem gezielten Tritt außer Gefecht gesetzt.

Ich landete neben ihr. „Видимо это все (Das waren dann anscheinend alle)", murmelte die Russin. Ich nickte. Meiner Meinung nach war es total süß, wenn sie in ihre Muttersprach abrutschte. „Bist du verletzt", fragte ich sie und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie schüttelte den Kopf: „Nur ein paar blaue Flecken und Kratzer, nichts Schlimmeres. Du?" Meine Schultern zuckend sagte ich: „Nichts, dass mit der Verarztung nicht noch eine halbe Stunde warten kann", meinte ich und gab Steve über Funk durch, dass wir jetzt gerne abgeholt werden würden und wahrscheinlich drei Gefangene mitnehmen würden.

Als ich wieder aufschaute sah sich mich erwartungsvoll mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich seufzte: „Einer hat mich mit dem Messer am Rücken erwischt. Es ist aber kein tiefer Schnitt und morgen müsste es schon wieder weg sein." Sie schüttelte geschlagen den Kopf. „Was würde ich nur machen, wenn du keine Wunderheilung hättest?", seufzte sie, bevor sie den am Boden liegenden Mann unter den Armen hochhob und vor den Eingang von dem Haus schleifte.

Wanda kam kurz danach raus und ließ die beiden Männer mit ihren Kräften vor sich her schweben. Sie grinste und an: „Sollten wir öfters machen, sowas. Hatte schon lange nichtmehr so viel Spaß." Ich lächelte: „Ganz meine Meinung", während meine Freundin nur liebevoll die Augen verdrehte. Ein schwarzer Van hielt plötzlich ein paar Meter von uns entfernt und Steve stieg aus. „Hallo", er nahm den am Boden liegenden Mann und trug ihn zum Auto. Wanda ließ die anderen folgen und wir setzten uns alle rein. „SHIELD kümmert sich um den Rest", teilte der Supersoldat uns mit, „Die müssten jeden Moment ankommen."

Wie kamen in der Villa an und wurden mit Jubel begrüßt. „Das verlangt nach einer Party", rief Tony uns zu. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen", sagte ich und schmiss dem Milliardär das Handy des Anführers zu. „Komm mit", meinte Nat zu mir und zog mich in unser Zimmer. „Ausziehen", sagte sie und schaute mir in die Augen.

Ich zog die Augenbrauen hoch, den Mund zu einem Lächeln verzogen. Kurz brach auch bei ihr ein Lächeln durch das ansonsten keine Regung zeigende Gesicht und sie schlug mich leicht auf meinen Arm, bevor sie den Erste-Hilfe-Kasten nahm. Ich zog mein Anzug aus und stand in Unterwäsche vor ihr. Ihr Blick huschte über meinen Körper, bevor ich mich umdrehte und ihr meinen Rücken zeigte. Sie legte ihre kühlen Finger neben die Wunde und entspannte mich. Sie machte mir irgendeine Salbe darauf, bevor sie sie verband, damit ich die Salbe nicht an mein T-Shirt schmierte.

Ich drehte mich um und zog sie kurz in meine Arme, bevor ich nach der Salbe griff. „Jetzt bist du dran", sagte ich und sie wurde rot. Ich nahm etwas von der Salbe auf meinen Finger und strich vorsichtig über den Kratzer an ihrer Stirn. Er war nicht wirklich schlimm und wäre auch so ohne Probleme verheilt, aber ich wollte mich eben auch mal um sie kümmern. Sie gab mir einen kurzen Kuss in die Handfläche, ehe sie ihre Wange dagegen drückte. Ich zog sie in meine Arme und hielt sie fest. Sie entspannte sich und ließ sich einfach nur von mir halten.

Black AngelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt