Kapitel 56: Baggersee

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Wanda ließ mich widerwillig auf meinem Zimmer allein, da ich ihr versicherte, dass ich den Rest auch allein hinkriege und Nat sowieso bald hochkommen würde. Als sie die Türe hinter sich schloss ging ich zum Kleiderschrank und suchte mir einen schwarzen Bikini raus. Dann schnappte ich mir noch ein Weinrotes T-Shirt und eine kurze schwarze Hose. Ich zog mich um und gerade als ich fertig war kam meine Freundin verschwitzt herein. Sie sah mich an und musste lächeln. „Was ist?", fragte ich irritiert. „Nichts", erwiderte sie, „Ich freue mich einfach nur, dass du dich so zu freuen scheinst." Mein Lächeln, dass ich bis jetzt nicht wahrgenommen hatte, wuchs. „Ich geh kurz duschen, dann kann ich unsere Sachen packen", meinte sie und verschwand nachdem sie mir einen Kuss auf die Nasenspitze gegeben hatte im Bad.

Nach einer zwanzigminütigen Fahrt kamen wir endlich an. Tony parkte das Auto im Schatten und Nat fuhr direkt neben ihn auf den Parkplatz. Wir nahmen unsere Sachen und suchten uns einen abgelegenen Platz hinter einer Baumgruppe. Ich streckte mein Gesicht nach oben und genoss die wärmenden Strahlen der Sonne. Die anderen zogen ihre Sachen aus, sodass sie nur noch in Bikini und Badehose dasaßen, aber ich ließ meine erstmal an. Ich hatte doch noch relativ viele Wunden und wollte nicht, dass sie sie alle sahen. Mein Blick fuhr über Natashas helle Haut. Sie hatte einen dunkelgrünen Bikini an, der ihre grünen Augen schön betonte. Ich bewunderte ihre Kurven, das leicht erkennbare Sixpack und... „Au", rief ich, als mich etwas am Kopf traf. „Selber schuld, wenn du so abgelenkt bist", rief meine beste Freundin und warf mir ein provokantes Lächeln zu. Ich streckte ihr die Zunge raus, worauf sie anfangen musste zu Lachen. Ich konnte mein Grinsen nicht ganz unterdrücken und griff schnell nach dem Kartenspiel, mit dem sie mich abgeworfen hatte, um es zu überspielen. „Wer spielt mit?", fragte ich und sah in die Runde. „Moment, lass uns uns erst noch eincremen", meinte Wanda lachend. Ich nickte ungeduldig. „Hey, принцесса, kannst du mir bitte den Rücken eincremen?", fragte die Russin mich und kam auf mich zu. Ich nickte und klopfte mit der Hand vor mich auf den Boden. Sie setzte sich zwischen meine Beine und gab mir die Tube. Ich tat mir ein bisschen was auf die Hand und fuhr ihren Rücken entlang. Er war total aufgewärmt von der Sonne. Ich schaute, dass ich wirklich alles eingecremt hatte und genoss das Gefühl ihrer weichen Haut unter meiner Hand. „Also, wir wären dann soweit", meinte Tony frech, setzte sich neben mich und griff nach den Karten. „Wir nicht, Marie ist noch nicht eingecremt", meinte Nat genauso frech. „Brauch ich nicht, ich werde eher braun als rot, meinte ich und bedeutete ihr, dass ich fertig bin. „Dann sind wir doch auch fertig", meinte sie zu mir und warf mir einen leicht schmollenden Blick zu. „Sorry Babe, aber dafür mag ich Sonnencreme definitiv zu wenig. Du kann mir ja auch ohne Creme über den Rücken streicheln", meinte ich entschuldigend. „Ok, genug geflirtet, lasst und beginnen", rief Tony und teilte die Karten aus.

Nach etwa zwei Stunden beschloss Steve, sich mal abkühlen zu gehen. Die anderen stimmten zu und Tony ging, um einen Ball fürs Wasser zu holen. Ich bemerkte, wie Nat mich ansah. „Geh mit ihnen mit", meinte ich zu ihr, „Ich leg mich hin und sonne mich ein bisschen." Sie lächelte mich an: „Ruf, wenn du was brauchts." Ich nickte und sie lief den anderen hinterher. Ich saß da und beobachtete eine Weile wie sie wie kleine Kinder im Wasser spielten, bevor ich müde wurde. Ich zog meine Hose und das T-Shirt aus, damit ich später nicht einen ganz so extremen Abdruck haben werde und legte mich in die Sonne. Zufrieden schloss ich die Augen und lauschte den anderen beim Spielen.

Kälte riss mich aus dem Schlaf und ich fuhr erschrocken hoch. „Clint", rief ich empört als ich ihn als den Übeltäter ausmachte, der mich absichtlich nass gemacht hatte. Er grinste nur und lief weiter zu seinem Handtuch, um sich abzutrocknen. „Marie, was ist das auf deinem Rücken", fragte Tony mich. Ich zuckte zusammen, ich hatte es echt kurz vergessen. „Nichts", sagte ich trocken und griff nach meinem T-Shirt. „Du musst dein T-Shirt nicht anziehen. Jetzt haben wir es eh alle gesehen. Wir fragen auch nicht weiter danach", meinte Vision zu mir, der mein Handeln richtig interpretiert hatte. Ich hielt kurz in der Bewegung inne und ließ dann mein T-Shirt wieder zu Boden segeln. Zwei Arme schlossen sich von hinten um mich und ich spürte, wie sich ein nasser Bikini an mich drückte. „Nat", rief ich empört und drehte mich um. Ein schelmisches Funkeln lag in ihren Augen als sie fragen die Augenbrauen hochzog: „Ja?" Ich warf ihr eine gespielt beleidigten Blick zu. „Ich dachte, du würdest vielleicht auch gerne eine kleine Abkühlung haben", meinte sie und ließ mich los. Ich zuckte mit den Schultern und ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen. „Ha, siehst du? Ich hatte Recht", rief die Spionin und küsste mich auf die Wange.

Black AngelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt