„Was soll ich machen?", fragte Nat mich. „Gib mir mal das Mehl und eine Plastik Schüssel", meinte ich. Sie schmiss mir die Packung Mehl zu und ich fing es auf. Das ganze Mehl staubte auf und ich hustete als ich es einatmete. Ich fing ruckartig an zu blinzeln, als ich es auch noch in die Augen bekam und merkte, wie sich Tränen bildeten um es wieder rauszubekommen. „Achtung Marie", rief die Meisterköchin plötzlich und ich spürte nur noch, wie etwas gegen die Mehlpackung knallte und sie mir aus der Hand riss. Sie fiel und schlug laut auf dem Boden auf. Das Mehl verteilte sich auf dem Boden und ich sah entsetzt zu meinen Füßen. „Oh", sagte Nat nur und ich schnaubte: „Ja, oh." Ich begegnete ihren Blick und ein Lächeln schlich sich auf ihre Züge. „Du hast da was", meinte sie und deutete auf mein Gesicht. Ich streckte ihr die Zunge raus. „Das bekommst du zurück, glaube mir", drohte ich, musste aber lachen. Nat hob die Packung und die Schüssel, mit der sie mir das Mehl aus der Hand geschossen hatte, vom Boden auf, darauf bedacht, dass nicht noch mehr Mehl rausging. Sie stellte es neben die Schüssel und kehrte schnell den Rest auf. Ich machte in der Zeit den Teig, der zum Glück nicht sehr aufwendig ist. Meine Freundin beugte sich zu mir über die Schüssel und ich konnte es mir nicht verkneifen. Ich griff in den Teig und tupfte etwas auf ihre Nasenspitze. „Hey", rief sie und wollte sich lachend revanchieren, aber ich fing ihre Hand in der Luft ab. Ich zog die Augenbrauen hoch und deutete mit meiner anderen Hand auf ihr Gesicht. „Du hast da was", meinte ich und diesmal war sie an der Reihe mir die Zunge rauszustrecken.
Während der Teig ruhte, fing ich an, die Tomatensoße vorzubereiten. „Hey, kannst du die bitte fein würfeln?", fragte ich und schmiss eine Zwiebel in Richtung meiner Freundin, die die geschickt auffing. Sofort machte sie sich an die Arbeit, während ich den Knoblauch schälte. Ich nahm mir ein Messer, um ihn anschließend zu hacken. „Sei vorsichtig, das Messer ist sehr scharf", warnte mich die Russin. Ich sah sie mit einem dein Ernst blick an. „Nun, erstens bin ich es gewohnt, ein scharfes Messer in der Hand zu halten", meinte ich und dann verzogen sich meine Lippen zu einem Lächeln, „Und zweitens ist das Messer hier nicht das Schärfeste im Raum." Ich zwinkerte ihr zu und sie wurde tatsächlich etwas rot. „Manchmal bist du so unfassbar kitschig", brummte sie, konnte sich aber ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Ich zuckte nur mit den Schultern und gab die zerhackten Zwiebeln und Knoblauchzehen in die Pfanne mit Öl. Dann reichte ich ihr einen Pfannenwender: „Hier, rühr mal ein bisschen um, damit nichts anbrät." Sie tat wie ihr geheißen und stellte sich vor den Herd. Ich holte eine Dose Tomaten und gab sie auch dazu, mit der Anweisung, dass sie sie mit dem Wender etwas zerkleinern sollte.
Während Nat weiter umrührte und bald eine richtige Soße daraus wurde, legte ich schonmal ein paar Kräuter bereit, dann setzte ich mich auf einen Stuhl und beobachtete sie. Sie wand sich nach einer Weile mir zu: „Ja? Was jetzt? Was musst du machen?" Ich zuckte die Schultern: „Nichts, das bracht jetzt noch zehn Minuten und dann kommen die Kräuter rein. Danach ist schon belegen angesagt." „Hm", brummte sie, „Ist doch nicht so schwer wie ich dachte." Ich grinste und stand auf: „Heißt das, dass du mir jetzt ab und zu mal eine selbstgemachte Pizza machst?" Sie zuckte die Schulter: „Ich glaube, das Zeit absitzen hier vor dem Herd ist mir zu langweilig dafür." „Und wenn ich es dir spannender mache?", fragte ich sie und umarmte sie von hinten. Sie lehnte sich leicht gegen mich und wand mir kurz den Kopf zu. „Dann sehe ich keinen Grund, weshalb wir nicht die Aufgaben tauschen sollten", meinte sie neckisch. Ich grinste und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Außer, dass du dann vielleicht mal lernst, nichts anbrennen zu lassen", meinte ich und deutete auf die Pfanne, wo es gerade etwas angebrannt roch. „Scheiße", murmelte sie und nahm die Pfanne vom Herd. „Das probierst du solange, bis sogar du aufgibst", meinte sie nur und sah die Tomatensoße beleidigt an.
Eine viertel Stunde später waren die belegten Pizzen im Ofen und Nat setzte sich auf meinen Schoß. Die Tomatensoße konnten wir letzten Endes doch noch retten. Ich schloss meine Arme um sie und sie lehnte sich an mich. „Na, war doch gar nicht so schlimm", meinte ich zu ihr. Sie kuschelte sich enger an mich. „Aber nur, weil du dabei warst", grummelte sie. Ich lächelte, ohne sie hätte es mir auch nicht halb so viel Spaß gemacht.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
