Ich saß auf dem Stuhl und sah Natasha beim Rührei braten zu. „Das ist Zucker", sagte ich, keinen Moment zu spät. Sie hielt in ihrer Bewegung inne und sah mich überrascht an. „Wie erkennst du das überhaupt von da drüben", beschwerte sie sich. Ich musste lächeln: „Nun, Erstens Ist es etwas heller als Salz. Zweitens hat es kleinere Kristalle. Und Drittens... misstraue ich irgendwie grundsätzlich allem, was du in der Küche machst." Sie schaute mich beleidigt an und ich zuckte mit den Schultern. Sie drehte sich wieder zum Herd um und griff diesmal nach dem Salz, bevor sie etwas davon zu den Eiern gab.
Mit der Pfanne in der Hand kam die Rothaarige zu mir und tat mir ein bisschen was auf den Teller, bevor sie sich selbst etwas gab. „Danke", grinste ich sie an. „Gerne, bei irgendwem muss ich ja testen, ob das Essen vergiftet ist, bevor ich selbst davon esse", gab sie mir einen schnellen Kuss auf die Wange. Ihre weichen Lippen trafen auf meine Haut. Mir war bis eben nicht bewusst gewesen, dass ich dieses Gefühl so sehr vermisst hatte. „Nat", sagte ich etwas atemlos und sie sah irritiert zu mir. „Ja?", fragte sie. Ich sah auf ihre geschwungenen rosa Lippen. „Küss mich", meinte ich. Sie lächelte, bevor sie zu mir kam. Sanft berührten ihre Lippen meine und ich schloss meine Augen. Unsere Lippen trennten sich wieder, aber ich wollte noch etwas mehr. Meine Hand griff nach ihrem Gesicht und zog sie wieder zu mir ran. Diesmal trafen unsere Lippen sich härter. Ihre Hand fuhr meine Hals entlang, bevor sie sich in meinen Haaren vergrub. Ich seufzte leicht gegen ihren Mund und sie schob ihre Zungen in meinen. Meine Zunge traf ihre und sie führten endlich wieder ihren eigenen Tanz auf. Nach einer gefühlten Ewigkeit lösten wir uns voneinander. „Ich habe dich so vermisst", meinte ich und schaute ihr in die waldgrünen Augen. „Und ich dich erst", meinte sie und blickte durch mich hindurch direkt zu meiner Seele.
Wir saßen auf dem Sofa im Wohnzimmer und genossen einfach unsere gegenseitige Anwesenheit. Ich war an Nat gekuschelt und sie hatte einen Arm um mich gelegt. Die Türe öffnete sich und Tony lief mit einer Schüssel in der Hand zielstrebig auf den Tisch zu. „Hallo Tony", begrüßte ich ihn, erfreut, ihn endlich wieder zu sehen. Er schaute erschrocken auf und die Schüssel viel scheppernd zu Boden. Die Milch und Cornflakes verteilte sich auf dem Boden und überall lagen Scherben. „Marie", er schien erstaunt, lächelte dann jedoch und kam auf uns zu. „Wie geht's dir?" Ich zuckte mit den Schultern. „Was muss muss", meinte ich nur. „Wenn ich was für dich tun kann, sag Bescheid", meinte er. Ich nickte dankend und er wand sich wieder seiner Sauerei zu, ehe er in die Küche ging um einen Lumpen zu holen und sie zu beseitigen.
Auch die anderen kamen nach und nach und ich freute mich riesig, sie alle wieder zu sehen. Sie schienen etwas überrascht, dass ich schon so schnell entlassen worden war. Es wusste ja niemand, dass das eigentlich gar nicht der Fall war. Gestern waren sie anscheinend alle kurz bei mir gewesen, bevor ich wieder zu mir kam, aber wollten mir dann möglichst viel Ruhe geben. Alle behandelten mich wie ein rohes Ei, alle, bis auf eine. „Marie!", rief die Hexe als sie mich entdeckte. Sie kam auf mich zugestürmt und umarmte mich mitsamt Natasha, da ich ja so halb auf dieser lag. Ich zuckte etwas zusammen, erwiderte die Umarmung aber. Nach ein paar Sekunden, die wir so verharrten sagte ich: „Es wäre ganz nett, wenn du mich jetzt wieder loslassen würdest. Es tut noch ein bisschen weh." Sofort trat sie einen Schritt zurück: „Tut mir leid, dass wollte ich nicht." „Ich weiß", erwiderte ich und lächelte sie an, „Ich habe dich übrigens auch vermisst." Ihre betretenes Gesicht wechselte sofort zu einem freudigem: „Ich dich auch."
„Wie kommt es eigentlich, dass du wieder so ansprechbar bist, wo du gestern noch nichts aus deiner Umgebung mitbekommen hattest?", fragte Steve mich. Alle sahen mich neugierig an, auch Nat, denn auch sie wusste es nicht so ganz. „Ähm, also, äh...", druckste ich ein wenig herum. „Du musst es uns nicht erzählen, dass weißt du?", sagte Wanda. Ich nickte ihr dankend zu. „Es lag an Nat, soviel kann ich euch sagen", meinte ich schließlich und betrachtete meine Freundin mit einem liebevollem Blick. Sie begegneten meinem und wurde etwas rot. „Das habe ich mir schon so fast gedacht", meinte Tony und zwinkerte uns zu. Diesmal war ich an der Reihe rot zu werden.
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Black Angel
FanfictionMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
