Ich schlug ein paar Loopings, machte Ausweichübungen und trat noch zweimal einen Sturzflug an, wobei der Abstand zum Boden sich jedes Mal verringerte. Zwischendurch hatte ich Nat auf den Weg zu meinem Lieblingsort gewiesen, wo ich jetzt nach insgesamt eineinhalb Stunden etwa gleichzeitig mit ihr ankam. Ich wartete beim Weg auf sie und führte sie dann etwas abseits des Weges zu einem Felsen. Er lag gut 200 Meter über dem Boden und ich genoss die Aussicht, die ich von hier hatte. Ich setzte mich an den Rand und ließ die Beine baumeln. Nat setzte sich neben mich und ich legte einen Flügel um sie, damit sie nicht fror. „Wenn du nicht fliegen könntest, würde ich dich für Lebensmüde halten, hier zu sitzen", meinte sie und blickte auf die entfernten Lichter der Stadt. „Sagt die, die hier sitzt und nicht fliegen kann", gab ich schnaubend zurück. „Ich vertraue darauf, dass du mich auffängst und sicher zum Boden bringst, wenn ich falle", meinte sie und gab mir einen Kuss. Ich lehnte mich etwas gegen sie und schaute auf die dunklen Umrisse der Baumgipfel und anderer Berge. „Ich habe es hier schon immer gemocht", gestand ich. „Momentmal", meinte sie, „Dann hast du hier schon gesessen, bevor du fliegen konntest?" Ich musste lachen. „Naja", ich deutete zwei Meter weiter, wo ein perfekter Fels zum Sitzen war, der einen Meter vom Abgrund entfernt war, „Da habe ich gesessen."
Wir blieben noch eine Weile aneinander gekuschelt sitzen und redeten ein bisschen, bevor es mir zu kalt wurde. „Wie weit ist es noch bis zum Auto?", fragte mich die rothaarige Schönheit. „Nun, etwa eineinhalb Stunden, wenn man spazieren geht. Also so etwa sechs Kilometer" antwortete ich ihr. „Was? Ich wusste nicht, dass wir soweit weg sind. Ich hatte eigentlich gehofft, du sagt jetzt was mit zehn Minuten", meinte sie geschockt. „Nun, Luftlinie ist es beim Fliegen etwa eine Viertelstunde", meinte ich und sah sie an. Sie erwiderte den Blick und musterte mich abschätzend. „Sicher, dass du nicht schon zu erschöpft bist?", fragte sie mich. Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte extra ein bisschen Kraft gespart, in der Hoffnung, ihr auch mal „meinen" Wald von oben zeigen zu können. „Selbst eine Stunde mit dir ein meinen Armen würde ich noch schaffen", meinte ich. „Geh am besten Huckepack, dass würden erstens meine Arme ganz schön finden, glaube ich, und zweitens kannst du dann auch runter gucken", fügte ich hinzu und drehte mich mit dem Rücken zu ihr, nachdem wir aufgestanden waren. Sie sprang hoch und ich war mal wieder überrascht, wie wenig sie wiegte. „Festhalten", meinte ich noch, bevor ich uns auch schon in die Lüfte schwang. Kaum war ich über den Baumkronen ging ich in eine horizontale Flugposition. Ich schlug den Weg zurück zum Auto ein und genoss, wie sich Natashas Körper an mich schmiegte und ihre Arme und Beine um mich geschlungen waren. Ich merkte, wie sie sich entspannte und gab ihr die Wärmebrille.
Nach etwa zwanzig Minuten landete ich sanft vor dem Auto und sie rutschte von meinem Rücken runter. „Jetzt versteh ich definitiv, wieso du die Wärmebrille immer dabei hast", meinte sie und sah mich lächelnd an, „Danke für die Mitfluggelegenheit." „Gerne" erwiderte ich und gab ihr einen tiefen Kuss.
Am nächsten Morgen erwachte ich mit Schmerzen in meiner Rückenmuskulatur. Ach ja, Muskelkater ist doch was Schönes... da weiß man dann immerhin, was man gemacht hat. Ich fuhr mit meiner Hand über das Bett und bemerkte, dass es leer war. Langsam öffnete ich meine Augen und sah gerade meine wunderschöne Freundin aus dem Bad kommen. Ich streckte die Hand nach ihr aus und sie ging die paar Schritte zu mir und nahm sie. Ich zog etwas und sie ließ sich neben mir nieder. Zufrieden kuschelte ich mich an sie und zog ihren Sandelholzduft ein. Sie lachte leise, „Will da jemand noch nicht aufstehen?" Ich nickte nur und legte mich auf sie, damit sie ja nicht auf die Idee kommt, sie könnte aufstehen. Ihre Arme legten sich um mich und hielten mich fest. Glücklich hörte ich ihrem Herzschlag zu und genoss die Wärme ihres Körpers.
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Black Angel
FanficMarie ist nun seit etwa einem Jahr Teil der Avengers und fast genauso lang auch schon mit Natasha Romanoff zusammen. Sie sind gerade bei Clint angekommen, als sie angegriffen werde. Als sich herrausstellt, dass die Angreifer aufgrund Maries Vergange...
