Teil 32 - Besitzergreifend.

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Lya und ich bestiegen das Taxi und fuhren los. Während Lya über die Party spekulierte, fragte ich mich, wie es mit Harry werden würde. Besonders fragte ich mich, ob er weiterhin abweisend sein würde.
Wir fuhren nicht lange, bis das Taxi vor einem gigantischen Haus hielt.
„Wow.", staunte Lya. Außer uns war niemand vor dem Haus.
„Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?"
„Ja, da steht Harrys Audi.", sagte ich und lächelte. Lya grinste mich an und stieg aus. Ich folgte ihr, bezahlte den Taxifahrer und stellte mich neben sie.
„Aufgeregt?", fragte Lya, ich nickte.
„Gut, dann lass uns mal losgehen." Eingeharkt gingen wir den Weg hinauf zur Eingangstür. Als ich grade klopfen wollte, öffnete sich die Tür wie von Geisterhand. Ich schreckte zurück und klammerte mich an meine Freundin.
„Guten Abend, treten Sie bitte ein.", sagte der Mann im Anzug und sah uns dabei nicht mal an. Lya zog mich in das Haus. Wir betraten einen großen Raum, wobei die Decken mit glitzerndem Stoff verhangen waren. Es war so leise, man könnte eine Stecknadel fallen lassen.
„Wo müssen wir lang?", flüsterte Lya.
„Wenn Sie mir folgen würden." Ein weiterer Mann im Anzug erschien. Er trat voraus, durchquerte den Raum und blieb dann vor einer großen Tür stehen.
„Die Damen.", sagte er und öffnete uns die Tür. Augenblicklich erklang Musik. Ein Raum, der den vorherigen um Längen überragte, eröffnete sich uns. Er war mit vielen Menschen gefüllt, die tanzten, tranken und sich unterhielten.
„Ein Glas Champagner?" Einer der Kellner hielt uns ein Tablett entgehen. Dankend nahmen wir uns beide ein Glas und betraten den Raum.
„Mary, Malya, schön dass ihr gekommen seid!", rief Niall. Er schien schon etwas getrunken zu haben, als er mit einem Glas Scotch in der Hand auf uns zu kam und uns umarmte.
„Ist das dein Haus?", fragte Lya.
„Jap, das ist es. Normalerweise sieht es hier etwas anders aus. Sarah steht übrigens dort drüben. Fühlt euch wie zuhause.", sagte er und begrüßte die nächsten Gäste. Ich zog Lya in die Richtung, in die Niall gedeutet hatte. Wir gratulierten ihr und während sie über die Party schwärmte, sah ich mich im Raum um. Es waren viele Leute hier, manche berühmt, doch die meisten waren es nicht.
„Na, suchst du nach Harry?", fragte Lya und grinste mich an. Ich rollte mit den Augen und lehrte das Champagnerglas
„Lass uns tanzen gehen.", sagte ich und zog Lya auf die Tanzfläche. Dabei griffen wir eine weitere Runde Champagner auf.
„Oh, Entschuldigung. Ich wollte nicht-„, sagte ein junger Mann, der mich eben angerempelt hatte. Er hielt inne, begann zu lächeln. Da erkannte ich ihn.
„Mary-Jane Hensley, nicht wahr?" Ich nickte mit verschränkten Armen.
„Louis Tomlinson.", sagte er und hielt mir seine Hand hin.
„Dessen bin ich mir bewusst. Wenn Sie mich entschuldigen würden." Ich drehte mich weg, doch er folgte mir.
„Aber, aber. Möchten Sie vielleicht etwas tanzen? Ich bin mir sicher, dass Sie sehr begabt sind." Er sagte dies mit einem Unterton, der mich vor Abscheu erzittern ließ.
„Ich verzichte." Als ich mich dieses Mal wegdrehte, hielt er mich am Arm fest. Schockiert sah ich ihn an und zog an meinem Arm, doch er ließ nicht ab.
„Dürfte ich bitten...?" Louis grinste mich an, zog eine Augenbraue hoch und reagierte doch nicht auf meine Bitte.
„Tomlinson, hat die Musik deinen Ohren geschadet? Sie hat gesagt, du sollst sie loslassen." Ich drehte mich nach rechts und sah Harry. Meinen Retter in der Not. Er wirkte lässig, während er den Kragen seines schwarzen Hemdes richtete und eine Hand in seine Hosentasche steckte.
„Harry.", flüsterte ich. Er sah zu mir und lächelte leicht.
„Styles, was für eine Freude dich zu sehen.", sagte Louis und ließ endlich meinen Arm los. Ich senkte ihn und trat näher zu Harry.
„Reizend, dass du auf meine Begleitung aufgepasst hast. Auf Wiedersehen.", sagte Harry ruhig. Er legte seinen Arm um mich und schob mich von Louis weg.
„Träum weiter, Styles.", rief Louis uns hinterher, doch keiner von uns reagierte darauf. Harry führte mich nach draußen auf die Terrasse, wo nur wenige Leute standen. Wir stellten uns an die Brüstung. Ich sah zu Harry auf und lächelte leicht.
„Danke. Ich hätte nicht gewusst, was ich machen sollte, wenn du nicht gewesen wärst."
„Nichts zu danken. Tomlinson ist ein Arsch. Vor allem, wenn er trinkt.", sagte Harry und lächelte traurig.
"Das mag sein. Bist du schon länger hier?", fragte ich. Doch das einzige, was mich in diesem Moment interessierte, war, wieso Harry diese verfluchte Distanz zwischen uns nicht überwand. Als er sprach, hörte ich nicht zu. Zu fixiert war ich auf seine vollen Lippen. Ich wollte sie wieder auf meinen spüren. Es war, als wäre ich auf Harry-Entzug.
"Und du? Ich dachte du würdest mit Malya kommen, aber ich habe sie noch gar nicht gesehen."Als er Malya erwähnte, kam ich mit meinen Gedanken zurück in die Realität.
"Also eigentlich war ich eben mit ihr auf der Tanzfläche und habe getanzt, doch dann kam Louis und dann du und ja, da haben wir uns wohl verloren.", sagte ich und sah mich nach meiner Freundin um. Harry lachte, legte seine Hand an meine Hüfte, was mich zusammen zucken ließ und deutete dann mit der anderen Hand in Richtung Bühne.
"Da drüben steht sie. Wie es aussieht, brauchst du dir keine Sorgen um sie machen." Harry lachte und drehte sich zum Geländer. Er sah in die Ferne, während ich ihn ansah.
"Niall hat mir vorhin erzählt, was genau er noch alles mit Sarah und uns Gästen vor hat. Ich glaube, das wird noch witzig."
Harry sollte recht behalten.
Es dauerte keine Stunde, da wechselte die Musik und alle begannen zu tanzen. Auch mich zog es auf die Tanzfläche. Dort fand ich Lya und Sarah wieder. Wir tanzten und ich genoss den Rhythmus. Ich wusste, dass Harry uns dabei von der Bar aus beobachtete, was meine Laune definitiv noch steigerte. Genau wie der Alkohol, der in Massen floss. Heute sogar für mich. Ich rieb grade meine Rücken an Lyas, als Liam und Cheryl zu uns stießen. Zu meinem Verdruss hatte sich Louis ihnen angeschlossen. Er tanzte neben mir, wobei mir seine Hand nicht entging, als sie meinem Körper näher kam.

Roses (II)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt