Deine Mudda!

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Franzi POV:
„Ich hab Hunger!", sagte ich.
„Ja, wissen wir!", sagte Lea.
„Ich hab immer noch Hunger.", sagte ich.
„Und wir wissen es immer noch!", sagte Lea.
„Hast du was zu essen?", fragte ich.
„NEIN!", sagte Lea.
„Seid endlich leise.", knurrte Thorin.
„Jawohl, Sir!", sagte ich und salutierte. Dann fragte ich leise: „Hast du was zu essen?" „NEIN!", fauchte Lea. Sie warf mir einen wütenden Blick zu und ich schloss den Mund. Ich hörte, wie alle aufatmeten.
„Krieg ich was zu futtern?", fragte ich nach einem kleinen Moment und alle stöhnten auf.
„Gebt ihr endlich was zu essen, bevor sie uns die ganze Nacht wach hält!", sagte Balin und jeder kramte etwas zu Essen aus seinen Taschen.
Am Ende hatte ich zwei Brote, einen Käse, einen vollen Krug mit Milch, Wurst und ein paar Erdbeeren.
„DANKE!", rief ich und futterte los. Zuerst aß ich ein Brot mit Käse und dann eines mit Wurst. Nebenbei trank ich einen Teil der Milch. Dann futterte ich die Erdbeeren und trank die Milch aus. Ich aß so ungefähr zehn Minuten, in denen ich leise war, dann rülpste ich laut. Ich tätschelte mir den Bauch und schloss die Augen.
Dann machte ich sie wieder auf.
„Ich hab immer noch Hunger!", sagte ich und Anne vergrub ihr Gesicht im Kissen.
„Hat sie eigentlich auch einen Ausschalter?", fragte Dwalin.
„Danach suchen wir bereits seit Jahren!", sagte Emmi.
„VERGEBLICH!", sagte Lea und ich grinste.
„So etwas habe ich nicht.", sagte ich und guckte nicht zu Thorin, von dem ich mir vorstellen konnte, wie er mich mit diesem Halt-endlich-die-Fresse-oder-ich-töte-dich-Blick anguckte.
„Hier stinkt es!", sagte Emmi plötzlich.
„Bitte, seid endlich STILL!", kam es von, naja...irgendwo halt.
„Aber ich hab Hunger!", sagte ich.
„Aber hier stinkt es!", sagte Emmi.
„SCHLAFT!", fauchte Thorin und ich hielt mir schützend die Hände vor das Gesicht.
„Raste nicht!", sagte ich und Thorin guckte mich jetzt wirklich mit diesem Halt-endlich-die-Fresse-oder-ich-töte-dich-Blick an. Ich grinste ihm zu, kuschelte mich dann in meine Decken und schloss die Augen. Emmi kicherte leise und Lea warf mir wie immer so einen war-das-nötig?-Blick zu und ich wackelte bedeutungsvoll mit den Augenbrauen. Sie wurde rot und ich lachte leise.
„Cool bleiben,...und weiter schlafen!", sagte ich leise, und dann nickte Lea ein. Einfach so...dann war sie weg, einfach eingeschlafen! Ich verdrehte die Augen, sah mich dann noch einmal in der Höhle um und versuchte mich dann zu entspannen. Das hieß, einzuschlafen. Nur, dass ich nicht schlafen konnte.
Irgendwann stand ich auf und ging ein paar Schritte durch die Höhle. Ich fragte mich, wie Lea, Emmi oder Anne schlafen konnten, da sie doch wussten, was jetzt gleich kommen würde. Ich setzte mich, an eine Höhlenwand angelehnt, auf den Boden und starrte hinaus in den Regen.
„Wolltest du nicht schlafen?", fragte jemand leise rechts von mir. Ich drehte mich zum Sprecher und merkte, dass es Fili war. Er setzte sich neben mich und schaute ebenfalls raus in den Regen.
„Ich wollte nicht. Ich SOLLTE!", erwiderte ich und er lachte. Eine Weile waren wir still, bis Fili plötzlich etwas sagte, was ich niemals erwartet hätte.
„Er mag dich."
„Wer?", fragte ich verdutzt.
„Mein Bruder", erwiderte er, und ich schnaubte.
„Das glaube ich eher nicht, nachdem, was in Bruchtal passiert ist, aber wenn du es sagst...", meinte ich und Fili nickte.
Wir redeten noch eine Weile über dies und das und allmählich wurde ich von Filis Stimme und dem gleich-mäßigen Geräusch des Regens vor der Höhle doch müde. Meine Augen klappten einfach zu und ich schlief ein. Ich bekam noch nicht einmal mehr das Gespräch zwischen Bilbo und Bofur mit. Ich weiß, dass es jetzt passierte, aber am Ende war ich doch ein bisschen beleidigt, dass ich es verpasst hatte.
Mit einem Rumps, der mir die Luft aus den Lungen drückte, landete ich auf dem Boden. Irgendjemand zog mich hoch und ich schielte zwischen meinen Wimpern hindurch in so eine hässliche Fresse, das glaubt ihr nicht. Sie war, naja... kennt ihr das, wenn man als hässlich bezeichnet wird und man dann antwortet: „ Ja, ich werden von der Müllabfuhr sogar schon als Werbeattrappe genutzt." Ja? Na dann, das Ding ist nur leider selbst für die Müllabfuhr zu hässlich! (Ich wollte jetzt keine Ehrenarbeiter der deutschen Müllabfuhr beleidigen, ich habe sehr großen Respekt vor euch!) Ich gähnte dem Ding ins Gesicht und rieb mir dann die Augen. Als ich genauer hin sah, merkte ich, dass wir umgeben von diesen Dingern waren, und Lea mir einen Blick zu warf.
„Wie cool!", sagte ich, als ich mich umdrehte, und die „Stadt" der Gobblins begutachtete.
„Hast du gerade cool gesagt?", fragte Anne.
„Ja!", erwiderte ich und sah mich weiter mit großen Augen um. Da fiel mir etwas auf: „Wo ist eigentlich Emmi?", fragte ich.
„Hier!", rief Emmi „Hier sind überall Hässlons und Moffs!", sagte sie dann und ich lachte los.
„Ja, da hast du recht.", sagte Lea und runzelte die Stirn, komplett ernst. Dann brach Anne in Gelächter aus und auch Lea konnte sich irgendwann nicht mehr halten. Wir wurden vorwärts geschoben, und ich stemmte mich dagegen.
„Wartet, ich habe was vergessen!", sagte ich und rannte zurück zu unserem Gepäck, das überall auf dem Boden verstreut war, und durchwühlte alles schnell.
Ich fand meine Nagellackflaschen, Emmis Kamera und ein Stück Brot, was ich alles an mich nahm.
„So, jetzt können wir!", sagte ich, und drehte mich wieder um. Aus meinem Augenwinkel sah ich Emmis und mein Schwert und hob sie auch noch hoch.
„Emmi, das müssen wir mitnehmen! Das brauchen wir noch!", rief ich, und hielt bescheuert wie ich war, die beiden Schwerter in die Luft.
Die Orks wichen zurück und Thorin schlug sich, buchstäblich, die Hand vor die Stirn. Ein Ork rannte auf mich zu. Er wollte mir wohl das Schwert entreißen, nur das er dabei voll Emmi an rempelte, die dabei ins Taumeln geriet und dann rückwärts über eine Kante in einen dunklen Abgrund fiel.
„Emmi!", schrie Anne und hechtete ihrer Freundin hinterher, nur, dass sie zu langsam war.
„Anne, sie ist jetzt im dunklen Verderben, beim schwitzenden Stein!", sagte Lea ganz ernst. (Wer damit nichts anfangen kann, und ich glaube das werden alle sein, guckt doch auf meinem Account in die Ge-schichte „Kai & Felix" hinein.) Anne versuchte ernst zu bleiben, doch ich hörte wie sie leise kicherte. Der Ork rechts von Lea blökte sie plötzlich an, nur, dass es sich anhörte wie: „Obsch nesch katscha!"
„Was glaubst du, hat der gefragt?", fragte Lea.
„Ich glaube, er hat gefragt, ob Emmi tot ist!", meinte ich.
„Emmi! Bist du tot?", brüllte Lea in die Dunkelheit. Und wenn ich meinte, sie brüllte, dann brüllte sie auch. Das erste und wohl auch das letzte Mal in ihrem Leben.
„Jaaaaaaaaa!", kam es ganz leise von irgendwo her und wen man ganz genau hinhörte, konnte man Emmis Stimme erkennen. Ich klopfte Anne mit einer freien Hand auf die Schulter, drehte mich dann um und sagte: „Okay, gehen wir..." Ich steckte mir die Schwerter in den Gürtel, hängte mir die Kamera um den Hals, steckte mir die Nagellackflaschen in die Taschen, hackte mich dann bei Anne und Lea ein und marschierte an die Spitze der Orkreihe. Dass Bilbo unauffällig in der Menge untertauchte, ignorierte ich jetzt einfach mal. Wir marschierten vorneweg, geradewegs zum Gobblinkönig.
Dieser saß auf einem riesigen Thron aus Holz und Knochen und hatte einen XXL-Stab in der Hand. Die Dinger nahmen uns sehr unfreundlich die Schwerter ab, und warfen sie ihrem König zu Füßen. Dieser erhob sich, latschte auf eine paar tote Gobblins, die vor seinem Thron verteilt lagen und stand dann direkt vor uns.
„Wer hat es gewagt, bewaffnet in mein Köigreich einzudringen? Spione, Diebe, Mordgesindel?", brüllte er, und ich sah, wie Anne sich die Ohren zu hielt. Alle Orks...oh wartet Gobblins, jubelten und brüllten und ich fühlte mich voll toll.
„Deine Mudda!", rief ich, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Das ist eine der vielen, vielen Sa-chen an mir, die manchmal echt lustig, manchmal aber auch echt beleidigend sein konnten. Ich redete immer erst, und dann dachte ich nach.
Dieses Mal war es lustig, wenigstens für Anne und Lea. Der Gobblinkönig warf mir einen scharfen Blick zu, und ich hätte schwören können, dass ich aus dem Augenwinkel sah, wie Thorin sich wieder die Hand gegen die Stirn schlug.
„Was hast du gesagt?", brüllte der Gobblinkönig und beugte sich zu mir hinunter.
„Deine Mudda, alter!", sagte ich komplett ehrlich und hörte wie Lea leise kicherte. Der Gobblinkönig sah mich mit großen Augen an und zischte dann: „Wie kannst du es wagen..." Ich überlegte nicht mal eine Sekunde und trat ganz dicht an den Fettklops heran, obwohl er extrem stank.
„Ich kann es halt.", grinste ich und sah in die weißen Glupschaugen.
„Und wer seid ihr?", schnarrte der Gobblinkönig und bedachte jetzt Anne und Lea mit seinem vernichten-den Blick.
„Das ist Anne.", sagte Lea.
„Und das ist Lea.", sagte Anne.
„Und wir sind die Unschlagbaren vier!", brüllten wir alle gleichzeitig.
„Aber wir sind doch nur drei.", sagte Lea und ich sah mich um.
„Stimmt, Emmi ist ja im dunklen Verderben.", erwiderte Anne und ich kicherte leise. Der Gobblinkönig hatte sich bereits von uns abgewandt und ließ sich gerade von seinem...Ding erklären, dass es Zwerge waren.
„Wow, wow, wow! Was ist denn mit uns?", fragte ich.
„Ja, ich bestehe darauf, dass man uns mit aufzählt.", sagte Anne.
„Ja, das finde ich auch. Also, es sind Zwerge UND Menschen!", sagte Lea und wir drei nickten.
„Zwerge?", fragte der Gobblinkönig. Er hatte unseren Einwurf gar nicht bemerkt. Dafür aber die Zwerge, die uns mit einem eher entgeisterten Gesichtsausdruck anstarrten.
„Was steht ihr da so rum, durchsucht sie!", brüllte der Gobblinkönig und sofort wurden alle durchsucht. Außer wir. Wir standen daneben und feuerten die Dinger an.
Oins Hörgerät wurde geschrottet und die Gobblins feierten immer noch.
„Also, was wolltet ihr in dieser Gott verlassenen Gegend?", fragte Fetti.
„Blümchen pflücken!"
Ich hatte schon wieder nicht nachgedacht. Doch Anne interessierte es nicht, sie lachte laut los.
„Blümchen pflücken! Ach, Franzi ich liebe deine Sprüche!", sagte sie, wischte sich eine Lachträne aus den Augen und ich grinste.
„Tja, ich bin halt krass! Bin ich ja sowieso schon, aber jetzt bin ich noch ein bisschen krasser!", sagte ich und auch Lea prustete jetzt los. Der Gobblinkönig warf uns noch einen von seinen Vernichter-Blicken zu und sagte dann.
„Dafür werdet ihr zahlen, und zwar mit unendlichen Qualen! Und wir beginnen mit dem Jüngsten." „Ähm, Mister, aber Anne ist die Jüngste, müsste man dann nicht sagen, wir beginnen mit der Jüngsten?", fragte ich ganz ernst und klimperte mit den Wimpern.
„Wenn du willst, können wir auch mit dir anfangen!", knurrte das Bigfoot-Ding und ich nickte zustimmend.
„Darf ich wenigstens was singen, wenn ihr mich gleich zerfleischen wollt?", fragte ich und kratzte Schmutz unter meinen Fingernägeln hervor.
Mist, der Nagellack blättert schon ab, dachte ich, und hörte deshalb nicht was Fettwanz antwortete.
Ich kenne wirklich gute Namen für den Wabbelbauch, überlegte ich weiter und musste grinsen.
„Hä?", fragte ich.
„Er hat gesagt, dass du natürlich singen kannst.", sagte Lea und grinste, denn sie wusste was jetzt kam.
„Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei. Da nahm der Koch die Kelle und schlug den Hund zu Brei. Da kamen viele Hunde, und setzten ihm ein Denkmal, auf dem geschrieben stand. Ein Hund kam in die Küche...", sang ich, nur dass ich jedes Mal, wenn ich die Strophe neu begann sie etwas umdichtete. Das, was am Ende rauskam, war das: „Ein Ork kam in die Küche und stahl dem Thorin ein Ei, da nahm der Thorin die Kelle, und schlug den Ork zu Brei. Dann kamen viele Orks und es begann eine Schlägerei!" Diese Strophe sang ich mit so viel Lust und guter Laune, dass sie selbst am anderen Ende der Gobblin-City zu hören war. Glaube ich zumindest.
Thorin warf mir immer wieder Todesblicke zu und Kilis Kinnlade war runtergefallen. Die anderen Zwerge guckten alle ziemlich bescheuert.
„Hör auf!", brüllte Thorin und schob sich aus der Menge. Als Klöpsichen ihn sah, wäre ihm beinahe die Kinnlade runtergefallen.
„Thorin, Sohn des Thror, Sohn des Thrain. König unter dem Berge. Oh wartet, ihr habt gar keinen Berg mehr. Das heißt, ihr seid auch kein König. Ihr seid ein Niemand.", spottete er.
„Ich kenne jemanden, der einen schönen Preis für euren Kopf zahlen würde, und nur für den. Ein bleicher Ork auf einem weißen Warg. Azog, der Schänder!", fuhr er fort, und ich sah, wie Lea blass wurde.
„Ooh, machst du dir Sorgen um das Köpflein deines Schatzes?", flüsterte ich ihr ins Ohr, aber so, dass es jeder hören konnte. Lea wurde rot und ich lachte los. In diesem Moment, sah ich, wie einer der dummen kleinen Dinger den Orkspalter untersuchte.
„Das würde ich lieber lassen!", sagte ich, aber es war bereits zu spät. Er hatte das Schwert schon hervor gezogen und es schreiend weggeworfen. Ich schwöre, dass er mindestens fünf Meter von dem Ding weggejumpt ist.
„Der Orkspalter!", schrei Schwabbelbauch und ich sagte: „Ne, dein Vader!"
„Tötet sie, hackt ihnen die Köpfe ab.", brüllte der XXXXXXXXXXXXXXX und noch tausende Mal X dran, XL-Ork und Anne meinte so: „Bald hat er ja seine ganze Familie hier unten."
Und dann explodierte die Welt. Eine Welle grelles Licht schleuderte uns alle rückwärts und ich landete mit Wucht oben auf einem Berg von Mini-Fettis. Oh, und da war ja noch ganz unten Bofur!
„Nehmt eure Waffen. Kämpft. Kämpft!", hörte ich Gandalf brüllen und rappelte mich auf. Ich packte mein Schwert und Emmis, das sie später noch brauchen würde. Anne hatte bereits ihres in der Hand und Lea hob etwas umständlich ihre Bratpfanne auf.
„Leute, wartet! Uns fehlt noch ein Foto!", fiel mir jetzt ein.
Schnell liefen wir drei noch einmal zu Gobbi, positionierten uns neben ihm und schossen mit Emmis Kamera, die ich immer noch hatte, ein Foto.
„Ok, aber jetzt...wie hat Gandalf das so schön gesagt? KÄMPFT!", rief Anne und dann griffen auch wir Mädchen endlich an.
„Avada Kedavra!", rief ich, und hielt beide Schwerter vor mich. Ich kniff die Augen zu, rannte los und als ich sie wieder öffnete, hatte ich zwei Orks aufgespießt.
„Cool!", sagte ich „Ork am Spieß. Wer will auch was?"
Ich sah mich um, und beobachtete Anne, wie sie auf einen bereits toten Gobblin einhackte. Lea drehte sich mit zusammengekniffenen Augen im Kreis und machte alles platt, was sie erwischte. Nur, dass sie einmal Dwalin traf...
Ich hatte gar nicht auf meine Umgebung geachtet, weshalb mich jetzt etwas mit Wucht umrannte und ich auf dem Boden landete. Ein Ding hatte sich auf mich geworfen, und wollte mich umbringen, indem er mir die Luft abschnürte.
„Lass sie in Ruhe!", schrie jemand, und dann hörte Mini-Fetti auf, mich zu erdrosseln. Denn er war tot.
Kili stand über mir, und schleuderte das Ding von sich.
„Geht es dir gut?", fragte er besorgt und ich nickte immer noch etwas atemlos. Und dann machte er etwas, was ich nicht erwartet hätte. Er zog mich hoch, umarmte mich und drückte mich fest an sich. Dann war er weg.
„Okay...", sagte ich verwirrt und sah, wie Anne mir zu grinste.
„Uhhh, Franzi, hast du etwa einen Verehrer?", fragte Lea und ich hob ganz theatralisch die Hand zum Herz.
„Ja. Er hat so etwas.... So etwas...!", sagte ich und Anne und Lea brüllten los.
„Man ihr seid so doof!", sagte ich, und wuschelte den beiden durch die Haare.
„Ähm...Leute, wo sind die anderen?", fragte Anne plötzlich und Lea sah sich um.
„Oh, da hinten!", rief sie, und deutete auf die Zwerge, die einige Meter...oder Kilometer? Ich hasste es, dass ich keine Strecken einschätzten konnte. Naja, sie waren jedenfalls weit weg, und sie waren umgeben von Gobblins.
„Hinterher!", brüllte Anne und zusammen liefen wir auf Superman-Art den Zwergen hinterher.
„Die Stange!", hörten wir Dwalin gerade brüllen und dann bekamen die Gobblins einen auf die Fresse. Erst rechts, dann links, dann nochmal rechts und dann nochmal links.
Balin tötete geschickt mehrere Gobblins und Oin schleuderte irgendetwas über seinen Kopf. Da diese Dinger von allen Seiten auf ihn zu liefen, bekam sie alle was ab. Als ich Kili sah, lief ich schnell zu ihm, und stellte mich hinter ihn.
„Ähm Kili,...können wir kurz reden?", fragte ich und lächelte ihm zu. Doch da begannen die Orks, auf ihn zu schießen.
Gekonnt wehrte er die Pfeile mit seinem Schwert ab und stellte sich schützend vor mich.
„Nimm doch die Leiter.", sagte ich etwas gelangweilt und Kili packte die Leiter und schob mit ihr die Go-bblins vom Weg runter. Dann ließ er die Leiter fallen und benutzte sie als Steg, um über eine Lücke im Weg zu kommen. Hier musste ich anmerken, dass es eigentlich keine Wege waren, sondern eher Brücken in luftiger Höhe.
„Grüßt Emmi von mir!", rief ich den Gobblins noch hinterher, die ins Nichts fielen, winkte und sah Kili dann abwartend an.
„Wir sollten weiter", wich Kili aus und schob sich an mir vorbei.
Hat er sich eben vor mir gedrückt?, überlegte ich.
„Okay.", sagte ich dann und hüpfte ihm hinterher.
Wir liefen zu den anderen Zwergen und zu Lea und Anne und rannten den Weg weiter entlang. Plötzlich bremsten die Zwerge ab. Vor uns war der Weg zu Ende und bestand nur noch zu kleinem Teil aus befestigtem Holz. Es war wie ein Gerüst, dass an der Decke mit Seilen befestig war.
„Alle rauf da!", rief Gandalf und sofort setzten sich alle in Bewegung. Er kappte zwei der vier Seile und wir schaukelten über den Abgrund zur anderen Seite. Einige Zwerge sprangen ab, aber die anderen waren zu langsam. Als wir wieder zur anderen Seite schaukelten, warteten die Mini-Fettis bereits auf uns, und sprangen dann ebenfalls auf unsere kleine Schaukel. Als wir dieses Mal zurück schaukelten sprangen alle ab, sogar Lea, und landeten sicher auf der anderen Seite. Kili wollte gerade die Seile durchschneiden, als er erstarrte. Und wisst ihr wieso? Nein? Wegen mir! Ich stand nämlich immer noch auf diesem bescheuerten Ding und schaukelte zurück.
„Tschüssi!", rief Anne und winkte mir. Ich winkte ebenfalls, und lachte, als ich Kilis Gesicht war. Er war leichenblass. Nur dann lachte ich nicht mehr, denn ein Haufen Gobblins landete auf der Schaukel.
„Hey, Leute...wir können doch über alles reden oder?", fragte ich und grinste. Ein Gobblin brüllte mich an und ein anderer stürzte sich auf mich. Ich wich zurück, stolperte rückwärts und fiel.
„NEIN!", hörte ich jemanden brüllen, bevor ich hart auf Holz landete.
Ich lag auf einem Weg, wie mir auffiel, nur leider unter den Zwergen und ich war nicht tot.
„Fuck!", murmelte ich.
„Nein!", hörte ich eine Stimme über mir und dann sah ich jede Menge Gobblins an mir vorbei segeln, denen ich allen zuwinkte. Als ich mich umdrehte, sah ich einen langen Weg und sonst niemanden.
„Okay Franzi, du schaffst das!", sagte ich zu mir selbst und stapfte entschlossen los.
Ich lief nicht lange, bis ich die Lösung für mein Problem sah. Ich sah Schwabbelkönig höchstpersönlich.
„Warte!", rief ich und das Ding drehte sich zu mir um.
„DU?", fragte er und ich nickte.
„Kannst du mich mitnehmen? Ich müsste ein Stockwerk höher, und du wolltest dich ja gerade sowieso durch die Decke katapultieren, also... Nimmst du mich mit?", fragte ich und setzte meinen besten Hunde-blick auf.
„Ok, danke!", sagte ich, ohne auf eine Antwort zu warten, und zog mich an seinem Stab hoch, um mich auf seine wabbelige Schulter zu setzten.
„Jetzt können wir!", sagte ich und dann schossen wir in die Höhe und krachten geradewegs durch das Holz über uns. Ich glaubte, mein Dicki hatte nicht unbedingt gecheckt, was ich von ihm wollte, aber egal. Als wie durch die Holzlatten durch wahren, und der Gobblinkönig sich auf den Weg gehievt hatte, grinste ich, denn alle starrten mich an.
„Und, was tust du jetzt, Zauberer?", fragte Gobbi, doch keiner hörte ihm zu. Ich deutete einen Knicks an und sprang dann leichtfüßig von der Schulter meines lebendigen Fahrstuhls.
„Danke.", sagte ich und zwinkerte ihm zu.
„Franzi? Franzi!", rief Anne, und meine beiden verrückten Freundinnen schoben sich an Gandalf vorbei.
„Gott, wir dachten schon, du seist...", sagte Anne und drückte mich noch ein bisschen fester an sich. Ich tätschelte ihr den Rücken, und grinste. Thorin sah mich schon wieder mit seinem krassen Blick an, Kilis Kinnlade machte mal wieder Bekanntschaft mit dem Boden geschlossen und alle anderen starrten mich einfach nur mit großen Augen an. Kurz gesagt, in der Zeit, in der man mich für tot gehalten hatte, hatte sich nichts verändert.
„Kili wäre dir hinterher gesprungen, wenn Thorin ihn nicht davon abgehalten hätte.", sagte Lea und ich kicherte leise.
„Wie hast du das eigentlich gemacht?", fragte sie weiter und ich machte ein geheimnisvolles Gesicht.
„Tja, das ist eine meiner vielen, vielen Geheimnisse. Aber ich sage nur so viel, mein Rücken wird mich Morgen hassen!", flüsterte ich den beiden zu und Lea kicherte.
„Er wollte mir wirklich hinterher springen?", fragte ich und als Lea und Anne nickten, brach ich in Gelächter aus.
„Leg dich niemals mit einem Zauberer an!", schrie Gandalf, und Nori und Bufur zogen uns drei Bekloppten hinter den Zauberer. Wir hatten mal wieder nur im Weg rumgestanden.
Erst stieß Gandalf seinen krassen Stab dem Gobblin ins Auge, dann schlitzte er ihm den Bauch auf.
„Das dürfte reichen!", sagte Fetti, nachdem er vor Gandalf in die Knie gegangen war, doch der schlitze ihm noch die Kehle auf. Mein lebender Fahrstuhl krachte so doll auf unsere bereits schrotte Brücke, dass diese vom Rest des Weges abbrach, und wir mit ihr in die Tiefe rasten. Ich stellte mich seitlich, und tat so, als ob ich surfen würde, während alle um mich herum wie kleine Mädchen schrien. Sogar Thorin, mal ganz unter uns.
„Juhu!", jubelte ich und dann landete das Ding mit Wucht auf dem Boden. Gandalf schälte sich aus den Trümmern, und sah mich beleidigt an, denn ich stand ganz gechillt oben drauf. Elegant, jedenfalls hoffte ich, dass es elegant aussah, hüpfte ich von meinem übergroßen Surfboard, und beobachtete Lea und Anne, die so schnell wie möglich probierten, aus den Trümmern rauszukommen, was sie schließlich auch schafften. Sie wollten wohl nicht von Gobbi zermatscht werden...
„Also, hätte schlimmer kommen können!", sagte Gandalf und in diesem Moment, landete mit einem riesigen Flatsch der Gobblinkönig auf den Zwergen drauf. Ich hörte von überall her ein: „Uff!", und lachte.
„Das soll wohl ein Scherz sein!", fauchte Dwalin und dann rief Kili erschrocken: „Gandalf!", denn es rannten Horden von wütenden Gobblins auf uns zu. Schnell befreiten sich alle und dann rannten wir los.
„Jetzt kann uns nur noch eins retten...", brüllte Gandalf.
„Tageslicht!"

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