Anne POV:
„Nein, Thorin, geh da weg! Komm zurück!", brüllte Lea, als wäre Thorin ein Hund oder so was. Fehlte nur noch ein „Beifuß!"
Ich kicherte leise bei dem Gedanken, verstummte aber sofort, als der Baum, auf dem wir hingen, noch ein Stück weiter nach unten rutschte. Ich hatte gerade andere Probleme, als dass ich Thorin zu sehen konnte, wie er wie ein Verrückter auf Azog zu rannte. Ein bisschen behämmert war das ja schon, aber naja... Ist ja sein Problem, wenn er fast abkratzte.
„Anne, jetzt mach dich mal nicht so fett hier. Ich brauch auch noch ein bisschen Platz!", schimpfte Franzi wieder einen ihrer netten Sätze und ich schob etwas beleidigt die Unterlippe vor, rückte aber trotzdem ein Stück zur Seite. Meine Freundin hievte sich neben mir weiter auf den Baum, sodass sie nur noch ein Bein um den Stamm schlingen musste, damit sie am Ende wie auf einem Pferd aufrecht auf dem Baum saß.
„So, schon viel besser!", sagte sie zufrieden und hielt mir eine Hand hin, damit auch ich mich ein bisschen krüppelhaft auf den Stamm setzen konnte. Emmi und Lea hatten da weniger Glück, weil ein Ast uns den Weg zu ihnen versperrte, sodass wir ihnen nicht helfen konnten. Doch auch sie hatten es geschafft, sich aufrecht hinzusetzen, also musste ich mir keine Sorgen machen.
„Oh, man. Ich kann gar nicht hinsehen", quietschte Lea und hielt sich die Augen zu. Ich schielte an Franzi vorbei und beobachtete, wie Thorin voll eins von Azogs Warg auf die Fresse bekam. Und schon lag er am Boden.
„Boha, der hat aber gesessen!", grinste Emmi und ich verdrehte die Augen. Wie konnte sie so etwas nur immer lustig finden?
Der Zwergenkönig stützte sich auf den Eichenstamm, den als Schutzschild von irgendwo her gezaubert hatte und wollte sich gerade wieder aufrichten, als der weiße Ork noch einmal mit seiner Keule ausholte.
„Nein!", hörte ich entsetzt von Balin rufen und auch Gandalf machte jetzt ein besorgtes Gesicht. Thorin wurde wieder zu Boden geschleudert und die einzige, die sich freute, war Emmi.
„Emmi, du bist auf der falschen Seite! Siehst du nicht, dass Azog, der Bekloppte gewinnt?"
„Was? Oh...dann halt: NEIN!", stieg meine Freundin schnell um. Sie hatte mal wieder nichts mitbekommen.
Der Warg von Azog packte Thorin einfach und schleuderte ihn wie eine Spielzeugpuppe in seinem Maul hin und her.
„Oh Gott! Nein, nein, nein!"
Lea bekam derweil einen Nervenzusammenbruch und Dwalin versuchte auf den Baumstamm zu klettern, doch ein Ast brach unter seiner Last ab.
„Thorin! Nein!", rief er stattdessen verzweifelt.
Bilbo hatte sich inzwischen vor uns aufgerichtet und zog mit vor Angst geweiteten Augen sein Schwert Stich.
„Ähm, Bilbo? Findest du wirklich, dass das so eine gute Idee ist?", fragte ich ihn vorsichtig.
„Irgendeiner muss ihm ja helfen, wenn ihr schon nichts macht!"
Ja, stimmt auch wieder. Aber wir würden dabei bestimmt eher abkratzen als der kleine Hobbit, überlegte ich vor mich hin.
Thorin versuchte sich derweil irgendwie zu retten und stieß sein Schwert einfach in die Schnauze des weißen Warges. Dass das eine dumme Idee gewesen war, bemerkte er erst danach, als der Warg ihn los ließ und er voll auf einen Felsen prallte. Ich verzog mein Gesicht. Sein Rücken war jetzt mit Sicherheit im Arsch und auch der restliche Zwergenkönig war irgendwie nicht mehr ganz so lebendig.
Azog befahl einem Ork etwas und dieser grinste hässlich.
„Warte mal, was heißt n'das jetzt noch mal...man, ey in der Schule hätten wir ruhig mal Orkisch lernen können", jammerte ich rum, doch Emmi fiel es eh schon wieder ein.
„Warte! Hieß das nicht: Bring mir den Kopf des Zwerges?"
Lea kreischte als Antwort hysterisch auf und fiel fast in Ohnmacht. Ja, und jetzt machte ich mir auch ein bisschen Sorgen. Aus irgendeinem Grund stolperte Bilbo und war nun immer noch viel zu weit von dem Ork entfernt, der gerade ein Schwert an Thorins Hals hielt. Dieser versuchte schwach an seine Waffe zu kommen, doch Orkrist lag zu weit weg. Jetzt erst wurde mir klar, dass hier etwas schief gehen würde, wenn wir nichts taten.
„Leute?", fragte ich etwas ängstlich und jetzt wurde auch den anderen klar, dass der Plan kake war, den wir uns ausgedacht hatten. Denn wenn wir einfach hier sitzen bleiben würden, hätten die Zwerge bald keinen Anführer mehr und auch der Meisterdieb wäre dann mit Sicherheit auch nicht mehr ganz so putzmunter.
„Scheiße, man. Das ist mir zu blöd. Ich helfe denen jetzt...KILI!", entschied Franzi und brüllte das letzte Wort dermaßen laut in mein Ohr, sodass mein Trommelfell fast platzte.
„Dein Bogen, schnell!", befahl Franzi und der Zwerg rief nur entsetzt: „WAS? Aber du kannst doch gar nicht Bogen schießen!"
„Natürlich kann sie das, wenn sie das schon seit fünf Jahren macht und jetzt gib ihr endlich dieses verdammte Ding!", mischte ich mich jetzt auch noch ein und Kilis Mund klappte auf. Jup, da hatte Franzi ihn mal wieder so richtig verarscht. Das ihm aber auch nicht aufgefallen war, dass sie den Pfeil direkt in die Mitte der Zielscheibe geschossen hatte, als wir in Bruchtal geübt hatten, tz tz tz. Da sieht man mal wieder, wie aufmerksam Kili eigentlich durch die Welt taperte.
„Rukshul menu! Das wirst du mir büßen, Franziska!", fluchte der braunhaarige Zwerg wütend, warf ihr dann aber doch den Bogen und ein paar Pfeile zu.
„Hab dich auch lieb, Kililein!", flötete Franzi und stellte sich jetzt auf den Baumstamm. Dann balancierte sie leichtfüßig über ein paar Äste hinweg und sprang dann auf den sicheren Boden. Ich drehte mich zu Emmi und Lea um, die nicht von ihrem Platz weg konnten, da ja der Ast im Weg war, murmelte ein: „Sorry!", und folgte dann Franzi.
„Bitte, bitte konzentrier dich jetzt, Franzi. Bilbo wird dir dankbar sein", redete ich auf Franzi ein und zog mein Schwert hervor. Franzi nickte, stellte sich breitbeinig hin und legte einen Pfeil ein. Ich weiß nicht, wie sie es schaffte, irgendwo drauf zu zielen, da Bilbo und der Ork, den er von Thorin weg gestoßen hatte, miteinander kämpften und ein einziges Knäuel aus Armen und Beinen waren. Doch meine Freundin blieb relativ gelassen und kniff ein Auge zusammen, damit sie besser zielen konnte. Gerade als der Ork dabei war, einen Dolch in Bilbos Brust zu stoßen, ließ sie den Pfeil los und dieser bohrte sich direkt in den Rücken des Orks, der sofort hinten über fiel.
„Geht doch!", sagte sie zufrieden, warf den Bogen einfach hinter sich und zückte dann ihr Schwert. Zusammen rannten wir brüllend auf die Orks los und verschafften Bilbo somit eine Möglichkeit sich kurz zu sammeln, damit er sich vor dem Tod retten konnte. Er stieß den toten Ork von sich runter und rappelte sich wieder auf. Wir kamen neben ihm zum Stehen und wollten zuerst auf den Oberork los gehen.
„Alter, Azog, du Bekloppter. Wir machen dich jetzt platt!", rief Franzi und der kleine Hobbit fuchtelte wild mit seinem Schwert in der Luft herum. Wieder gab der Ork einen Befehl und andere seiner Artgenossen kamen jetzt hinzu und bauten sich bedrohlich vor uns auf.
Doch im nächsten Moment kamen mit Gebrüll die meisten Zwerge auf uns zu und fingen sofort einen Mini-Krieg mit den Orks an. Jetzt warfen auch wir drei uns in den Kampf und ich metzelte einfach alles nieder, was mir so in den Weg kam, in der Hoffnung, dass es kein Zwerg sein würde, den ich da gerade attackierte.
Dann hörte ich über uns Vogelschreie und endlich, endlich waren die Adler da und halfen uns, die Orks platt zu machen. Als mich dann auch noch einer packte, kniff ich die Augen fest zusammen und befahl mir, auf keinen Fall nach unten zu gucken. Ich hatte zwar keine Höhenangst, aber das war dann auch mir ein bisschen zu hoch.
Elladan, wenn du jetzt nur hier sein könntest..., dachte ich sehnsüchtig, verdrängte den Gedanken allerdings sofort wieder, weil ich sonst los heulen würde. Ich vermisste ihn ja jetzt schon total...
*„Franzi, Anne, geht's euch gut?", hörte ich Emmi rufen und drehte mich auf dem Rücken des Riesenadlers um. Ich winkte ihr zu und streckte dann den Daumen in die Höhe, damit ich ihr zeigen konnte, dass alles okay war. Wir flogen jetzt schon eine Weile und Thorin hatte sich nicht einmal bewegt. Immer wieder riefen die Zwerge nach ihm und sogar Lea wagte einmal einen Versuch, aber wie nicht anders zu erwarten, antwortete der Zwergenkönig nicht.
Bilbo hatte sich sofort bei uns bedankt, dass wir ihm das Leben gerettet hatten, so gut es eben ging, wenn man auf einem Adler flog. Die anderen waren eher damit beschäftigt auf Thorin zu gucken. Franzi und ich bewunderten lieber die schöne Landschaft und als wir dann auch noch den Carrock erblickten, war ich doch etwas froh, dass die Reise auf unserem Privatflugzeug endete. Langsam wurde mir nämlich etwas schlecht...
Wir waren nach Thorin die Ersten, die auf dem Berg abgesetzt wurden und liefen natürlich sofort zu dem Zwergenkönig. Emmi und Lea gesellten sich nach ein paar Sekunden auch zu uns und wir sahen alle etwas ratlos auf Thorin. Außer Lea, die sich sofort neben ihn kniete und an seiner Schulter rüttelte, während sie irgendetwas vor sich hin murmelte.
„Macht Platz!", befahl Gandalf und ich trat einen Schritt zur Seite, damit sich der graue Zauberer neben dem Zwerg nieder lassen konnte. Jetzt versammelten sich auch die anderen in einem Kreis um uns herum.
Gandalf hielt eine Hand über Thorins Gesicht und brabbelte irgendwelche Verschwörungen, doch als er seine Hand wieder weg nahm, passierte anders als in dem Film...nichts.
„Was...was soll das? Er sollte doch eigentlich aufwachen!", stammelte Lea und auch ich sah jetzt etwas besorgt aus. Wenn es nach dem Film gehen würde, müsste er jetzt längst schon wieder auf den Beinen sein, doch er bewegte sich kein Stück. Gandalf seufzte schwer und richtete sich wieder auf. Fassungslos sahen wir zu, wie er sich von Thorin abwendete und traurig den Kopf schüttelte.
Scheiße, was ist denn jetzt los?
„Gandalf, das kann doch nicht sein! Er lebt!", rief Franzi wütend und ließ sich jetzt auch neben Lea nieder. Der Zauberer kam wieder zurück, nahm Franzis Hand und legte sie auf Thorins Hals.
„Spürst du etwas? Spürst du ein Pochen?"
Kurz war es totenstill, dann blickte Franzi wieder auf und schüttelte zögernd den Kopf. Ein vermehrtes Aufkeuchen war von den Zwergen zu hören und Lea rüttelte noch einmal an Thorins Schulter.
„Alter, Thorin. Wenn du jetzt nicht sofort aufwachst, dann schlag ich dir in die Fresse! Hast du mich verstanden?"
Die Stimme meiner Freundin war schon ganz zittrig vor Angst und Emmi und ich wechselten einen wissenden Blick.
„Ich hasse dich!", fuhr Lea fort und knallte ihm jetzt wirklich eine.
Ein entsetztes Raunen war von allen zu hören, doch Thorin wachte nicht auf. Dass Lea das wirklich machen würde, hätte ich echt nicht gedacht...
„Lea, er ist tot", sagte Franzi und legte ihrer Freundin eine Hand auf die Schulter.
„Nein, nein!", schluchzte Lea und jetzt...liefen ihr wirklich Tränen über die Wangen.
„Was ist wenn...", fing Emmi plötzlich an, doch sie unterbrach sich selber.
„Was?", fragte Lea hoffnungsvoll und wischte sich die Tränen weg.
„Naja...", sagte Emmi und strich ganz unauffällig über das Lederband, dass sie mit der Schmuckschließe von Fili um den Hals trug. Jetzt fiel mir wieder das Gespräch zwischen Emmi und Gandalf ein, was meine Freundin wohl auf eine Idee gebracht hatte.
„Oh...", sagte ich und auch Lea hatte es kapiert, nur Franzi mal wieder nicht.
„Hä?", fragte sie und ich verdrehte die Augen.
„Wir brauchen einen kurzen Moment. Lenk sie ab", flüsterte Emmi mir ins Ohr und ich nickte. Die Zwerge sollten nicht unbedingt etwas von den Ketten erfahren.
Also hakte ich mich bei Franzi unter und stellte mich mit ihr zusammen vor Thorin und Lea, sodass wir beide verdeckten.
„Spiel einfach mit...", sagte ich leise zu Franzi und fing dann an, die Zwerge abzulenken.
„Thorin war...ein großer König", fing ich an.
„Er war weise, gerecht, gutmütig..."
Fuck, ich hab keine Ahnung, was man in so einer Situation sagt.
„Ja, und er war auch der dickköpfigste Zwerg, der mir je begegnet ist", stieg Franzi jetzt mit ein und von überall her kam zustimmendes Gemurmel.
Leicht schielte ich über meine Schulter und beobachtete Lea, wie sie das Fell von Thorins Mantel beiseite schob, die Kette auf sein Wams legte und dann wartete.
Erst passierte nichts, doch dann begann ihre Hand, oder besser gesagt die Kette darunter, leicht bläulich zu glühen. Thorins, vorher schneeweiße, Lippen bekamen wieder Farbe und seine Wangen sahen nicht mehr so bleich wie vorher aus. Es klappte also...
„Krass!", flüsterte Emmi und ich nickte.
„...Wir sollten ihn so in Erinnerung behalten, wie wir ihn alle kannten. Und zwar als egoistischen, dickköpfigen und doch lieben König unter dem Berge...", sagte Franzi gerade.
Mein Blick fiel auf Gandalf, der uns nachdenklich ansah und mir dann zu lächelte, als er mich bemerkte. Sein Blick schien mir zu sagen: Ich weiß, was ihr gemacht habt...
Und dann schnappte Thorin nach Luft, als wäre er gerade aus dem Wasser aufgetaucht.
„Er lebt!", rief Dori plötzlich erleichtert und alle Zwerge stürzten zu ihrem König.
„Tja, schade eigentlich", murmelte Franzi so leise, dass nur ich es hören konnte.
„Das habt ihr alleine ihr zu verdanken. Ich hatte nicht daran gedacht, dass ihm die Kräuter helfen würden, die Lea ihm gegeben hat", log Gandalf und lief an uns vorbei zu Thorin, wobei er uns aber noch ein: „Ihr seid schlauer, als ich dachte", zu raunte. Ich wusste, dass er unsere Ketten niemals verraten würde. Es war ja eh seine eigene Idee gewesen und ohne ihn, wären wir niemals darauf gekommen.
Die anderen Zwerge bedankten sich überschwänglich bei meiner Freundin und nur Thorin ignorierte sie aus einem unerklärlichem Grund vollkommen.
„Du!", wandte er sich an Bilbo, der etwas abseits gestanden hatte und ihn jetzt leicht verwirrt ansah.
„Was hast du getan? Das hätte dich das Leben kosten können!", schimpfte er mit dem Halbling und ich verkniff mir ein: „Und was ist mit uns? Haben wir dich nicht gerettet?"
„Habe ich nicht gesagt, du wärst eine Last? Dass du in der Wildnis nicht überlebst? Dass du niemals zu uns gehören wirst!", fuhr der Zwergenkönig fort und lief auf Bilbo zu. Wir gingen ihm wohl gerade am Arsch vorbei.
„Ich habe mich noch nie so getäuscht. In meinem ganzen Leben."
Und mit diesen Worten schloss Thorin den erleichterten Bilbo in eine feste Umarmung. Die Zwerge jubelten und Emmi sagte leise neben mir: „Aww! Jetzt hab ich Kopfkino..."
Franzi und ich lachten los, nur Lea fand das nicht lustig. Sie konnte wohl immer noch nicht fassen, dass Thorin uns weiterhin ignorierte.
Während Bilbo noch einen seiner Vorträge hielt, sagte Franzi: „Aber bei uns hätte er sich auch mal bedanken können!"
„Allerdings...", murmelte ich und dann tat Lea etwas, womit niemand gerechnet hatte.
Sie stapfte wütend auf Thorin zu und packte ihn an der Schulter. Dann drehte sie ihn zu sich herum und der Zwergenkönig zog etwas erstaunt eine Augenbraue hoch.
„Ich höre!", schnauzte meine Freundin ihn an.
„Ich habe nichts zu sagen..."
„Ach ja? Wie wäre es mit einem Danke?", keifte sie weiter.
„Ich fühle dir und deinen Freundinnen gegenüber keinen Dank. Ihr habt uns immer nur in Schwierigkeiten gebracht", erklärte Thorin ungerührt und das brachte das Fass zum Überlaufen und Lea explodierte.
„Du fühlst keinen Dank? Sag mal, WILLST DU MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?!", schrie meine Freundin los.
„WER HAT MIT DEN TROLLEN VERHANDELT, DAMIT IHR GENUG ZEIT HATTET, UM EUCH IRGENDETWAS AUSZUDENKEN? WER HAT EUCH GESAGT, DASS WIR VERSCHWINDEN SOLLTEN, WEIL DIE ORKS BALD KOMMEN? WER HAT MIT DEN ORKS GEKÄMPFT, DAMIT BILBO DICH BESCHÜTZEN KONNTE UND WER HAT DICH GERADE VOR DEM TOD GERETTET? WIR! UND DANN SAGST DU, WIR HABEN EUCH IN SCHWIERIGKEITEN GEBRACHT?"
„JA, DAS SAGE ICH! UND ICH LASSE MIR NICHTS VON IRGENDEINEM MINDERWERTIGEM MENSCHENMÄDCHEN BEFEHLEN!", brüllte jetzt auch Thorin los. Kurz gesagt, die beiden waren kurz davor, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Alle anderen waren jetzt still geworden und sahen mit großen Augen dem Streit zu.
„Also, wenn die sich nicht die Augen auskratzen sollen, sollten wir jetzt mal irgendetwas unternehmen...", schlug ich schließlich vor und Emmi nickte.
„Hast Recht. Kommt, Leute."
Und so liefen wir drei zu Thorin und Lea, die sich immer noch anschrien.
„SAG MAL, GEHT DAS NICHT IN DEIN HIRN REIN? WIR...", weiter kam Lea nicht, weil wir sie von Thorin weg zerrten und sie auf einem kleinen Felsen platzierten.
„Lea, komm mal runter. Der ist es nicht wert", versuchte Franzi sie zu beruhigen.
„Er ist...er ist so ein Arsch!", keifte sie extra laut, damit auch wirklich jeder es hörte.
„Jetzt komm schon, wir haben ihn wieder belebt und dann ist gut", sagte ich und Lea murrte nur irgendetwas von Entführung durch Außerirdische.
„Komm, wir gucken uns jetzt den Erebor an", sagte Emmi und deutete auf Bilbo, der gerade den einsamen Berg entdeckt hatte. Wir sahen gerade noch so, wie eine Drossel auf den Berg zu flog.
„...Das Schlimmste liegt hinter uns.", endete Bilbo gerade, als wir bei den anderen ankamen.
Alle blickten zu dem einsamen Berg, der sich in der Ferne wie ein spitzer Hut vor der Landschaft abzeichnete. Thorin und Lea waren derweil damit beschäftigt, sich gegenseitig böse anzufunkeln.
Na, das kann ja lustig werden..., überlegt ich im Stillen.
„Leute, wir haben den ersten Teil geschafft!", grinste Emmi, aber so leise, dass nur wir vier es hören konnten.
„Ja, und dann werden wir auch die anderen beiden Teile überleben!", entgegnete Franzi.
Zusammen sahen wir noch einmal voller Hoffnung auf den einsamen Berg, bevor wir uns abwandten und uns zu den anderen gesellten, die mit dem Abstieg des Carrocks begannen.
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Vier Bekloppte in Mittelerde
Fiksi PenggemarVier Bekloppte schaffen es das Leben in Mittelerde komplett umzukrempeln. Sie halten den krassesten Typen für schwul, spielen ihm Streiche, zerstören eine komplette Frisur und schießen andauernd Selfies. Sie machen mehr kaputt, als irgendwie zu hel...
