Einundzwanzigster Dezember und eine neue Frisur

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Anne POV:
Der Erebor war schon irgendwie cool und langsam verstand ich auch, weshalb alle so ein großes Theater um den Berg machten. Mit dem Gold hier könnte man wahrscheinlich halb Mittelerde kaufen. Nachdem Smaug mit ach und krach aus dem Berg verschwunden war, hatte hier erst mal eine kleine Party stattgefunden und ich hatte schon die Hoffnung gehabt, dass Thorin Lea endlich küssen würde, aber das hat er dann doch nicht getan. Er hat sie nur, genau wie alle anderen, einmal umarmt und sich dann auf die Suche nach seinem tollen Arkenstein gemacht. Der große, weiße Diamant, der irgendwo in diesen Hallen liegen sollte. Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass der Arkenstein eigentlich nicht weiß ist, sondern bunt? Naja, auch egal.
„Was ist mit den Einwohnern der Seestadt?", fragte Balin plötzlich und unterbrach die kleine Party.
„Was soll mit ihnen sein?", fragte Thorin. Sein Blick war hart und schon jetzt merkte man die ersten Anzeichen der Drachenkrankheit.
„Sie werden sterben.", sagte Balin und Thorin schnaubte.
„Alle sterben irgendwann."
Doch dann fiel mir noch etwas ein: „Franzi und Emmi sind auch dort. Und Kili, Fili, Bofur und Oin.", sagte ich und sofort richtete sich die Aufmerksamkeit aller auf mich. Balin drehte sich um und lief los.
„Wo willst du hin?", rief Thorin ihm nach.
„Auf den Aussichtspunkt. Von dort können wir beobachten wie...", er brach ab, weil er den Satz nicht beenden konnte, aber jeder wusste, was er hätte sagen wollen. Ich überlegte nicht lange und folgte Balin. Auch die anderen liefen uns hinterher und selbst Thorin kam, nach einer Aufforderung von Dwalin, mit. Wie gut, dass es den glatzköpfigen Zwerg gab. Wenn es sein musste, konnte er Thorin mal so richtig in den Arsch treten.

*Die Nacht war hereingebrochen und man konnte kaum die eigene Hand vor Augen sehen. Am Horizont entdeckte ich Seestadt, die wie eine einzelne Flamme zu leuchten schien. Der Wind fuhr mir durch die Haare, trug aber keinerlei Geräusche mit sich. Kein Wehklagen kein Schreien, nur das ohrenbetäubende Brüllen des Drachen drang bis an unsere Ohren.
Neben mir stand Lea, sie zitterte leicht wegen des Windes und ich lächelte ihr zu. Wir beide wussten, dass Kili, Fili, Bofur und Oin überleben würden und hofften, dass auch unsere Freundinnen dadurch vom Drachenfeuer verschont bleiben würden.
„Arme Menschen", sagte Balin leise und ich konnte mir seinen Blick vorstellen, der traurig Richtung Seestadt gerichtet war. Einige wandten den Blick ab und andere guckten hilfesuchend zu ihrem König. Doch der nahm keinerlei Anteil am Leid der Bürger aus Seestadt. Er hatte sich mit dem Rücken zu uns gestellt und beobachtete den Berg, der ihm um so vieles wichtiger erschien, als das Leben hunderter, unschuldiger Menschen. Selbst Balin hatte sich abgewandt, den Blick leicht verschwommen, die Hände in die Seiten gestützt. Er hatte Mitleid und ich wusste, wenn er es könnte, würde er den Bürgern der Seestadt helfen, ihnen Essen geben, Decken und Geld, um sich ihre Heimat wieder aufzubauen. Aber nicht er war der König des Erebors, sondern Thorin. Ich guckte wieder zur Seestadt und stellte mir vor, wie Bard seinen Bogen spannte. Wie er Pfeil um Pfeil verschoss mit der Hoffnung, den Drachen doch noch zu töten, so wie es sein Vorfahr versucht hatte. Vor meinem inneren Auge sah ich, wie er nach dem letzten Pfeil griff, die Sehne spannte und schoss. Doch auch wie die anderen Pfeile, prallte dieser von der Panzerung des Drachen ab. Und dann sah ich ihn, wie er die Flügel ausbreitete, wie er zum Himmel hinauf flog und sein Maul öffnete, nach Atem ringend, versuchend dem Tod zu entgehen. Doch dann erlosch sein Feuer und er fiel leblos zurück zum See.
„Tja, wenigstens ist der Bürgermeister jetzt Matsch.", flüsterte mir Lea leise ins Ohr und ich konnte es nicht verhindern und kicherte los.
Die Zwerge hatten sich abgewandt, bestürzt über das, was sie angerichtet hatten. Alle fühlten sich schuldig für das, was den Menschen der Seestadt passierte. Alle außer einer.
Thorin schaute zum Berg und ich konnte mir die Gier in seinen Augen vorstellen. Irgendwo in diesem Berg lag der Arkenstein versteckt. Irgendwo wartete das Königsjuwel auf ihn. Jedenfalls dachte er das.
Bilbo trat neben Lea und mich und warf Thorin einen besorgten Blick zu.
„Was hat er nur?", fragte der kleine Hobbit leise und ich seufzte.
„Er ist krank.", antwortete ich nach einem kurzen Moment des Schweigens und drehte mich dann von Thorin weg.
„Ich rede dann mal mit ihm, vielleicht beruhigt ihn das ein bisschen.", sagte Lea gerade und Bilbo nickte. Ich wusste, dass er genau so wenig daran glaubte wie ich, aber es heißt ja nicht umsonst „Probieren geht über Studieren".
Bilbo hatte sich wieder umgedreht und genau wie ich beobachten können, wie Smaug in den See platschte. Wunderbare Arschbombe, wenn ihr mich fragt.
„Smaug ist tot.", erst flüsterte Bilbo es nur, aber dann sagte er es laut und alle Blicke richteten sich auf ihn. Okay, nicht alle, Thorin immer noch am Erebor...aber sonst alle andren.
Doch nicht nur der Halbling und ich hatten dieses Spektakel beobachten können, auch Dwalin und Balin hatte Smaugs Abgang gesehen.
„Bei meinem Barte, ich glaube, er hat Recht.", sagte Dwalin und sein Bruder nickte.
„Seht doch dort, die Raben Erebors kehren zum Berg zurück.", rief Gloin aufgebracht und deutete auf eine Schar schwarzgefiederter Vögel.
„Ja, die Nachricht wird sich schnell verbreiten. Nicht mehr lange und dann weiß es jeder in ganz Mittelerde", sagte Balin und zum ersten Mal seit Smaug den Berg verlassen hatte, sah ich ihn wieder lächeln: „DER DRACHE IST TOT!"
Neben mir brachen Jubelrufe aus und für einen Moment schien alles in bester Ordnung, doch dann...
„Thorin, können wir mal kurz reden?", rief Lea und überdeckte die freudigen Rufe der Zwerge.
„Es gibt nichts zu reden.", erwiderte der Zwergenkönig kalt und drehte sich von meiner Freundin weg. Ohne sie auch noch einmal anzugucken, verließ er die Aussichtsplattform und ging schnellen Schrittes zurück zum Berg.
„Schön...dann halt nicht!", brüllte Lea ihm nach, doch ich sah, wie verletzt sie war. Schnell ging ich zu ihr und legte ihr tröstend einen Arm um die Schultern.
„Hey, er ist es nicht wert. Okay, er ist König und hat einen riesigen Berg voll gestopft mit Kohle, aber komm! Am Ende kratzt er sowieso die Kurve.", sagte ich und grinste meiner Freundin vorsichtig zu.
„Balin hatte Recht, er nimmt keinerlei Rücksicht auf die Gefühle anderer Menschen...oder Zwerge. Kein Wunder, dass er keine Frau hat", fauchte Lea und ich lächelte. Das war meine Freundin, so wie ich sie kannte...aber warte mal...
„Sag mir nicht, du hast dir Gedanken drüber gemacht, wieso er keine Frau hat?", sagte ich und verzog das Gesicht.
„Nein!", sagte Lea schnell. Zu schnell, als dass es als ehrliche Antwort gewertet werden konnte.
„Na klar, und morgen ist Weihnachten.", sagte ich und in diesem Moment erstarrte Lea.
„Was hast du eben gesagt?", fragte sie und ich antwortete: „Na klar, und morgen ist Weihnachten?"
„Balin, was für ein Tag ist heute?", fragte Lea jetzt den weißhaarigen Zwerg.
„Heute ist der Durinstag. Wieso fragst du?", fragte Balin zurück und Lea schüttelte wild den Kopf.
„Nein, nein, welches Datum haben wir?"
„Ähm...Datum?"
„Ja, Datum. Fünfter April, neunter Mai, vierzehnter Februar. So was eben.", sagte Lea und schaute Balin hoffnungsvoll an.
„Entschuldige, aber so etwas kenne ich leider nicht.", antwortete Balin und warf Lea einen entschuldigenden Blick zu.
„Warte, ich hab mal irgendwo gelesen, dass der Durinstag der Neujahrstag für die Zwerge ist. Der Tag an dem Sonne und Mond gleichzeitig am Himmel stehen. Tolkien hielt sich beim Schreiben an die Phasen der uns bekannten vier Jahreszeiten. Was heißt, dass er mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche beginnen und mit der Wintersonnenwende enden würde.", sagte ich und Lea schaut mich irritiert an.
„Und jetzt nochmal so, dass es auch die Dummen unter uns verstehen.", sagte Lea, nachdem sie gemerkt hatte, dass das alles war, was ich von mir geben würde.
„Es ist vielleicht der siebzehnte Oktober oder einundzwanzigste Dezember", sagte ich mit einem Augenverdrehen.
„Ah, sag das doch gleich.", antwortete Lea und überschlug kurz die Tage.
„Wenn wir annehmen, dass wir den einundzwanzigsten Dezember haben, dann sind es nur noch zehn Tage bis Silvester und fünf bis Franzis Geburtstag hat."
„Scheiße, du hast Recht. Franzi hat doch am sechsundzwanzigsten Geburtstag!", fluchte ich und bemerkte plötzlich, wie alle Zwerge ratlos zwischen mir und Lea hin und her sahen.
„Wir sollten ganz dringend einen Kalender malen.", flüsterte ich leise meiner Freundin zu und die nickte kurz. Wir lächelten beide übertrieben die Zwerge an, liefen langsam rückwärts und rannten dann los. Naja, soweit das mit Lea eben möglich war.
Wir hatten Glück und schafften es unbeschadet bis zum Eingang.
„Kurze Pause...", japste ich und Lea blieb nur zu gerne neben mir stehen. Ich stütze mich auf meine Knie und atmete für einen Moment tief durch.
„Okay, weiter." Zusammen liefen wir durch die große Eingangshalle und liefen eine Weile auf der Suche nach Blättern und Stiften ziellos durch den Berg. Das überall bergeweise Gold lag und wir deshalb manchmal durch kniehohe Münzenmeere waten mussten, machte die Sache auch nicht viel besser.
„Hey, guck mal, ich hab einen Spiegel gefunden.", rief Lea plötzlich und ich drehte mich zu ihr um. Meine Freundin hatte einen großen goldenen Spiegel in der Hand und schwankte leicht unter seinem Gewicht.
„Oh mein Gott.", sagte sie plötzlich und betrachtete sich in der glatten Oberfläche des Spiegels. „Ich muss ganz dringend mal wieder duschen und dann zum Frisur."
Ich kicherte und nahm Lea den Spiegel ab, um mich selbst darin zu betrachten. Meine schwarzen Haare erinnerten mich an das Vogelnest auf Radagasts Kopf, meine Haut war braun von der Sonne und ich war völlig verdreckt.
„Tja, ich glaube wir benötigen alle mal ein Bad.", sagte ich dann mit einem tiefen Seufzer und ließ den Spiegel wieder sinken.
„Los, suchen wir weiter nach Blättern und ein paar Stiften. Vielleicht finden wir ja dabei neue Kleidung und ein Badezimmer.", sagte ich dann und lief weiter. Mit einem Stöhnen folgte Lea mir, und es passierte, was passieren musste. Meine Freundin rutschte aus, schlitterte über das Gold und landete dann in einem riesigen Goldhaufen. Hustend und prustend tauchte sie wieder auf und ich musste einfach los lachen. Lea warf mir einen genervten Blick zu und ich versuchte das Lachen zu unterdrücken, was nur halb gelang. Ich kicherte immer noch ein bisschen, doch dann hellte sich der Blick meiner Freundin auf.
„Schau mal", rief sie und rappelte sich umständlich wieder auf.
„Was?", fragte ich, doch bekam keine Antwort. Ich konnte Lea nur folgen und grinste dann, als sie vor einer halb angelehnten Tür stehen blieb. Sie drückte sie auf und zusammen betraten wir den Raum. Es war eher eine Art Flur, der nur spärlich beleuchtet wurde. Sonnenlicht fiel durch ein kleines Fenster links von uns und natürlich durch die Tür, die wir eben geöffnet hatten.
„Cool.", murmelte ich leise und öffnete eine weitere Tür links von mir. In einem größeren Raum standen ein Tisch und ein paar Stühle und es gab auch so etwas wie einen Herd.
„Ich würde sagen, das war mal eine Küche.", sagte Lea, die an mir vorbei in den Raum geguckt hatte. Ich nickte und öffnete die Tür soweit, dass ich den Raum betreten konnte. Ich sah mich um, wühlte in Schubladen und spielte dann ein bisschen am Herd rum.
„Hier hat mal ein Mann mit seiner Frau und ihren Kindern gewohnt", sagte Lea plötzlich hinter mir und ich drehte mich fragend zu ihr um. Sie hatte einen Bilderrahmen in der Hand und reichte ihn mir.
Es war ein gezeichnetes Bild von einem Zwerg und einer Zwergin darin. Die Zwergin trug ein Kleid und hatte ein kleines Kind auf dem Arm, das freudestrahlend mit einem ihrer geflochtenen Zöpfe spielte. Der Zwerg trug Arbeitskleidung und hatte eine Lampe auf dem Kopf. An seiner Hand hielt er ebenfalls ein kleines Kind, älter als das andere. Ich betrachtete das Bild noch etwas genauer und stutzte dann.
„Hey, der sieht doch aus wie der Zwerg, der den Arkenstein gefunden hat.", sagte ich und reichte Lea das Bild, damit sie es sich noch einmal angucken konnte. Wenn es um Gesichter ging, kannte sie sich besser aus. Lag wohl daran, dass sie sich Details für ihre eigenen Zeichnungen merken musste.
„Du hast Recht.", murmelte sie leise und stellte dann das Bild zurück auf eine kleine Holzkommode.
„Cool, vielleicht finden wir hier dann einen Schatz!", rief sie plötzlich und ich zog nur eine Augenbraue hoch. Ich vermied es zu erwähnen, dass direkt vor unserer Nase ein riesiger Schatz lag und beobachtete stattdessen meine Freundin, die zu einer weiteren Tür in dem Raum schlich und sich die Hände rieb.
„Ich meine, hinter dieser Tür könnte noch ein Arkenstein oder so liegen.", sagte sie und legte dann die Hand auf den Türgriff.
„Natürlich...", sagte ich und versuchte die Ironie aus meiner Stimme zu vertreiben, aber es klappte einfach nicht. Lea drückte die Klinke runter, öffnete die Tür nur einen Spalt breit und schlüpfte dann hinein. Einen Moment später kam sie wieder raus und sagte: „War nur die Besenkammer."
Ich lachte und antwortete: „Tja, war wohl nichts mit dem zweiten Arkenstein."
Lea machte ein enttäuschtes Gesicht und ich grinste ihr zu.
„Komm, wenn hier mal jemand gewohnt hat, finden wir vielleicht Kleidung und Papier.", sagte ich und zog meine Freundin mit in den nächsten Raum.
Wir durchsuchten das ganze Haus und fanden alles, was wir brauchten. Papier oder Pergament, wie Lea immer wieder sagte, Kohle zum Malen, Kleidung und eine ziemlich eingerostete und verstaubte Badewanne, die wir mit viel harter Arbeit und einem kräftigen Tritt von Lea, die sich deswegen einen Zeh geprellt hatte, wieder in Betrieb setzten. Ich machte ein Feuer im Kamin und zusammen gingen Lea und ich dann Wasser holen, welches wir dann warm machten und dann nacheinander baden gingen. Unsere Haare trockneten durch die Wärme des Kamins und wir räumten sogar noch ein bisschen auf und wischten Staub, viel Staub. Danach hätten wir gleich schon wieder baden gehen können.
„Frühjahrsputz, bevor wir überhaupt Frühjahr haben.", sagte Lea und klopfte sich etwas Staub vom Hemd, das wir gefunden hatten. Die Küche, die sich auch als Wohnzimmer raus gestellt hatte, war jetzt blitzblank und gleichzeitig ließen wir uns auf das Sofa fallen.
„Tee?", fragte ich und reichte Lea eine Tasse mit heißem Tee. Sie nickte und nahm mir die Tasse ab.
„Weißt du, was ich noch gefunden habe?", fragte ich und Lea schüttelte den Kopf. Mit einem Grinsen zog ich eine Schere hervor, die ich in einer der Küchenschubladen gefunden hatte, und hielt sie meiner Freundin unter die Nase.
„Du wolltest doch zum Friseur.", sagte ich und zehn Minuten später schnippelte ich gekonnt Leas Haare ab. Meine Mutter war Frisörin und ich hatte mir ein paar gute Tricks von ihr ab geschaut. Als ich fertig war, fegte ich die Haare zusammen und warf sie dann ins Feuer.
„Danke, jetzt geht es mir schon viel besser.", sagte Lea und schüttelte ihren Kopf. Ihre haselnussbraunen Locken reichten ihr jetzt nur noch bis knapp über die Schultern und waren jetzt fast so lang wie Emmis. Ich setzte mich wieder neben sie auf das Sofa und zusammen tranken wir unseren Tee.
„Wir müssen noch den Kalender machen.", sagte Lea und stellte ihre Tasse auf einen kleinen Tisch neben der Couch. Ich nickte und dann machten wir uns daran einen Kalender zu entwerfen. Lea zeichnete für jeden Monat ein Bild und ich malte Kästchen für die Wochentage.
„Lele, was für einen Wochentag haben wir?", fragte ich und warf Lea einen fragenden Blick zu.
„Naja, da es der erste Tag ist, wäre es doch nur logisch, wenn wir Montag haben.", sagte sie und malte die Schatten des einsamen Berges noch etwas deutlicher.
„Aber Montag ist doch so langweilig.", meinte ich und spielte mit dem Stück Kohle in meiner Hand.
„Okay, dann...ah, ich weiß. Heute ist doch der Durinstag und das hört sich doch an wie Donnerstag.", sagte Lea und ich nickte. Damit war ich einverstanden.
Uns war gar nicht aufgefallen wir schnell die Zeit verflog, doch irgendwann spendete nur noch das Feuer aus dem Kamin Licht und wir beschlossen schlafen zu gehen. Mit den ganzen Kissen aus dem Haus und unseren Sachen, die wir über die ganze Reise hinweg gesammelt hatten, bauten wir ein weiches Bett auf dem Boden und polsterten es noch mit ein paar Decken aus. Dann richteten wir das Sofa her und legten uns dann schlafen. Ich schlief auf dem Boden, was mir eigentlich nichts ausmachte, weil ich so nah am Kamin lag, der, obwohl wir das Feuer gelöscht hatten, immer noch schön warm war.
„Gute Nacht, Lele.", sagte ich müde.
„Gute Nacht, Anni.", murmelte Lea und dann schliefen wir ein.

Vier Bekloppte in MittelerdeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt