Lea POV:
Ich kniff die Augen gleich wieder zusammen, nachdem ich wieder zu mir gekommen war und gesehen hatte, wo ich mich befand. Ich hatte höllische Kopfschmerzen und außerdem bekam ich hier gerade Platzangst, da ich in klebrige Spinnenweben eingewickelt war.
Ich hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen und strampelte mit Armen und Beinen, um mich irgendwie zu befreien.
„Man, Fuck!", fluchte ich, obwohl es sich nicht so anhörte. Doch im nächsten Moment war eine dieser Albtraumspinnnen neben mir und ich erstarrte wieder. Die sollte auf keinen Fall sehen, dass ich wach war.
Es knackte und ein unterdrückter Schrei war von Bombur zu hören, als die Spinnen um ihn herum krabbelten. Ich versuchte an mir herab zu schielen und atmete erleichtert aus als ich sah, dass die Kette mit der Schmuckschließe noch sicher um meinen Hals hing. Seit ich wusste, dass sie so wertvoll war und Leben retten konnte, ließ ich sie nicht mehr aus den Augen.
Wieder war da ein Knacken und die Spinnen ließen von uns ab. Jetzt schlug ich wieder wild um mich, um aus diesen Spinnenweben zu kommen. Am ekligsten waren sie im Gesicht, da sie mich die ganze Zeit beim Atmen störten.
„Bilbo!", flüsterte ich. Ich wusste, dass er hier irgendwo sein musste.
„Alles gut, ich bin unverletzt", kam ein paar Augenblicke später leise eine Antwort und im nächsten Moment durchtrennte ein Schwert die Spinnenweben, sodass ich gen Boden fiel und sanft zwischen dem Laub landete. Jetzt konnte ich mich endlich richtig befreien.
„Uuää! Ist das eklig!", schnaubte Anne neben mir, die sich ebenfalls aus den Spinnenweben kämpfte. Ich half ihr und dann standen wir endlich wieder und wischten uns die letzten Fäden aus dem Gesicht.
„Das war echt widerlich!", sagte Anne und zog mir eine Spinnenwebe von der Schulter. Naja, komplett würde ich sie sowieso nicht loswerden.
„Das ist fast so wie Kleber.", meinte ich und zog kräftig an einer Spinnenwebe in meinen Haaren, die jetzt so schlimm wie noch nie aussahen, und wild von meinem Kopf abstanden.
„Wollt ihr nicht mal helfen?", knurrte Kili, der ein Stück von uns entfernt immer noch hoffnungslos eingewickelt auf dem Boden lag.
„Oh, da war ja was!", grinste ich, half dann aber doch den Zwergen. Wir wollten ja nicht zu gemein sein.
Als alle Zwerge aus ihren Kokons gepellt waren, sah ich mich um und entdeckte meine Bratpfanne, die einsam und allein neben einem Baum lag und schnappte sie mir gleich. Ich wollte lieber eine Waffe haben, wenn die Spinnen wieder kamen.
„Lea? Ist alles okay?"
Ich drehte mich wieder um und blickte in Thorins besorgtes Gesicht. Ich nickte und lächelte ihn vorsichtig an. Ich konnte einfach nicht mehr böse sein. Nach dem, was bei dem Basketballspiel passiert war, hing er förmlich an mir als wäre er mein persönlicher Bodyguard. Von der Sache bei Beorn will ich lieber gar nicht erst anfangen... Das war schon peinlich genug gewesen, vor allen anderen direkt auf Thorin zu landen. Ich muss schon zu geben, dass er das alles ziemlich clever eingefädelt hatte, damit ich gar nicht erst eine Chance hatte, ihn an zu schreien. Außerdem war das ja schon irgendwie süß von ihm gewesen...
Argh, hör auf sowas zu denken! Reicht langsam mal hier, befahl ich mir selber im Stillen und versuchte mich wieder auf den Zwergenkönig zu konzentrieren. Auch wenn das alles passiert war, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, dass hier zwischen uns mehr lief, dafür war Thorin doch viel zu...ja keine Ahnung, es würde halt einfach nicht zu ihm passen.
Für einen Moment sah es so aus, als würde er das Lächeln erwidern, doch das Licht war hier so schummrig, dass ich mich auch täuschen konnte.
„Wo ist Bilbo?", hörte ich Dwalin sagen und schickte noch ein: „Und wo sind Franzi und Emmi?", hinterher. Also, irgendwie wurden wir vier immer vergessen.
„Waren die überhaupt hier?", fragte Ori und ich sah ihn erstaunt an. Wenn Franzi und Emmi nicht hier waren, wo waren sie dann?
„Ich bin hier!", hörte ich den kleinen Hobbit von irgendwo aus den Bäumen über uns schreien und im nächsten Moment war da nur noch ein erstickter Schrei und ich wusste, dass der Halbling gerade mit den Spinnen kämpfen musste. Doch da wir nicht wussten, wo er sich befand, konnten wir ihm auch nicht helfen.
„Wenn Elladan hier wäre, dann...", fing Anne an und Thorin brachte sie mit einem Blick zum Schweigen. Ich musste leicht kichern. Meine Freundin hatte echt nichts anderes mehr im Kopf!
„Ist doch so...", schickte sie noch leise hinterher, nachdem sich Thorin von uns abgewandt hatte. Ich knuffte sie leicht in die Seite.
„Du wirst deinen Schnuckelputz schon noch wiedersehen", grinste ich.
„Hoffentlich!", entgegnete Anne und ignorierte den Namen einfach mal, den ich Elladan gerade gegeben hatte. Weitere Zeit zum Quatschen hatten wir dann leider nicht mehr, da diese hässlichen Kreaturen namens Spinnen wieder kamen und uns abschlachten wollten. Aber da wir schneller waren, war es eher anders rum und wir töteten viele von ihnen. Ich entschied mich für die einfachste Methode, die für unbegabte Krieger sehr effektiv zu sein schien und schlug einfach mit der Bratpfanne auf alles drauf, was sich irgendwie bewegte. Jap, ich konnte immer noch nicht kämpfen.
„Bei Mahal! Das war jetzt schon das zweite Mal. Kannst du nicht einmal wie ein normaler Zwerg kämpfen?", brüllte mir Dwalin über den Kampflärm hinweg zu. Genauso wie damals bei den Gobblins, hatte ich ihn mal wieder blindlings eins mit meiner Waffe übergezogen. Obwohl,...konnte man meine Bratpfanne als Waffe bezeichnen? Egal!
„Boha, 'tschuldigung, dass ich geboren bin, ey!", schrie ich zurück, woraufhin er mich nur bekloppt ansah.
„Ach, scheiß drauf", murmelte ich und widmete mich der nächsten Riesenspinne. Gerade zogen ein paar Zwerge an den acht Beinen einer Spinne, die über Bombur war und ich verzog angeekelt das Gesicht, als sich die Beine vom Rest des Körpers lösten. Der arme Bombur...
Aus irgendeinem Grund wurden die Spinnen immer mehr, obwohl wir die ganze Zeit welche töteten. Kurz gesagt, es herrschte ein heilloses Chaos und immer wieder rief jemand irgendeinen Namen, da wir zu wenige Waffen hatten und uns die wenigen immer gegenseitig zu werfen mussten. Aber da niemand mit einer Bratpfanne kämpfen wollte, konnte ich meine Lieblingswaffe zum Glück behalten. Das Beschissene dabei war nur leider, dass ich immer aufpassen musste, dass ich nicht von einem vorbei fliegenden Schwert erdolcht wurde.
Tja, und wie es das Schicksal wohl wollte, passte ich einmal nicht auf, wurde von Thorin zur Seite gestoßen, stolperte und landete auf dem Boden. Meine Pfanne flog durch die Luft und traf eine Spinne, die gerade Nori platt machen wollte, direkt am Kopf. Sie kippte um und ich konnte mir ein: „Haha, meine Pfanne ist halt krass!", nicht verkneifen. Nori sah mich mit großen Augen an und ich ignorierte mal die Tatsache, dass das reines Glück gewesen war.
„Tja, wer's kann, der kann's halt einfach.", sagte ich und rappelte mich wieder auf. Nori reichte mir meine Pfanne und schenkte mir ein dankbares Lächeln.
Plötzlich hörte ich ein Singen von irgendwo her und schon brachen Emmi und Franzi aus dem Unterholz und... ritten ernsthaft auf einer Spinne! Meine Kinnlade klappte runter, und auch Nori, der immer noch neben mir stand, schien total verdattert.
„Hä?", machte Anne neben mir und schlug noch einem Viech den Kopf ab. Wie sie dorthin gekommen war, war mir gerade echt ein Rätsel. Nori schien sich von seinem Schock beruhigt zu haben, naja, oder auch nicht, und wand sich jetzt der nächsten Spinne zu.
Emmi sah immer noch ziemlich bleich aus, doch Franzi dudelte fröhlich vor sich hin.
„Die beiden sind echt irre.", murmelte Anne und ich nickte zustimmend. Es lief auch alles gut, bis zu dem Moment, wo Kili die beiden entdeckte, und in Panik geriet. Er zog Pfeil und Bogen, zielte und schoss. Tja, und weil Kili kämpfen konnte, traf er natürlich genau sein Ziel. Er hatte wohl gedacht, dass die beiden in Gefahr waren, doch wie ich Franzi kannte, rastete sie sofort aus und schrie Kili an, wie er es nur wagen konnte, Heinzelein-Bernd zu töten, der dann wohl die Spinne gewesen war.
Wie Franzi auf die Idee gekommen war eine riesige Spinne Heinzelein-Bernd zu nennen, war noch eines dieser ungelösten Rätsel. Aber was ich wusste, war, dass Kili jetzt am Arsch war, denn wenn es um Franzis Sachen ging, kannte sie kein Mitleid. Sie schnauzte ihn an und weil es Kili war und nicht...keine Ahnung...Ori, schnauzte dieser einfach zurück.
Doch ich konnte ihren Streit nicht länger weiter verfolgen, da die anderen Zwerge weiter rannten, weil sie dachten, dass keine Spinnen mehr in der Nähe waren. Großer Fehler, wenn ihr mich fragt. Dass sie damit falsch lagen, bekamen sie glücklicherweise auch gleich zu spüren und ich stöhnte genervt auf, als ich Legolas auf einer Spinne surfend erblickte. Ich hatte ja noch ein bisschen Hoffnung gehabt, dass dieser Typ nicht vorkommen würde, aber jetzt machte der Elb alles zunichte. Dann konnte Tauriel auch nicht weit sein. Verdammte Scheiße. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich sie hasste?
„Emily!", schrie plötzlich Franzi und ich wirbelte herum. Ein Stück weit von uns allen entfernt, entdeckte ich Emmi am Boden liegen und Franzi rannte gerade zu meiner Freundin.
Bitte, lass sie nur ohnmächtig sein!
„Nicht!", jemand packte mich an der Schulter, als ich gerade Emmi und Franzi helfen wollte.
„Aber ich muss...", widersprach ich Thorin, doch er sah mich so streng an, dass ich einen Kopf kleiner wurde und mich lieber nicht von der Stelle bewegte.
Und dann war Tauriels großer Auftritt. Mit vielen unnötigen Specials rettete sie Kili, krass wie sie war, vor einer Spinne. Mal so nebenbei, sie ist nicht krass...
Insgeheim verfluchte ich den braunhaarigen Zwerg dafür, dass er sich gerade mit Franzi gestritten hatte. Vielleicht würde er Tauriel dann ja nicht so anschmachten.
„Ich hasse Elben!", murmelte ich leise.
*„Nimm die Finger weg!", zischte Anne einen Elben an und dieser trat erschrocken einen Schritt zurück. Die hatten sich sowieso schon gewundert, dass wir hier dabei waren und dass Anne dann auch noch so eine große Klappe bewies, hatte sie wirklich vom Hocker gehauen. Ich ließ mich lieber still durchsuchen und sah zu, wie Willi, Leggi, oder wie immer ihr Legolas auch nennen wollt, Gloin untersuchte und spöttisch eine Augenbraue hoch zog, als er das Bild von Gimli sah.
Bald lachst du nicht mehr, wenn das Gimli erfährt, dachte ich und musste leicht grinsen, als ich mir vorstellte, wie der rothaarige Zwerg in der Schlacht um Helms Klamm nicht Orks einen Kopf kürzer machte, sondern den blonden Elben.
Als nächstes nahm er sich Thorin vor und betrachtete sein Schwert Orkrist. Er laberte erst irgendwas auf Elbisch und Thorin setzte seinen Killerblick auf.
Fühl dich geehrt, nur ganz besondere Menschen bekommen diesen Blick zu sehen. Tja, oder auch nicht.
Legolas öffnete den Mund, um etwas zu sagen und ich verdrehte schon mal die Augen. Normalerweise war ich gar nicht so, dass ich einfach meine Gedanken und Gefühle preisgab, aber jetzt musste es einfach mal sein.
„Woher habt ihr das?"
„Es wurde mir geschenkt."
Auf Thorins Antwort hin, richtete Legolas das Schwert auf den Zwergenkönig.
„Nicht nur ein Dieb, sondern auch noch ein Lügner..."
„Nimm dein Schwert da weg, oder ich ramm es dir höchst persönlich in deine hässliche Fratze!", knurrte ich.
Fuck, hatte ich das gerade wirklich gesagt? Bitte, bitte sag mir, dass Franzi neben mir ist!, dachte ich, doch da war nur Balin, der mich verwundert ansah.
„Was war das gerade?", fragte Legolas. Auf der ganzen Lichtung war es still geworden und alle, wirklich alle starrten uns an. Verdammt, wieso hatte ich plötzlich so eine große Klappe? Man merkte, dass ich mit den Nerven am Ende war.
Los schnell sag was!
„Du...du hast mich schon verstanden.", stotterte ich und Legolas lachte leise. Nein, kein Witz, dieser Scheiß Kerl lachte einfach.
„Ich bezweifle, dass du dich in einer Position befindest, um so etwas zu sagen.", sagte er und wandte sich dann von mir ab.
Plötzlich rief der blonde Elb wieder einen Befehl auf Elbisch und ich bedauerte, dass über ihm keine Übersetzung in weißen Buchstaben auftauchte. War wohl doch kein Film.
Ich äffte ihn spöttisch nach, hielt aber sofort die Klappe als mir ein Elb ein Messer an den Hals hielt.
„Wagt es ja nicht, den Prinzen zu beleidigen!", drohte er und ich sah ihn nur erschrocken an. Naja, Dumme bleiben immer gleich dumm.
„Fasst sie nicht an!", mischte sich Thorin ein und bevor die ganze Situation noch weiter aus dem Ruder laufen konnte, gab der ach so tolle Legolas noch einen Befehl und der Elb, der mich bedroht hatte, schubste mich vorwärts.
„Chill mal dein Leben!", rief ich aus, aber da er nicht verstand, was ich meinte, ignorierte er mich einfach, was wahrscheinlich auch besser so war. Ich schaute ihn weiterhin grimmig an.
Scheiß Elben...
Man zog uns auf die Beine und schubste uns vorwärts. Ich warf dem Elb, der mich anfassen wollte einen giftigen Blick zu, ließ mir aber trotzdem helfen, wer weiß was passiert wäre, wenn nicht, bei meiner Tollpatschigkeit...
„Wo ist Bilbo?", raunte Bofur noch und ich hoffte, dass der kleine Hobbit sich mit Franzi und Emmi zusammen getan hatte, die auch nicht hier waren. Em war hoffentlich nichts passiert und ich machte mir jetzt schon Sorgen um meine beiden Freundinnen.
Ich holte zu Anne auf und bedauerte immer noch den Verlust meiner Bratpfanne, die mir einer der Elben, mit den Worten: „Sind Menschen einfach nur unfähig oder warum benutzen sie eine Bratpfanne zum kämpfen?", abgenommen hatte. Ich hätte sie ihm am liebsten gleich über den Kopf gezogen, so wie der Spinne vorhin, aber ich übte mich in eiserner Ruhe.
Jetzt erst fiel mir auf, dass wirklich alle Elben hier, außer Leggi, dunkle oder rote Haare hatten und ich fragte mich, ob Legolas seine wohl gefärbt hatte. Naja, ich wusste ja schon immer, dass er ein Mädchen war...
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Vier Bekloppte in Mittelerde
Fiksi PenggemarVier Bekloppte schaffen es das Leben in Mittelerde komplett umzukrempeln. Sie halten den krassesten Typen für schwul, spielen ihm Streiche, zerstören eine komplette Frisur und schießen andauernd Selfies. Sie machen mehr kaputt, als irgendwie zu hel...
