Emmi POV:
Okay, ich hatte ein Pause. Eine Pause, in der ich schlafen und was Essen konnte. In der ich ganz kurz Ruhe hatte...naja, aber diese Pause dauerte maximal eine Stunde, bevor Tauriel mich zwang die Nachtwache zu übernehmen, um dann selber drei Stunden schlafen zu können.
Und jetzt meckerte sie mich an, dass ich nicht schnell genug war. Wer kam denn auch bitte auf die total bescheuerte Idee Berge zu erfinden? Die sind total bescheuert. Nach Legolas Blick, sah man mir an, dass ich schlechte Laune hatte. Wie denn auch nicht mit dieser Elbin, zu wenig Schlaf und Muskelkater?
Als Tauriel gerade wieder etwas sagen wollte, hob Legolas die Hand und schnitt ihr das Wort ab, dann sagte er etwas auf Elbisch zu ihr und Tauriel verzog wütend das Gesicht. Zu mir sagte er: „Wir sind gleich da", und lief schon weiter.
Nach gefühlten weiteren Tagen des Laufens, kamen wir endlich da an, wo wir hin wollten. Legolas und Tauriel schlichen sich voran und versteckten sich hinter einem großen Felsen, um diesen krassen Berg, dessen Namen ich schon wieder vergessen hatte, zu beobachten. Ich latschte ganz gelassen neben ihnen her und ließ mich like Omma auf den Boden fallen. Meine Füße taten weh und ich hatte bestimmt schon Blasen an den Füßen.
„Der Gundabad-Berg...was liegt dahinter?", fragte Tauriel und ich seufzte leise und sagte dann: „Land, Wasser, Erde, genau wie davor."
Die beiden Elben ignorierten meinen Einwurf geflissentlich, obwohl ich sah wie Legolas leicht grinste, bevor er schließlich antwortete.
„Ein weiterer Feind. Das vergangene Königreich Angmar. Diese Festung war einst das Bollwerk. Hier befanden sich ihre Waffenkammern, hier wurden ihre Kriegsgeräte geschmiedet.", flüsterte Legolas und ich bemerkte eine kleine Gänsehaut, die über meinen Rücken fuhr. Plötzlich schreckte Tauriel auf.
„Ein Licht! Etwas hat sich bewegt!", flüsterte sie und plötzlich sah ich sie vor mir. Eine kleine vier jährige Tauriel ganz wild darauf Abenteuer zu erleben und wie sie schon aufgeregt in den Wald raus läuft...okay, stolpert und dann hin klatscht, wir wollen ja kein zu gutes Bild von ihr vermitteln.
Jetzt bin ich abgewichen. Also: In einem kleinen Fenster der Burg flackerte ein Licht und man konnte die schemenhafte Gestalt eines...Dinges erkennen.
„Wir warten auf den Schutz der Nacht. Dies ist ein böser Ort.", sagte Legolas und blickte vom Gundabad-Berg erst zu mir und dann auf den Boden.
„In einem anderen Zeitalter führte unser Volk Krieg auf diesem Land. Meine Mutter starb dort. Mein Vater spricht nicht davon. Es gibt kein Grab. Keine Erinnerung. Nichts..."
Es war als würden ihm die letzten Worte im Hals stecken bleiben und schließlich, als er aufblickte, sah ich in seinen Augen die Trauer und den Schmerz, den er empfand und aus irgendeinem blöden Reflex heraus legte ich sachte meine Hand auf seine und lächelte ihm aufmunternd zu, was von Tauriel natürlich gar nicht gerne gesehen wurde. Ich blickte zu der kleinen Festung, die aus dem dunkelroten Stein des Berges gehauen war und bedrohlich in den Himmel ragte.
„Ihr solltet noch ein bisschen schlafen, wir haben eine lange Nacht vor uns.", sagte Legolas und ich nickte und legte mich schlafen.
*
Als ich wieder aufwachte, war die Sonne bereits unter gegangen und ich fühlte mich wesentlich besser als vorher. Legolas hatte mich geweckt, während er sich leise mit Tauriel auf Elbisch unterhielt. Gerade in dem Moment, wo die beiden aufstehen wollten, und ich geflissentlich sitzen blieb, schossen die Fledermäuse an uns vorbei und die beiden Elben schmissen sich beinahe hinter den Stein zurück.
„Was...?", fragte Tauriel, doch Legolas bedeutete ihr sofort leise zu sein. Die Fledermäuse zogen weit über uns ihre Kreise und drehten dann ab zum Berg. Sie glitten völlig leise durch die Luft und verschmolzen mit den Schatten.
„Diese Fledermäuse werden nur zu einem Zweck gezüchtet.", fluchte Legolas leise und ich blickte nach rechts zu ihm.
„Für welchen?", fragte Tauriel, doch sie schien die Antwort bereits zu kennen.
„Für Krieg.", antwortete der Elbenprinz und in meinem Inneren zog sich alles zusammen. In diesem Moment trat Bolg mit einem Warg auf einen Felsvorsprung und schrie irgendwas auf seinem Sprache. Im nächsten Moment ertönten Hörner und dann sah ich die riesige Orkarmee, die mit Fackeln und ihren Waffen den Berg verließen und sich auf machten, in Richtung Einsamer Berg.
Tauriel rief etwas auf elbisch und wollte aufspringen, doch ich packte sie und zischte: „Ja, wir müssen die anderen warnen, aber wenn du jetzt los rennst, bemerken dich die Orks und dann töten sie uns."
Die beiden Elben sahen mich mit großen Augen an, offenbar hatte niemand von ihnen erwartet, dass ich verstehen würde, was Tauriel gesagt hatte. Legolas nickte und erst als wir das Gefühl hatten, wir würden hier weg kommen, rannten wir los.
Der Weg vom Berg runter war wesentlich kürzer als der Bergauf. Ich hatte das Gefühl meine Füße flogen über den rauen Stein während in meinem Rücken die Sonne aufging.
Die rothaarige Elbin rief etwas und obwohl es keinen Untertitel gab, wusste ich trotzdem was sie sagen wollte. Wir sollten uns beeilen.
Endlich konnte ich unsere Pferde sehen und dann waren wir bei ihnen. Legolas half mir auf sein Pferd und setzte sich dann in den Sattel. Der Tag kämpfte bereits mit der Nacht um jeden Moment, als wir endlich im gestreckten Galopp durch einen Wald jagten. Bäume zogen in meinem Augenwinkel an uns vorbei und ich konnte es kaum glauben, dass Legolas uns nicht gegen einen Baum manövrierte. Ich klammerte mich an ihm fest und versuchte nicht runter zu fallen.
Ich weiß nicht wie lange wir so unterwegs waren, aber irgendwann mussten wir eine Pause machen. Die Pferde waren müde, genau wie wir und mussten was essen. Also hielten wir im Schutz eines Waldes an und wenn ich gewusst hätte, was dort passieren wird, wäre ich wohl nicht so entspannt gewesen...
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Vier Bekloppte in Mittelerde
FanfictionVier Bekloppte schaffen es das Leben in Mittelerde komplett umzukrempeln. Sie halten den krassesten Typen für schwul, spielen ihm Streiche, zerstören eine komplette Frisur und schießen andauernd Selfies. Sie machen mehr kaputt, als irgendwie zu hel...
