Mr. Google stellt ja offensichtlich den besten Freund und Helfer da, wenn es um ganz große Probleme der Menschheit geht.
Wenn man etwas wirklich dringend wissen muss, wie den Namen eines bedeutenden Schauspielers oder wann die Glühbirne erfunden wurde, dann brachte mich der beste technische Freund des Menschens weiter.
Ging es um wichtigere Dinge, die die Grenzen meines nicht vergessenden Hirns sprengten, dann half mir nicht einmal mehr die multifunktionelle Suchmaschine und sein Komplize das Internet weiter.
Jacopo Giulanis und Adrianos Mafiagenossen zu ergoogeln brachte mir am heutigen Tag Nichts ein.
Andauernd wurden mir nur Websiten der Unternehmen angezeigt, die durch das legale Familienunternehmen nach oben kletterten und nun fatal abstürzten.
Gestern dudelte im Radio das eine der ersten Firmen, in die Colourfull Investments Geld gelegt hatte, Insolvenz anmelden musste, da ihre Aktien ins Minus gefallen sind, seit Giulani nicht mehr atmete.
Die italienische Polizei erwachte noch immer nicht aus ihrem Mittagsschläfchen und hielt mich am laufenden Band in der Warteschleife.
Adriano entwickelte sich in den Medien immer mehr zu einer Abrissbirne seiner selbst.
Seit seiner Aktion mit dem Paparazzi am Montag hatte er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen, doch bereits das hatte ausgereicht, um über Nacht Grund für drei weitere Unternehmen zu sein ihre Zuammenarbeit mit Colourfull zu kappen.
Nach unserer hitzigen Diskussion, die sich darin verlaufen hatte, dass ich mich zu einem untaktvollem Miststück entwickelt hatte, hatte ich nicht mehr viel von Adriano mitbekommen, außer das was von ihm in der Klatschpresse berichtet wurde.
Leighton hielt mich weitesgehend in unserer Wohnung vom Radio fern und fuhr mich tagtäglich zur Arbeit und wieder nach Hause, seit er mitgeschnitten hatte, dass Adriano sich in dem selben Stadtteil in DC. Aufhielt wie wir.
Natürlich erwähnte er dies nicht direkt.
Leighton fand die letzten vier Tage wunderbare charmante und süße Worte mich zum Frühstück ins Stardust auszuführen, um mich danach mit dem Wissen, dass ich Adriano in seiner Gegenwart nicht begegnen würde, auf Arbeit zu bringen.
Celine hatte sich in ihren pampigen Bemerkungen mir gegenüber gezügelt.
Mittlerweile hatte sie ihre mahnenden Worte vom Wochenende vergessen und wir tauschten uns wie eh und je als beste Freundinnen aus.
Monty wusste, wie Leighton, noch gar nicht dass Celines neuer Grund ununterbrochen zu summen und glücklich zu sein, aus Cole bestand, der sie jeden Abend vor dem Stardust abholte und ihr ein teures Restaurant nach dem anderen zeigte.
Das mit den beiden ging noch nicht lange, aber wie damals spürte ich, wie Celine über sich selber hinauswuchs, mehr als sonst, und sie in ihrer neu aufgeflammten Beziehung aufging.
Wenigstens lief ihr Leben famos.
Sie musste nicht verstecken mit wenn sie ihre Zeit außerhalb der Arbeit und in Abwesenheit von Monty verbrachte.
Ich dagegen musste alle Zügel anziehen mein großes gewagtes Geheimnis vor Leighton zu wahren, der mir mit des Rätsels Lösung meinen Knoten im Magen loszuwerden, nicht weiterhalf.
Aßen wir nicht am Morgen im Stardust, oder saß ich nicht in meinem Büro und googelte sinnlos einen interessanten italienischen Namen nach dem anderen, erpichte sich meine bessere Hälfte darauf mich rund um die Uhr ins Bett kriegen zu wollen.
Wenn er mich zwischen durch aus der Kanzlei abholte, da ich keine Wände und keinen Computer mehr sehen konnte, steuerte er sofort unsere Wohnung an.
Er gab alles daran mir den Kopf zu verdrehen, als wäre ihm dies nicht bereits vor Jahren gelungen.
Psychologisch erklärte ich mir sein Verhalten so, dass er sein Gebiet markieren wollte, sollte Adriano mir doch über den Weg laufen, denn mein Hals schimmerte, unter unzähligen Schichten teurer Foundation, nur so von blauen Knutschflecken, die Leighton mit allen Bemühungen verteilt hatte.
Menschlich und daran ableitend, dass mein Verlobter sich den miesen Scherz erlaubt hatte meine Pillen in dem Schrank unter dem Abwaschbecken in der Küche zu verstecken, schloss ich für mich, dass er tatsächlich Torschusspanik bekam.
Es wäre ja nicht so als würde mein Körper von heute auf Morgen einfach so sagen „Kaileigh, weißt du was? Ich will nicht mehr fruchtbar sein. Lass uns doch einfach nie in diesem Leben Kinder auf die Welt bringen."
Den Mut Leighton aus seinem rolligen Verhalten zu erwecken, den konnte ich leider auch nicht aufbringen.
Zum einen weil ich nicht mit ihm streiten wollte, selbst wenn er meine Sorgen verstehen würde, zum anderen weil er genau wusste welche Schalter er drücken musste, um mich für sich zu gewinnen.
Und ganz ehrlich? Um mein Problem mit Adriano an den Rand meines Hirns zu befördern, würde ich den ganzen Tag mit Leighton im Bett verbringen und mich auf alle Formen und Varianten von ihm verwöhnen und in den siebten Himmel bringen lassen.
Denn das waren die einzigen Minuten am Tag, in dem mein Kopf es nicht für nötig hielt viel zu denken, außer daran wie ich Leighton schnellst möglich die Sachen vom Leib riss oder wie ich wo mit meinen Händen seinen Körper abtastete und mich an ihm festhielt.
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Deadend
Romance"Was soll ich denn bitte machen, dass über dein Erscheinen von meinen Kollegen als Notfall gesprochen wird. Habt ihr mit Menschen gehandelt und ich soll Spuren verwischen? Habt ihr Gelder hinterzogen? Jemanden ausversehentlich mit einem gezielten Ko...
