Ich drehte mich um und rannte aus dem Haus, weg von meinen Problem.
Erst als ich nicht mehr wusste wo ich mich befand blieb ich stehen. Ich sah mich um. Wirklich nichts kam mir bekannt vor. Anne war ja nicht in der Stadt, sie wäre sonst die Erste, die ich in so einer Lage angerufen hätte. Also probierte ich es bei Niall. Der ging aber auch nicht an sein Telefon. Mist. Und nicht mal eine Bushaltestelle in der Nähe. Ich beschloss Louis anzurufen, obwohl es schwer werden würde vor ihm die Fassung zu bewahren. Ach egal, ich rief ihn an.
"Louis, ich habe ein Problem." - "Ja?" - "Ich habe mich hoffnungslos verlaufen und hab keine Ahnung wie ich Heim komme. Vielleicht kennst du die Straße ja oder hast Internet, dann könntest du mir sagen wo ich lang muss." - "Ja klar mach ich, wie heißt die Straße denn?" - "Agryll Street." - "Oh, ich bin ganz in der Nähe. Warte, ich hol ab." - "Tausend Dank, Louis!"
So stand ich also mutterseelenallein auf dem Bürgersteig. In der Angst, Harry könnte mich vor Louis finden.
Doch nach nur zwei Minuten kam auch schon Louis um die Ecke gefahren. "Steig ein." meinte er und grinste. Ich öffnete die Tür und stieg ein. "Vielen Dank noch mal." meinte ich und rang mir ein Lächeln ab. Louis fuhr los. "Warst du heute nicht mit Niall ein Brautkleid kaufen?" fragte er neugierig und sah auf meine leeren Hände. Ich schluckte. "Ja.. Aber ich hab in der Eile die Tüte wohl bei Eleanor vergessen. Ich wollte ihr nur schnell das Kleid zeigen." Tränen stiegen mir in die Augen. Gott sein Dank konzentrierte sich Louis aufs fahren. "Oh, wollen wir schnell bei uns vorbei fahren und es holen?" fragte er. "Nein!" sagte ich panisch. Jetzt sah Louis zu mir rüber. Er sah die Angst in meinem Gesicht, gemischt mit der Wut, die in mir kochte und er sah die Tränen in meinen Augen, die zeigten wie traurig und enttäuscht ich war.
"Was ist los?" fragte Louis leise. "Alles okay, Kathy?" Besorgt sah er mich an. Jetzt konnte ich das Schauspielern auch sein lassen. Ich schüttelte den Kopf. Tränen liefen mir übers Gesicht. "Ich denke wir sollten uns auf eine Parkbank setzten, damit du mir in Ruhe erzählen kannst was los ist." meinte er und parkte in der nächsten Straße. Wir stiegen aus und liefen schweigend zum Richmond Park. Ich konnte spüren, dass Louis mit dieser Situation nicht umgehen konnte. Als wir endlich am Park ankamen setzten wir auf die nächste Bank. Louis bot mir ein Taschentuch an. Ich muss schrecklich ausgesehen haben.
"Also, was ist los?" fragte er. Ich sah ihn an. Konnte ich ihm das antun? Sollte ich seine Beziehung ruinieren? Oder sollte ich ihn einfach in dem Glauben lassen, dass Eleanor ein liebes Mädchen ist? Ich entschied mich dagegen. "Harry hat mich betrogen." presste ich heraus. Louis sprang auf. "Dieser Idiot! Oh, ich könnt ihm in die Fr*sse hauen!!" schrie er. "Louis! Alles ist gut." versuchte ich ihn zu beruhigen. "Nichts ist gut! Ihr wolltet in fünf Tagen heiraten und dann so was! Ich habe Harry noch nie so glücklich erlebt, wie wenn er mit zusammen ist. Wieso tut er das?!" Louis lief auf und ab. Plötzlich blieb er stehen. "Mit wem hat der dich betrogen?" M*st es sah so aus als wäre ihm ein Licht aufgegangen. Vielleicht hätte ich nicht so panisch reagieren sollen, als er sein Haus erwähnte, aber was hätte ich schon machen können? Ich war machtlos gegen die Gefühle, die in mir tobten. Trauer, Wut und Enttäuschung. Ich sah auf meine Hände. "Weiß ich nicht." nuschelte ich. "Kathy, du warst schon immer eine miserable Lügnerin gewesen." meinte Louis und rang sich ein Lächeln ab. Er setzte sich wieder neben mich und sah mich fragend an. "Ich kann dir nicht sagen wer es war." sagte ich und starrte weiterhin meine Hände an. Louis legte mir zwei Finger Unters Kinn und hob meinen Kopf hoch, so dass ich ihn nun angucken musste. "Wer war es Kathy? Du kannst es mir ruhig sagen." meinte er. Ich versuchte ihm nicht in die Augen zu sehen, als ich sagte: "Irgendso eine Blonde Tussie." Louis nahm seine Hand weg. "Wieso kannst du mir nicht sagen wer es war?" fragte er nun schon leicht wütend. Ich verstand dass er sich Sorgen machte, er war ja nicht dumm. Vielleicht hatte Louis ein Recht darauf zu erfahren wie Eleanor wirklich ist...
Ich beschloss es ihm zu erzählen. "Es war Eleanor." sagte ich und sah ihm gerade Wegs in die Augen. "Wie bitte??" fragte Louis entsetzt. "Harry hat mich mit Eleanor betrogen." wiederholte ich. Louis rang sichtlich um Fassung. "Bist du dir sicher?" fragte er. "Ja ganz sicher." meinte ich. Louis sprang auf. Sei Atem ging schnell. Vielleicht hätte ich es ihm doch nicht erzählen sollen. "Louis es tut mir leid." sagte ich und sah ihn besorgt an. "Es ist schon gut, dass du mir das gesagt hast. Dankeschön. Ich muss nur erst einmal damit klar kommen." meinte er. "Wenn du jetzt ein bisschen Zeit für dich brauchst, geh ruhig." bot ich ihm an. "Du findest allein Nach Hause?" fragte er. "Ja", meinte ich und lächelte, "Mir gehts gut." Zumindestens im Moment noch. Louis verschwand ohne ein weiteres Wort im Richtung des Autos.
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Men marry women with the hope they will never change. Women marry men with the hope they will change. Invariably they are both disappointed.
- Albert Einstein
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Das Leben der Kathy Styles
Romansa"Er war groß, mindestens einen halben Kopf größer als ich, und er hatte süße braune Locken. Obwohl er ganz offensichtlich versucht hatte sie zu bändigen, in dem er sie nach oben und dann nach hinten gelte, kringelten sich doch einige heraus. Schließ...
