Das letzte Kapitel (64)

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Seid dem Harry mich bei Niall besucht hatte waren nun 3 Tage vergangen. Wirklich besser ging es mir immer noch nicht. Ich hatte mir abgewöhnt in den Spiegel zu sehen, weil ich das Ergebnis des Liebeskummers nicht sehen wollte. Es fühlte sich an als wäre man nur noch ein Zuschauer des Geschehen um einen herum. Als würde man im Wasser tauchen und die Leute außerhalb des Beckens beobachten. Doch anstatt irgendwann wieder aufzutauchen sinke ich nur immer tiefer.

"Komm, du musst mal ein bisschen raus." meinte Niall und hielt mir seine Hand hin. Ich ergriff sie und stand auf. "Wohin willst du denn?" fragte ich. Es war vielleicht ganz gut, dass ich mal ein bisschen raus kam. Die letzten drei Tage habe ich ausschließlich in der Wohnung verbracht. "Lass uns einfach zum Bäcker gehen und Kuchen kaufen." sagte Niall und lächelte. Ich nickte nur.

Als das Sonnenlicht mir entgegen flutete musste ich mir die Hand vor die Augen halten. Es war wahnsinnig hell draußen. Wir gingen langsam die Straße entlang. Der Bäcker war gleich um die nächste Ecke. Doch mir kam es vor wie eine stundenlange Wanderung. Ich war völlig entkräftet. Plötzlich hörten wir ein Rufen hinter uns. "Hey, Kathy und Niall!" Wir drehten uns um. Vor uns standen Reporter die eifrig Fotos machten. Schnell drehten wir uns wieder um und liefen weiter. Doch sie verfolgten uns. "Kathy, was ist aus ihnen und Harry geworden? Wieso wurde die Hochzeit abgesagt?" Niall musste mich stützen, damit ich nicht zusammen klappte. Er schob mich immer weiter durch die Reporter hindurch. Ich musste mich zusammen reißen nicht zu weinen.

Als wir dann endlich wieder zu Hause waren. Musste ich mich erst einmal an die Tür lehnen. "Tut mir leid." meinte Niall und sah mich mitfühlend an. "Ist schon okay", sagte ich in Zwang mich zu einem Lächeln, "War ja nicht deine Schuld." Ich bemühte mich so zu tun, als hätte dieser Vorfall keine Bedeutung. Doch noch am selben Abend fasste ich einen Entschluss. Ich musste hier weg. Diese Stadt und diese Leute machte mich krank. Ich musste weg von Harry, von Niall, von Louis und von Eleanor. Sonst würde mich diese Geschichte auf Ewig verfolgen. Ich beschloss noch am nächsten Tag zurück nach Kanada zu fliegen.

Mitten in der Nacht, während Niall noch schlief, stand ich auf und begann meinen Koffer zu packen. Es dauerte nicht lange, alles was mir noch geblieben zusammen zu suchen. Ich rollte den Koffer leise in den Flur. Es war an der Zeit zu gehen. Vorher musste ich jedoch noch etwas erledigen. Vorsichtig schlich ich in Niall's Zimmer. Er schlief tief und fest. Ich lief zu seinem Nachttisch und legte den Brief darauf. Darin erklärte ich warum ich gehen musste. Ich hoffte so sehr, dass er das verstehen würde. "Ich habe dich nicht verdient." flüsterte ich und verlies sein Zimmer.

Nun gab es nur noch zwei Menschen die mich von dem Flughafen trennten. Im Taxi rief ich Anne an.

"Hey?" - "Hi, hier ist Kathy." - "Was ist los? Alles in Ordnung?" - "Ich werde zurück nach Kanada fliegen." - "Wann?" - "Noch heute"- "Warte, ich muss noch packen." - "Anne, du musst nicht mitkommen. Ich weiß wie sehr du London liebst. Und was ist mit diesem Marius?" - "Ich kenne ihn doch gar nicht wirklich. Außerdem bin ich deine Managerin." - "Noch nicht, dass kann ja noch werden. Keine Sorge, ich werde noch Morgen meinen Vertrag bei C&B kündigen. Ich wollte dir nur sagen wie dankbar ich dir bin. Was du alles für mich getan hast ist unglaublich. Danke." - "Ich danke dir. Du bist ein wundervoller Mensch, vergiss das nie." [...]

Das Taxi hielt an. "Bitte warten sie hier." sagte ich zu dem Fahrer und stieg aus.

Das Haus sah aus wie eine riesige Festung. Ich holte tief Luft und schloss die Tür auf. Im Inneren sah immer alles noch ganz genau so aus wie ich es in Erinnerung hatte. Auf der Kommode im Flur standen Fotos von mir und Harry. Schnell ging ich weiter. Ich durfte jetzt nicht rührselig werden. Vorsichtig ging ich die Treppen hinauf und lief bis zu dem Schlafzimmer. Ich holte tief Luft bevor ich die Tür öffnete. Da lag er. Harry sah aus wie ein Engel, wenn er schlief. So unschuldig. Seinen braunen Locken hingen ihm ins Gesicht. Er hatte die Hände um sein Kissen geschlungen, als wäre es ein Mensch. Früher hatte er mich immer so gehalten wenn wir schliefen. Langsam ging ich auf das Bett zu. Sein Atem ging ruhig und gleichmäßig. Plötzlich flüstere er meinen Namen. "Kathy." Ich dachte schon er hätte mich bemerkt, doch dann stellte ich fest, dass er immer noch schlief. Erleichtert atmete ich auf. Eigentlich war ich nur hergekommen um ihm die Schlüssel zu geben. Doch als Harry dort so lag, so verwundbar, wie in kleines Kind. Da konnte ich nicht anders. Ich beugte mich zu ihn hinunter und küsste ihn. Ganz sanft, damit er ja nicht aufwachte. Ich hatte das Gefühl er erwiederte meinen Kuss, ganz sicher war ich mir jedoch nicht. "Ich liebe dich, Harry." flüsterte ich, als ich mich wieder von ihn löste, und strich ihm eine der Locken aus dem Gesicht. Dann legte ich den Schlüssel auf den Nachttisch und verlies das Zimmer.

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True love stories never have endings.

- Richard Bach

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Tja, das wars dann wohl mit der Geschichte. Das hier war das letzte Kapitel.

Doch, meine Lieben, ich habe mir gedacht, dass nach all dem was ihr durchgemacht habt, ein Recht auf einen Epilog habt....

mrs_kathy_styles

Das Leben der Kathy StylesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt