Sicht Sebastian
,,Was denkt der sich eigentlich?'', beschwerte ich mich bei Felix. ,,Lass ihn doch. Er macht sich nur Sorgen und ich auch ehrlich gesagt. Wir haben es einfach mal ausprobiert aber ich will das so auch nicht mehr'', meinte dieser. Genervt zog ich eine Augenbraue hoch und drehte mich weg. ,,Basti, warte!'' Felix lief mir hinterher. ,,Ich meine es doch nicht böse. Ich will nur nicht das du da nicht wieder raus kommst.'' Er sah mich mit seinen rehbraunen Augen an und schmollte ein wenig. Ich nahm ihn in den Arm und drückte ihn an mich. ,,BAH ALTER! SIEH DIR MAL DIESE SCHWUCHTELN AN!!'' Als ich sah, wer das gerufen hatte, kochte wieder Wut in mir hoch und ich schob Felix hinter mich. ,,Wusste nicht das du jetzt auch unter die Loser gegangen bist!'', lachte Patrick. ,,Und ich wusste nicht, dass du ein noch größerer Spast geworden bist. Aber da kannst du mal sehen!'' Er kniff die Augen zu Schlitzen zusammen und kam bedrohlich auf mich zu. Hinter ihm stand eine Gruppe von Leuten: Freddie (natürlich), dann zwei Typen die ich nicht kannte und ... ,,ALEX?!'', fragte ich ungläubig. ,,Oh wusstest du es nicht? Er hasst dich auch. Und wir werden dir jetzt eine Lektion erteilen.'' Damit kam er auf mich und Felix zu. Freddie hielt Felix fest während Patrick mich auf den Boden schubste und begann auf mich ein zu treten. ,,LASST IHN IN RUHE! NEHM MICH ABER LASST IHN!'', hörte ich Felix schreien. Doch ich bekam von dem Schmerz nichts mir, hörte nur das Lachen der Jungs und stand schnell auf. Aus meiner Nase lief Blut und ich spuckte das Blut aus, was sich in meinem Mund gesammelt hatte. Plötzlich griffen mich von hinten Hände und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Sie drehten mich so, dass ich jetzt Felix ansehen konnte. Patrick stand grinsend vor ihm und Freddie hielt ihn weiter fest, drehte seine Arme auf seinen Rücken. ,,LASST IHN!'', schrie ich und sah, wie Patrick Felix in den Magen boxte. Dieser krümmte sich vor Schmerz und ich schrie wütend auf. Patrick trat Felix einmal in die Kniekehle und er fiel auf den Boden. Über sein Gesicht rannen Tränen und er hatte eine Platzwunde. ,,Guck genau hin Homo!'', meinte Patrick bedrohlich und zog ein Messer aus seiner Tasche, setzte es an Felix Gesicht an und ... fiel auf den Boden. ,,Was zum ..?!'' Ich drehte meinen Kopf und sah dort Tim stehen. Er griff Patrick am Kragen und zog sein Gesicht ganz nah an sich flüsterte zwischen zusammen gebissenen Zähnen:,, Was hab ich dir gesagt?'' Patrick spuckte Tim einmal ins Gesicht und kassierte dafür direkt einen Tritt von Stegi, welcher auch angekommen war. Geschockt sah er Alex an. Sein Blick wurde leer und er drehte sich zu Freddie. ,,Lass ihn los!'' ,,Nur wenn Tim zu uns wechselt! Dann lass ich euch alle in Ruhe. Ich will nur Tim'', sagte Patrick plötzlich. Tims Griff lockerte sich und Palle stand schnell auf. Tim sah zu Stegi, dieser hatte Tränen in den Augen:,, Tim, tu es nicht!'' Tim stand langsam auf, stellte sich genau vor Patrick und fragte dann:,, Meinst du es ernst? Du lässt sie in Ruhe?'' Patrick nickte fies grinsend und hielt Tim die Hand hin. ,,Tim, alter , nein!'', rief jetzt auch ich. ,,Es tut mir so leid, aber nur so kann ich dafür sorgen, dass er euch nichts mehr tut.'' Er ging zu Stegi, drückte diesen kurz an sich und gab ihm einen Kuss auf den Scheitel. ,,Tim, bitte..'',schluchzte Stegi. Dann nahm Tim die Hand von Patrick und schüttelte sie. ,,Deal.'' Stegi brach zusammen und Patrick pfiff seine Jungs zurück. Sofort fielen Felix und ich ebenfalls auf den Boden und sie verschwanden. ,,Hey, Stegi, beruhig dich...'', Felix drückte Stegi an sich und tätschelte ihm unbeholfen den Rücken. Dabei sah er mich Hilfesuchend an und ich half ihm, Stegi wieder auf die Beine zu stellen. Wir gingen zur Krankenstation und ließen uns behandeln. Die Schwester fragte, was mit Stegi ist, doch dieser antwortete nicht und wir sagten, dass er nichts abbekommen hat und nur einen Schock hat. Als sie die Wunden versorgt und uns eine Tablette gegen die Schmerzen gegeben hat, gingen wir, mit Stegi im Schlepptau wieder auf das Zimmer. Wir platzierten ihn auf seinem Bett und sofort griff er sich seine Bettdecke und roch dran. Die ganze Zeit liefen Tränen über seine Wangen und wir versuchten ihn zu trösten. Stegi griff sich eins von Tims Shirts und zog es sich statt seinem eigenen an. Dann legte er sich hin und drehte uns den Rücken zu. Die Tür flog auf und Tim trat ein. Er musterte uns mit kaltem Blick und packte dann seine Sachen in eine Tasche. ,,Tim, es geht ihm furchtbar'', flüsterte Felix und hoffte eine Reaktion von diesem zu bekommen. Er jedoch stopfte weiter seine Klamotten in die Sporttasche und stand dann vor Stegis Bett. ,,Gib mir das Shirt Stegi!'', sagte er laut und dieser drehte sich zu Tim um, stand auf und wollte seine Hand nehmen. Tim zog sie jedoch weg, zeigte auf das Shirt und wartete, dass Stegi reagierte. Das tat er jedoch nicht. Also griff er den Saum des Shirts und zog es Stegi einfach über den Kopf, warf es sich über seine Schulter, nahm seine Tasche und verließ das Zimmer. Stegi stand einfach da, Oberkörper frei, und starrte auf die Tür, die Tim hinter sich zugeknallt hatte. ,,Stegi?'', fragte ich vorsichtig, legte eine Hand auf Stegis Schulter und reichte ihm ein Shirt. ,,Zieh das an. Wir holen dir was zu essen.'' Felix und ich verließen das Zimmer und kamen eine halbe Stunde später wieder, bewaffnet mit einer Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Als wir das Zimmer betraten, war Stegi verschwunden. Auf seinem Bett lag nur ein Zettel. Auf diesem stand: Tut mir leid, ich halte das nicht aus. Danke, für alles Jungs.'' Felix und ich schauten uns an, die Glasflasche glitt mir aus der Hand, zerschellte auf dem Boden und wir rannten raus. Wir mussten ihn finden.

DU LIEST GERADE
Stexpert - das ist nicht nur ein Name, sondern ein Lebensgefühl
FanfictionStexpert FF