Sicht Tim
Am nächsten Morgen wurde ich wach durch Sonnenstrahlen die durch die Lücke zwischen den Gardinen fielen. Ich schaute zu Seite und sah das wunderschöne Gesicht meines Freundes. Meines Verlobten. Ein Grinsen schlich sich in meine Gesicht und ich strich ihm sanft seine blonden Haare zurück die ihm ins Gesicht gefallen waren. Vorsichtig beugte ich mich über ihn und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann griff ich nach seiner Hand und drehte sie so, dass der Ring an seinem Finger im Sonnenlicht glänzte. Ich wünschte mir, dass die Zeit stehen bleibt. Gestern waren wir noch bis spät in der Nacht feiern gewesen und hatten auf die Verlobung angestoßen. Die drei Jungs hatten sich zusammen ein Zimmer hier im gleichen Hotel geholt und wir sind irgendwann gegen frühen Morgen ins Bett gegangen. Stegi war schnell eingeschlafen, doch ich war noch etwas wach und dachte nach. Im Kopf plante ich schon ein wenig die Hochzeit. Es sollte alles perfekt sein. Ich stieg vorsichtig aus dem Bett um Stegi nicht zu wecken und ging unter die Dusche. Als ich wieder aus dem Bad kam, stand mein Verlobter in einer Decke gewickelt auf dem Balkon und schaute auf die Stadt unter sich. ,,Guten morgen'', hauchte ich und küsste ihn auf die Wange. Er lächelte mich an und lehnte sich gegen mich. Meine Arme schlossen sich von allein um ihn und hielten ihn fest. Dann klopfte es an der Tür und ich löste mich und ging hin um sie zu öffnen. Vor mir standen die anderen drei und strahlten mich an. ,,Hey Tim. Wollt ihr mit frühstücken kommen?'', fragte Manu und ich schaute zu Stegi der sich grad ein Shirt über den Kopf zog. ,,Ja, wir kommen gerne mit. Kommt kurz rein.'' Ich ging einen Schritt zur Seite und die drei betraten den Raum. Wir machten uns schnell fertig und gingen dann in ein Café, welches auf der anderen Straßenseite lag und bestellten uns jeder einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen. ,,Wie geht es dir eigentlich Manu?'', fragte Stegi und Manu schaute hoch. ,,Gut. Der Arzt sagt, man sieht nicht mehr an meinen Blutbildern.'' Ich wusste, dass sie von seiner Krankheit sprachen. Die anderen beiden jedoch sahen Stegi und Manu fragend an. ,,Ich hatte vor einer Weile eine sehr seltene Krankheit und war lange im Krankenhaus. Stegi stand mir damals bei und hat mir durchgeholfen'' Ich merkte, dass Stegi Tränen in den Augen standen und griff nach seiner Hand. Er schaute mich an und lächelte mich vorsichtig an. Er wusste, ich war schnell mal eifersüchtig aber nicht, wenn es um Manu ging. Ich wusste, Manu hatte ihm damals sehr geholfen und er hatte Stegi eine Menge bedeutet. Manu bedeutet ihm immernoch eine Menge. Das akzeptiere ich und ich glaube, deshalb können wir auch Freunde sein. Basti und Felix unterhielten sich über irgendein neues Videospiel und ich strich mit meinem Daumen über Stegis Handrücken während sich dieser mit Manu unterhielt. Es war einfach perfekt. Wir winkten eine Kellnerin ran und ich bezahlte die Rechnung. Heute wollten wir in den Central Park fahren und ein Picknick machen. ,,Sag mal, dann hab ich Felix ja doch neulich gesehen! Und das gestern morgen war gelogen? Das mit der Wohnung?'', meinte Stegi plötzlich an mich gewandt und ich nickte grinsend. ,,Ja, Felix sollte sich eigentlich unauffällig verhalten'' Felix zuckte die Schultern und streckte uns die Zunge raus. Stegi lachte sein besonderes und unverkennbares Lachen und ich musste mit lachen.
2 Stunden später saßen wir auf einer Decke im Central Park und aßen Wassermelone und tranken Wasser. Die Sonne schien auf uns herab und Stegi lehnte gegen mich, die Augen geschlossen und ließ sich von den Sonnenstrahlen wärmen. Ich nahm ein Stück Melone und hielt es ihm an die Lippen. Er öffnete den Mund biss ab, die andere Hälfte schob ich mir in den Mund. ,,Ihr zwei seid wirklich ein Traumpaar'', schwärmte Felix und Manu kicherte als Stegi die Augen öffnete und ihn ansah, als würde Felix einen Sonnenstrich haben. Ich küsste seinen Scheitel und legte einen Arm um seine Taille. Basti erzählte uns, dass er sich von Patricks Schwester getrennt hatte, nachdem er erfahren hatte, dass sie ihn die ganze Zeit betrogen hatte. ,,Das war ja klar. Das Arschloch Gen liegt wohl in der Familie'', meckerte Stegi und ich sah Felix und Basti an. ,,Ähm, also Liebling, Patrick hatte es nachdem du weg warst wirklich nicht leicht. Es kam ein neuer an die Schule und der hat Patrick oft ziemlich fertig gemacht'', versuchte ich zu erklären. ,,Und was soll ich dazu jetzt sagen? Soll ich Mitleid haben oder was? Hast du vergessen, was er mit mir, mit uns gemacht hat?'' Ich merkte das Stegi sich anspannte und wütend wurde. Ich konnte ihn verstehen aber Patrick tat mir wirklich leid. ,,Nein, aber du sollst wissen, er hat sich geändert. Zumindest bis ich abgehauen bin.'' Stegi stand auf und meinte nur noch ,,Das ist mir scheißegal. Ich bin spazieren'' Dann verschwand er und ich stand ebenfalls seufzend auf. ,,Ich geh ihm mal nach'' Die anderen nickten und ich rannte in die Richtung, in die Stegi eben verschwunden war. Ich holte ihn ein und griff nach seiner Hand. ,,Schatz, es tut mir leid. Ich weiß, was er dir angetan hat. Und du sollst ihm nicht verzeihen, aber er hatte es echt nicht leicht'' Stegi stellte sich mir gegenüber, riss die Hand los und verschränkte die Arme vor der Brust. ,,Wie gesagt, das ist mir egal. Ich werde kein Mitleid mit ihm haben. Er hat dich mir damals weggenommen! Wegen ihm habe ich so oft gelitten! Und Felix! Und du auch!'' Ich nahm ihn in den Arm und küsste ihn auf die Stirn. ,,Ich weiß, es tut mir leid'', flüsterte ich und legte eine Hand unter sein Kinn. Vorsichtig hob ich es hoch und legte meine Lippen auf seine. Er erwiderte den Kuss sofort und legte seine Hände in meinen Nacken. Ich drückte ihn fest an mich, wir lösten uns und schauten auf den Sonnenuntergang. Dieser Tag war einfach perfekt!
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Stexpert - das ist nicht nur ein Name, sondern ein Lebensgefühl
FanfictionStexpert FF