Ich liebe dich, Stegi!

37 3 0
                                    

Sicht Stegi

Es vergingen weitere zwei Wochen in denen immer wieder Blumen für mich an und ich sammelte die Karten. Als elf Sträuße auf unserem Tisch standen, nahm ich die Karten und ging damit in mein Büro. Ich schloss die Tür, wollte Manu nicht wecken, er schlief grade im Schlafzimmer und setzte mich auf den Schreibtischstuhl. ,,Dann wollen wir mal gucken'', sagte ich zu mir selber. Ich legte die Teile auf den Tisch und sortierte sie so, dass sie eine Umgebungskarte zeigte. Jedoch fehlte ein Teil in der Mitte. Ich runzelte die Stirn und schob die Teile wieder weg. Das war doch dumm, wieso konnte mir der jemand nicht einfach eine Nachricht schreiben oder mich anrufen? Ich steckte die Teile wieder in den Umschlag, versteckte ihn in einer der Schubladen. Seufzend lehnte ich mich zurück und ging mir durch die Haare. ,,Stegi?'', hörte ich Manu und ging zu ihm. ,,Was denn?'' Er lag verpennt im Bett und blinzelte mich müde an. ,,Kannst du mir was zu trinken holen?'', er lächelte und ich ging in die Küche. ,,Wir haben nichts mehr aber wenn du willst, gehe ich kurz einkaufen.'' Manu nickte und sagte, er wolle Saft haben und ich nickte, drückte ihm einen Kuss auf die Wange und verließ die Wohnung. Es regnete also beschloss ich, mit dem Auto zu fahren. 

Als ich wieder zu Hause ankam, kippte ich den Saft in ein Glas und brachte es Manu. ,,Danke. Du bist der beste!'' Er lächelte, kippte das Glas runter und zog mich runter um mir einen Kuss zu geben. Ich erwiderte doch war mit den Gedanken bei de Kartenteilen. ,,Worüber zerbrichst du dir deinen hübschen Kopf?'', fragte Manu und ich sagte: ,,Ach ich wunder mich einfach, wer mir so viele Blumen schickt.'' Manu grinste und sagte dann: ,,Jemand der dich wirklich gern hat. Aber ich hoffe er oder sie weiß, dass du mir gehörst'' Ich kicherte und stand auf. ,,Hast du Hunger?'' Manu dachte kurz nach, nickte dann und ich ging in die Küche um ihm etwas zu essen zu kochen. Leider beschränkte sich mein Können nur auf Nudeln und Tiefkühlpizza. ,,Willst du bestellen? Chinesisch vielleicht?'', rief ich in das Schlafzimmer und Manu kreischte ein ja zurück. Also rief ich an und eine halbe Stunde später, klingelte es an der Tür. Ich nahm dem Lieferanten das Essen ab, gab ihm Trinkgeld und ging dann zurück zu Manu. Er riss mir schon fast das Essen aus der Hand und ich warf mich neben ihn auf das Bett. Während dem Essen, schauten wir uns eine Serie an, machten Witze und als wir fertig waren, legte ich einen Arm um ihn. Es geht ihm fast wieder perfekt. Ab und zu ist er noch etwas schwach aber der Arzt sagt, man sie im Blut fast nichts mehr von der Krankheit. Ich war froh, dass es ihm wieder besser geht. Doch ich dachte in letzter Zeit immer wieder an Tim. Er hatte sich in meinen Kopf geschlichen, ich hatte sogar das Bild von ihm wieder auf meinen Nachttisch gestellt. Mein Blick wanderte auf das Bild und blieb dran kleben. ,,Hast du mir zugehört?'', fragte Manu und rüttelte an meiner Schulter. Ich schüttelte den Kopf und sah ihn entschuldigend an. ,,Nein, tut mir leid. Was wolltest du denn?'' Er grinste und fragte dann: ,,Hast du Lust später mit mir spazieren zu gehen?'' Ich dachte kurz nach und nickte dann. ,,Klar, klingt gut.'' Er nickte zufrieden und ich zog ihn an mich. Eine Stunde später zogen wir uns eine dicke Jacke und unsere Schuhe an und gingen uns an den Händen haltend raus. Es war windig aber es regnete nicht mehr. ,,Lass uns in den Park gehen'', schlug Manu vor und wir gingen Richtung Park. Wir unterhielten uns und kamen dann im Park an, es liefen nur wenige Leute bei dem Wetter rum, einige mit ihren Hunden andere mit ihrem Partner. Plötzlich lief ein kleiner schwarzer Hund auf uns zu und ich hockte mich runter. ,,Hey, wer bist du denn Kleiner?'' Er wedelte glücklich mit dem Schwanz und ich kraulte ihn hinter den Ohren. ,,Tut mir leid, er hat sich losgerissen ... Stegi?'' Ich sah hoch und mein Lächeln erstarb. ,,Felix?'' Langsam stand ich auf und schaute ihn an. ,,Hey, ich bin Manu.'' Manu hielt Felix seine Hand hin und er schlug ein. ,,Ich bin Felix. Wir sind zusammen auf eine Schule gegangen.'' ,,Ach, das ist ja ein Zufall. Weißt du, Stegi redet nicht viel über seine Vergangenheit dort. Ich habe immer wieder versucht ihn auszuquetschen aber nix'', lachte Manu und ich grinste ihn unsicher an. ,,Ähm, war schön dich mal wieder zu sehen Stegi. Ruf mich doch mal an.'' Felix nahm seinen Hund an die Leine und verschwand in der Dunkelheit. ,,Warst du mal mit ihm zusammen?'', fragte Manu und grinste mich an. ,,Was? Nein! Wir waren beste Freunde'', antwortete ich schnell, vielleicht etwas zu schnell. ,,Stegi?'' Manu zog eine Augenbraue hoch und ich nahm seine Hand. ,,Nein, Manu, ich war nicht mit ihm zusammen. Es gab einen anderen... wir waren alle echt gut befreundet und er hat immer zu mir gestanden. Aber nachdem ich von der Schule geflogen bin, hat er sich nicht mehr gemeldet und ... Felix auch nicht'' ,,Es tut mir leid.. Ist der Junge von dem du eben gesprochen hast, der auf dem Foto?'' Ich nickte und schaute zu Boden. Manu nahm mein Kinn und hob meinen Kopf so, dass ich ihn ansehen musste. ,,Hey, er hatte seine Chance. Es tut mir leid, was dir passiert ist aber jetzt hast du mich!'' Er drückte mir einen Kuss auf die Lippen und ich lächelte ihn an. ,, Lass uns heim gehen, ja?'', schlug Manu vor und wir gingen nach Hause. Angekommen nahm Manu mir die Jacke ab und ich ging in die Küche und setzte einen Tee auf. Manu kam in die Küche und ich hielt ihm einen Becher hin. Er nahm ihn und umklammerte ihn. ,,Ich liebe dich, Stegi!'' Ich lächelte Manu an und küsste ihn. 

Stexpert - das ist nicht nur ein Name, sondern ein LebensgefühlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt