Sicht Paula
[M:Miriam]
Es war noch früh am morgen. Ich musste früh außer Haus nach dem ich Frühschicht hatte. Miriam hatte heute ebenfalls Frühschicht auf der Intensivstation und wollte mir Bescheid geben falls sich bei Tabeas Zustand etwas verändert. Heute kamen die Polizisten die ich gestern Abend noch verständigt hatte und ich wollte Lara außerdem fragen was sie von meiner Idee hielt. Als mich Miriam plötzlich anrufte machte ich mir gleich sorgen um Tabea.
,,Miriam? Was ist los geht es Tabea gut?", fragte ich sie besorgt.
M:,,Ja mit Tabea ist alles in Ordnung. Aber die Polizisten wären hier wegen Lara."
,,ok ich mach ich auf den Weg bin gleich da", sagte ich zu Miriam und ich machte mich auf den Weg.
Als ich auf der Station war sah ich die beiden Beamten auch schon. Ich stellte mich bei ihnen vor und wir gingen zu Lara.
Sicht Lara
[P:Paula, P1,P2: Polizist]
Es klopfte an meinem Zimmer und Paula kam mit 2 Polizisten rein. Ich wusste was sie von mir wollten.
P:,,Hey süße. Du weißt ja warum die beiden hier sind."
Ich nickte und bekam Angst.
P1:,,Hallo Lara. Wir sind hier um dir ein paar Fragen zu stellen. Würdest du uns den nochmal erzählen was du der Ärztin gestern erzählt hast?"
Ich wollte mit den Polizisten nicht sprechen. Ich kannte sie kaum und wusste nicht ob ich ihnen vertrauen kann. Ich sah Paula hilflos an und musste mir die Tränen verkneifen.
P:,,Alles ok Lara. Du beamten tun dir nichts. Wir wollen dir doch alle nur helfen."
Ich schüttelte den Kopf. Auf keinen Fall konnte ich ihnen erzählen was passiert ist. Ich hatte es schon Paula erzählt und das reichte mir.
P:,,Ok süße. Wir können es auch so machen das ich ihnen das alles erzähle. Aber dafür musst du mich von meiner Ärztlichenschweigepflicht befreien."
Ich nickte da ich wusste das es sowieso nicht brachte.
P:,,Ok danke Maus."
Paula setze sich zu mir auf die Bettkante und hielt meine Hand. Sie fing an zu erzählen und ich hörte zu. Es war komisch. Es fühlte sich so an als ob sie die Geschichte von jemand anders erzählen wurde. Aber es war meine. Sie hatten endlich alles erzählt hatte sah mich Paula an und lächelte mir aufmunternd zu.
P1:,,Hat sie etwas vergessen?" fragte mich der eine Polizist und ich schüttelte den Kopf.
P2:,,Gut dann war das auch schon alles."
Sie verabschiedeten sich und gingen aus dem Raum. Es machte mich nervös das nervös das sie Tobias noch immer nicht gefunden haben. Paula schien zu merken das ich angespannt war und nahm mich in den Arm.
P:,,Es ist alles gut. Du hast es geschafft. Das hat jetzt alles ein Ende."
Ich beruhigte mich wieder ein wenig und sah Paula fragend an.
P:,,Was ist denn Süße?"
,,Was passiert jetzt mit mir?", fragte ich Paula nervös.
P:,,Darüber wollte ich sowieso noch mal mit dir reden. Es ist so ich will dich nicht wieder in ein Heim gehen lassen. Ich wohne mit Charlotte, Katharina, Miriam und Tabea in einer WG. Du kennst die vier ja schon."
Ich nickte und sah sie verwirrt an. Was genau sollte mir jetzt diese Information bringen?
P:,,Ich wurde dich gerne adoptieren und dich bei uns aufnehmen."
Ich glaubte gar nicht was sie da sagte. Das war doch alles nur ein blöder Scherz. Doch Paula schien es ernst zu meinen.
P:,,Ich hab schon mit Charlotte, Katharina und Miriam geredet und die 3 würden sich sehr freuen wenn du bei uns einziehst. Ich bin mir sicher das Tabea das genau so sehen würde wenn sie wach wäre."
Sie meinte es wirklich ernst. Ich wusste gar nicht wie ich reagieren sollte. Ich freute mich zwar aber wusste trotzdem nicht was ich davon halten sollte. Es wäre so schon wieder eine Familie zu haben und eine Mutter wie Paula.
P:,,Und was sagst du dazu?"
Ich wollte auf keinen Fall wieder in das Heim also nickte ich.
Paula lächelte mich an und fiel mir um den Hals. Es war ein erleichtertes Gefühl und ich freute mich. Aber mir lag noch immer etwas auf dem Herzen.
,,Paula?",fragte ich sie.
P:,,Ja süße?"
,,Es ist meine Schuld das es so schlecht geht und sie im Koma liegt. Tut mir leid", sagte ich mit zittriger Stimme.
P:,,Ach Maus. Du bist doch nicht Schuld daran. Tabea liegt doch nicht wegen dir im Koma. Das ist außerdem nur ein künstliches. So wie es bei dir war, damit sich ihr Körper in Ruhe erholen kann und sie keine Schmerzen hat."
,,Aber wenn ich schon früher gesagt hätte dann wäre das alles nicht passiert.", sagte ich leise zu ihr.
P:,,Gib dir nicht die Schuld dafür. Du hast immerhin jetzt gesagt was los ist."
Paula tröstete mich und blieb bei mir bis ich einschlief.
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Ein neues Leben
FanficDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
