68. Etwas ist anders.

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Sicht Charlotte
[F:Freddy]
Es war bereits wieder morgen. Ich hoffte das Paula zur Vernunft kommt und zu Lara geht. Ich hatte heute frei. Tabea, Kathi und Miriam mussten arbeiten. Freddy hatte auch frei und so machte ich mich auf den Weg zu. Ich musste aus der WG mal raus und wieder in eine andere Umgebung. Freddy ließ mich natürlich sofort hinein und schien froh darüber mich zu sehen. Wir hatten noch immer nicht darüber geredet was zwischen uns ist.
F:,,Willst du was trinken?"
C:,,Nein danke."
Er nahm meine Hand und zog mich von der Küche ins Wohnzimmer.
Wir saßen nun auf der Couch und Freddy hielt meine Hände fest. Er kam näher und küsste mich. Natürlich erwiderte ich den Kuss. Unsere Küsse wurden immer intensiver und ich ließ mich mit dem Rücken auf die Couch. Er lehnte sich über mich und stütze sich mit seinen Händen ab, damit er mich nicht zerdrückte. Ich stoppte nun ab. Nein. Ich will das nicht, wenn ich nicht weiß was zwischen uns ist.
C:,,Freddy...warte...ich kann das nicht."
F:,,Wieso? Mach ich was falsch?"
C:,,Nein, aber ich...ich will wissen was aus uns werden soll? Ich meine..."
Wir lagen nach wie vorhin noch auf der Couch. Er unterbrach mich.
F:,, Charlotte ich liebe dich über alles. Ich genieße jeden Tag den ich mit dir verbringe."
C:,,Ehrlich?"
F:,,Ehrlich."
Er fing nun wieder an mich zu küssen. Er stoppte noch mal und lächelte mich an.
F:,,Ich will mit dir zusammen sein. Ich will dich nicht wieder gehen lassen und dabei zu wissen das du jemand anderen treffen könntest."
Nun lächelte ich ihn auch an und legte meine Hände in seinen Nacken. Ich zog in zu mir und fing wieder an ihn zu küssen. Erneut wurden unser Küsse immer intensiver. Den Rest könnt ihr euch ja schon denken.
Ich konnte es selbst gar nicht glauben. Freddy will mit mir zusammen sein. Ich war noch nie so glücklich. Wir lagen im Bett und er strahlte mich an.
C:,,Ich liebe dich."
F:,,Ich dich auch."
Er gab mir einen Kuss und ich kuschelte mich an ihn. Wir blieben noch eine Weile im Bett liegen. Danach zogen wir uns wieder an und gingen in die Küche.
F:,,Hunger?"
C:,,Ja schon ein wenig."
F:,,Was hältst du davon wenn ich uns etwas koche."
C:,,Das wäre schön. Dann könnte ich noch duschen."
F:,,Gut dann machen wir das so."
Als ich fertig mit duschen war aß ich mit Freddy gemeinsam und wir machten uns noch einen schönen Tag.

Sicht Lara
[P:Paula
Ich spürte wie mir jemand durch meine Haare fuhr. Als ich meine Augen öffnete war es Paula. Sie war wirklich noch hier geblieben. Ich vermisste Paula sehr. Es war in letzter Zeit komisch. Ich mochte Paula wirklich sehr, aber irgendwas stimmte nicht mit ihr. Das konnte ich spüren.
P:,,Hey Maus. Du bist ja wieder wach."
Ich setzte mich auf und lächelte sie an.
P:,,Eine Schwester war vorhin hier. Sie hat dir etwas zu Essen gebracht. Du musst langsam wieder anfangen wieder selbst Nahrung zu dir zu führen."
Sie stand nun auf und schob das Nachtkästchen, wo das Tablett drauf stand, zu mir. Ich war etwas skeptisch. Ich hatte keinen Hunger.
P:,,Hast du keinen Hunger?"
L:,,Nein."
P:,,Gut, aber später isst du was ok?"
Ich nickte nur und Paula sah mich etwas besorgt an. Ich wollte schnell vom Thema ablenken.
L:,,Wann wirst du denn entlassen?"
P:,,Morgen oder übermorgen."
L:,,Kommst du mich trotzdem besuchen?"
P:,,Klar wenn du das möchtest?"
Wenn ich das möchte? Das war nicht typisch Paula. Sie würde auch kommen, selbst wenn ich sie nicht sehen wollte. Es stimmt doch da etwas nicht. Ich sah sie fragend an, worauf ich einen nur verwirrten Blick bekam.
L:,,Ist alles in Ordnung? Du bist irgendwie so anders."
P:,,Was? Wie kommst du darauf?"
L:,,Ich hab das Gefühl als ob eine andere Paula neben mir sitzt."
P:,,Nein, alles gut Mäuschen. Ich schlafe nur in letzter Zeit wenig, aber sonst ist alles gut."
L:,,Ehrlich? Du weißt das du vor mich nicht die tapfere spielen musst."
P:,,Ehrlich Maus."
Sie gab mir einen Kuss auf die Stirn. Gerade als ich wieder etwas sagen wollte öffnete sich die Tür.
M:,,Na ihr beiden?"
P:,,Hey."
Paula grinste Mila an. Die Beiden mussten sich anscheinend kennen.
L:,,Kennt ihr euch?"
P:,,Ja. Mila wohnte auch bei uns in der WG ist aber dann nach 3 Jahren ausgezogen."
Jetzt war mir alles klar."
M:,,Wie gehts dir Lara?"
L:,,Ganz gut."
M:,,Hast du denn schon etwas gegessen?"
Ich schüttelte nur den Kopf und schaute von ihr Weg, um nicht ihren besorgten Blick sehen zu müssen.
M:,,Wie wäre es wenn wir es jetzt noch gemeinsam probieren? Nur probieren."
Gegen Probieren hatte ich nichts. Irgendwann musste ich sowieso wieder etwas essen, also nickte ich. Mila nahm von dem Tablett das Brötchen runter und brach mir ein Stück runter. Sie gab es mir und ich aß es. Es war komisch. Ich hatte schon lange nichts mehr alleine gegessen und war es nicht mehr gewöhnt. Wir spielten das Spielchen ein paar Mal, bis ich nach einem halben Brötchen satt war. Mila und auch Paula lächelten mich beide an.
M:,,Gut gemacht. Für den Anfang reicht das auch. Wir werden das immer mehr steigern und du wirst immer weniger Nahrung von uns zugeführt werden."
Ich nickte nur. Es freute mich irgendwie aber zu einem Teil hatte ich auch Angst davor.
P:,,Ich bin stolz auf dich. Ich weiß das es noch ein langer Weg wird, aber das schaffst du."
Sie umarmte mich wieder kurz und lächelte mich an.
P:,,Ich sollte dann mal wieder auf meine Station gehen."
L:,,Kommst du denn wieder mal vorbei."
P:,,Klar."
Sie warf mir noch kurz einen liebevollen Blick zu und ging dann. Mila blieb nich ein wenig bei mir. Ich war froh darüber. Es war hier ziemlich langweilig. Ich mochte Mila außerdem sehr. Ich vertraue ihr immer mehr. Es fühlt sich gut an einer Person sich öffnen zu können, ohne das sie dich verurteilt. Mir ist klar, dass Paula oder auch die anderen aus der WG mich nicht verurteilen würden. Es war aber trotzdem etwas anderes. Mila sieht alles aus einer anderen Sicht. Sie hat viel nicht live miterlebt. Mila ist für alles offen. Es tut eben einfach gut mit ihr über alles reden zu können.

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