Sicht Paula
Lara nahm ihre Hand wieder vom Bauch und sah mich an. In ihren Augen konnte ich erkennen, dass sie mit der Situation überfordert war. Sie schien wohl nicht zu wissen, was sie dazu sagen sollte.
P:,,Wir lassen dich mal in Ruhe."
Ich lächelte sie an noch kurz an. Wir verließen ihr Zimmer und all die Spannung fiel von mir. Ich spürte das mir das eben gerade zu fiel war. Ich wollte gerade noch etwas sagen, als mir schwarz vor den Augen wurde.
Sicht Tabea
Es war hart Paula zu zuhören. Es fühlte sich an als ob das Geschichten von fremden Menschen waren, aber es waren unsere Geschichten. Wir hatten alle viel durchgemacht. Paula war von Anfang an für uns da. Zuerst für Kathi, dann Miriam, mir und Charlotte. Dennoch hatte sie Recht, dadurch sind wir noch mehr zusammen geschweißt worden. Ich dachte nicht das es noch enger ging. Paula wollte Lara Zeit geben und wir gingen raus. Im Flur atmete Paula gefühlt das erste mal so richtig aus. Sie wollte etwas sagen, als plötzlich ihre Augen zu fielen und so nach vorne kippte. Ich konnte sie gerade noch abfangen, bevor sie mit dem Babybauch am Boden aufschlug.
M:,,Paula!"
Miriam half mir und wir legten sie auf den Rücken. Kathi kniete sich sofort hin und messte den Puls.
K:,,Sie ist etwas Trachykard."
Ich kniete mich neben Paulas Kopf hin und schlug ihr gegen die Wange.
T:,,Paula! Paula?! Mach mal bitte die Augen auf."
Charlotte war zum Glück so schlau und holte eine Trage aus dem Behandlungsraum.
Gemeinsam legten wir sie darauf und brauchten sie in den Behandlungsraum.
C:,,Ich schließe sie zur Sicherheit an ein EKG."
M:,,Ja gut.
Erneut versuchte ich sie auf zu wecken und schlug ihr gegen die Wangen.
T:,,Hallo Paula? Kannst du mich hören?"
Tatsächlich klappte es und langsam kam sie wieder zu sich.
P:,,Was?...Was ist passiert?"
T:,,Du bist gerade am Flur zusammen gebrochen."
Sie sah sich um und schien zu realisieren wo sie war. Sie schaute kurz zu Kathi die am Fußende von ihr Stand. Ihr Blick wanderte zum Bauch und sie legte eine Hand drauf.
P:,,Das Kind. Gehts dem Kind gut?"
Sie war aufgeregt. Was doch etwas überraschend war. Heute war das erste mal das sie so richtig Interesse an dem Kind zeigte.
T:,,Ich konnte dich noch abfangen, bevor du mit dem Bauch gegen dem Boden fielst. Wir werden zur Sicherheit einen Gynäkologen drüber schauen lassen gut?"
P:,,Ja bitte."
Sie schien erleichtert zu sein, dass sie nicht auf den Bauch fiel.
T:,,Was war denn los?"
P:,,Es...Es war mir einfach zu fiel. Ich will nicht noch einen Menschen durch Suizid verlieren."
T:,,Paula das wirst du nicht. Lara bekommt all die Hilfe und Unterstützung die sie benötigt."
M:,,Du brauchst Ruhe Paula. Ich werde dich auf die Gyn bringen und dann fahr ich mit dir Nach hause."
T:,,Ich denke auch, dass das ganz gut wäre."
K:,,Wir bleiben bei Lara und passen auf sie auf."
Paula war einverstanden und Miri brachte sie mit einem Rollstuhl zur Gyn.
T:,,Kommt ihr mit zu Lara? Ich will nochmal nach ihr sehen."
K:,,Klar."
Wir gingen wieder zu Lara. Sie lag mit dem Rücken zu uns gedreht im Bett.
K:,,Lara?"
Ich konnte sie leise schluchzen hören. Sofort setzte ich mich zu ihr auf das Bett und legte meine Hand auf ihren Rücken.
T:,,Was ist los Lara?"
Sie setzte sich auf und sah mich verweint an.
L:,,Seit ihr wirklich froh, mich bei euch zu haben?"
T:,,Ja doch. Ohne dich in der WG wäre es nicht mehr das selbe."
Sie sah mich weiterhin nur an. Ich nahm sie nun in den Arm und strich ihr über den Rücken.
T:,,Wir brauchen dich doch bei uns."
Kathi setzte sich auf einen Stuhl, der neben ihrem Bett stand. Ich löste mich aus unserer Umarmung und Lara sah zu ihr.
K:,,Gib nicht so schnell auf. Wir werden dich Unterstützen, aber der Tod, ist keine Lösung."
Ich hatte das Gefühl, als ob es Lara langsam begriff und sie nickte.
L:,,Wie geht es denn jetzt weiter?"
C:,,Zunächst einmal erholst du dich. Wenn dein Fieber dann weg ist kommst du wieder auf die psychiatrische. Vielleicht gefällt dir das jetzt auch nicht so ganz aber, Mila würde dir außerdem gerne zusätzlich zu den Sitzungen mit Medikamenten helfen."
L:,,Ich soll also schon wieder Tabletten nehmen?"
T:,,Keine Sorge, du musst sie nur für eine Gewisse Zeit nehmen. Die Tabletten werden dir helfen versprochen."
Sie war zwar nicht wirklich davon begeistert, nickte aber.
Plötzlich läutete mein Telefon. Es war Miriam.
T:,,Hey Miri. Alles gut?"
M:,,...."
T:,,Ok gut. Wir sehen uns zuhause."
Lara sah mich verwirrt an, während ich fragende Blicke von Kathi und Charlotte bekam.
T:,,Den Baby geht es gut. Sie fährt jetzt mit Paula nach Hause, damit sie sich ausruhen kann."
L:,,Was ist denn passiert?"
T:,,Paula ist vorhin im Flur zusammen gebrochen. Es ist aber alles gut."
Lara schien im ersten Moment etwas geschockt zu sein, fasste sich aber wieder.
L:,,Fahrt nach Hause. Paula braucht euch jetzt mehr als ich. Ich komm hier schon klar."
T:,,Lara hat Recht fahrt ihr zwei nach Hause, ich habe noch Dienst."
Die Beiden verabschiedeten sich und gingen.
L:,,Geh schon, du hast doch sicher auch noch andere Patienten."
T:,,Ich schau später aber nochmal vorbei ok?"
L:,,Ist schon klar."
Also ging ich auch und erledigte meine Arbeit. Nach Dienstende sah ich nochmal zu Lara. Sie schlief schon und ich vor nach Hause zu den anderen.
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Ein neues Leben
FanfictionDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
