80. Verlust

780 29 0
                                        

Sicht Miriam
Nachdem wir noch lange gemeinsam im Wohnzimmer saßen und uns über alles mögliche unterhielten ging ich ins Bett. Ich konnte die Nacht auch ganz gut schlafen. Am nächsten Morgen Frühstückte ich gemeinsam mit Paula und Tabea. Kathi hatte heute noch frei und schlief noch immer. Charlotte hatte heute Frühschicht auf der ITS. Wir machten uns nach dem Essen fertig und fuhren in die Klinik. Als wir auf der ITS ankamen, sahen wir Charlotte mit Laras Vater. Er weinte und Charlotte tröstete ihm. Als Charlotte uns entdeckte, gab sie uns ein Zeichen, das wir nicht nachfragen sollten. Ich dachte kurz das es vielleicht um Lara geht. Doch als wir Laras Zimmer betraten lächelte sie uns an. Von da an wurde mir klar das es um Marleen gehen musste.
L:,,;Hey."
T:,,Na du? Alles gut?"
Ich setzte mich zu Lara und sie fiel mir um denn Hals. Als sie sich löste, sah sie wieder zu Tabea und Paula.
L:,,Ja alles ok. Wie gehts euch?"
P:,,Ach ganz gut."
L:,,Wie gehts dem Baby?"
P:,,Naja...um ehrlich zu sein, war ich seit dem ich weiß nur einmal beim Frauenarzt. Deswegen hab ich für heute einen Termin ausgemacht. Dann werden wir das sehen."
Paula schaute immer wieder zu mir und schien zu merken, dass ich darum rätselte was mit Marleen los war.
P:,,Ähm...Ich komm gleich wieder ok?"
Lara nickte und Paula ging.

Sicht Paula
Miriam dachte die ganze Zeit nach. Das konnte ich sehen. Ich konnte mir auch schon denken worüber und um ehrlich zu sein machte ich mir auch etwas Sorgen um Marleen. Ich beschloss zu Charlotte zu gehen und sie zu fragen was los ist. Im Flur sah ich wie Laras Vater gerade ging. Er sah total fertig aus. Im liefen noch ein paar Tränen die Wange runter. Charlotte kam auch gleich auf mich zu.
C:,,Hey."
Sie klang total bedrückt.
P:,,Was ist denn los?"
C:,,Marleen...Sie hatte einen Herzstillstand. Wir haben alles getan, aber sie war zu schwach."
Ich konnte nicht glauben was mir Charlotte da erzählte. Lara durfte Marleen noch nicht einmal kennenlernen.
P:,,Was aber..."
C:,,Es war von Anfang an nicht klar ob sie es übersteht oder nicht. Sie hat wirklich lange gekämpft. Sie war aber einfach zu schwach."
Ich seufzte kurz und musste mich kurz fassen. Lara hatte schon genug durch gemacht. Das kann sie jetzt nicht auch noch brauchen. Ich weiß das Lara noch nicht einmal weiß das sie eine Schwester hat, aber wir können ihr immerhin das schlecht verheimlichen. Spätestens wenn sie ihren Vater kennen lernt, wir sie es irgendwann raus finden. Sie wäre dann nur enttäuscht wenn wir ihr es nicht gesagt hätten.
P:,,Wie geht es ihrem Vater?"
C:,,Er ist total fertig. Ich hab ihm jetzt ein Taxi bestellt, dass ihn nach Hause bringen soll. Er sollte sich ausruhen."
P:,,Dir ist klar, das wir es lange nicht mehr vor Lara verheimlichen können. Wir müssen ihr das langsam sagen."
C:,,Das seh ich genauso. Ich ruf mal Mila. Die hat heute glaub ich auch Dienst."
P:,,Gut macht das."
Wir hatten Glück. Mila hatte Dienst und kam sofort auf die Station.
Mi:,,Hey was los?"
P:,,Wir müssen Lara mal langsam wirklich von ihrem Vater erzählen."
C:,,Ihr Vater könnte sie glaube ich auch momentan gut brauchen. Ok klar, die beiden kennen sich nicht. Trotzdem glaube ich wäre das ganz gut."
Mi:,,Ok aber wieso habt ihr es jetzt plötzlich so eilig?"
P:,,Marleen hat es leider nicht geschaffte. Sie ist heute gestorben."
Mi:,,Wow.Na gut lasst mich mal kurz ein Bild von Lara machen und dann entscheiden wir ok?"
C:,,Gut."
Wir gingen zu Lara, die wohl verwirrt über Milas Anwesenheit war.
L:,,Was machst du denn schon hier? Wolltest du nicht erst heute Nachmittag vorbei kommen?"
Mi:,,Ja, es hat sich aber in meinen Terminen etwas geändert. Deswegen bin ich jetzt schon gekommen."
L:,,Ok?"
Lara war noch immer sichtlich verwirrt und schien das nicht ganz zu glauben.
Mi:,,Könnte ich mit Lara mal eben kurz alleine sprechen?"
M:,,Klar."
Wir verließen denn Raum und warteten bis Mila uns wieder reinholt. Währenddessen erzählten wir Tabea und Miriam was passiert ist. Die beiden waren ebenfalls schockiert darüber nach 10 Minuten kam auch Mila wieder zu uns.
Mi:,,Also es geht ihr ganz gut. Deswegen würde ich ihr gerne davon zu erzählen. Wenn ihr alle damit einverstanden seit."
C,M,T,P:,,Ok."
Mi:,,Vielleicht Paula kommst du noch mit rein."
P:,,Klar."
Wir besprochen noch kurz wie wir das ganze am besten angehen. Dann folgte ich Mila in Laras Zimmer. Mila setzte sich auf den Stuhl der vor ihrem Bett stand. Ich setzte mich zu Lara aufs Bett. Lara schien definitiv schon zu merken das etwas nicht Stimmte. Naja ist ja auch kein Wunder. An ihrer Stelle hätte ich auch schon gemerkt das was nicht stimmt. Zugegeben war ich etwas nervös. Sie hat schon so viel erlebt. Ich wünschte, das alles endlich aufhören. Sie soll doch einfach nur ein halbwegs normales Leben.
L:,,Ok. Was ist los?"
Mi:,,Lara wir möchten dir etwas sagen. Es könnte sich in Zukunft einiges ändern."
L:,,Inwiefern?"
P:,,In deinem Leben."
L:,,Ihr macht mir Angst. Was ist los?"
P:,,Zuerst möchte ich dir sagen das ich für dich immer da bin ok."
L:,,Ich weiß."
P:,,Ich wollte eigentlich schon längst mal beim Jugendamt sein, um mit ihnen über die Adoption zu reden. Das habe ich jetzt allerdings doch noch nicht gemacht."
Verwirrt sah sie mich an. Sie schien zu überlegen. Ich hätte gerne gewusst was jetzt in ihrem Kopf vor sich geht.
L:,,Willst du mich doch nicht adoptieren?"
P:,,Natürlich. Die frage ist nur ob sich deine Meinung nicht vielleicht bald mal ändert."
L:,,Warte was? Wieso sollte sich meine Meinung ändern?"
Ich sah zu Mila. Die Verstand was ich ihr sagen wollte.
Mi:,,Lara was ich dir jetzt gleich sagen werde. Wird für dich nicht leicht werden."

Ein neues LebenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt