52. Sie braucht Hilfe

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Sicht Tabea
[C:Charlotte, K:Katharina, M:Miriam]
Als wir zuhause ankamen stieg ich aus und ging auf die andere Seite. Ich machte die Tür auf und schnallte Lara ab.
K:,,Schaffst du das?"
T:,,Ja klar."
Ich griff mit einer Hand unter ihre Beine und mit der anderen Hand unter ihre Arme ich hob sie aus dem Auto und erschrak.
C:,,Was ist los?"
T:,,Sie ist total leicht. Sie muss noch mehr abgenommen sein, so leicht wie sie ist."
K:,,Bring sie erstmal hoch und leg sie ins Bett. Wenn sie jetzt schläft, haben wir die Chance sie uns mal vorsichtig anzusehen."
T:,,Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist. Sie wirkt so als ob sie sowieso kein vertrauen mehr zu uns hat. Wenn sie das mitkriegt oder erfährt, dann verlieren wir sie komplett. Sie sollte das freiwillig tun."
C:,,Tabea hat schon recht. Außerdem haben wir beziehungsweise Paula, die Adoption noch immer nicht hinter uns. Sie könnte uns wieder weg genommen werden und in ein Heim kommen, wenn das Jugendamt mit bekommt das sie uns nicht mehr vertraut."
K:,,Und wenn das Jugendamt mitbekommt das sie nichts mehr isst auch. Wenn sie wirklich so leicht ist und auch dünn, was ich mal schätze, denn so wie du das beschrieben hast Tabea, kann ich mir das ja schon denken. Es ist doch so. Es geht hier um Lara, auch wenn sie uns weg genommen wird, weil sie uns nicht mehr vertraut, ist das besser als sie ist nichts mehr und stirbt. Ihr wisst doch beide , dass das passieren kann. Wir müssen auf hören an uns zu denken, sondern müssen nach denken was das beste für Lara ist."
C:,,Willst du das wirklich riskieren?"
K:,,Ich will doch auch nicht ihr vertrauen verlieren und das sie ins Heim kommt. Wir können ihr aber dadurch helfen und sie wird gesund. Seht sie euch doch an. Sie ist nicht gesund. Sie ist krank."
Kathi hatte recht. Sie brachte mich wieder zur Vernunft und erinnerte mich daran was ich schon im Studium gelernt habe. Wenn du jemanden das Leben retten kannst oder auch nur helfen, dann tu das und riskiere alles andere.
T:,,Sie hat recht Charlotte. Außerdem heißt es ja auch noch lange nicht das sie ins Heim kommt. Vielleicht wird ja alles gut, aber wir müssen es riskieren."
Charlotte sah es ein und ich brachte sie rauf. Ich legte sie vorsichtig aufs Bett und zog langsam ihren Pulli hoch, der ziemlich locker saß. Ihre Klamotten wurden immer lockerer und wir konnten nie genau sehen wie dünn sie war. Doch was ich da sah, zerbrach mir das Herz. Man konnte die Knochen sehen. Die Hüfte sowie die Rippen. Ich nahm vorsichtig ihre Hand und hoffte das sie nicht munter wird. Ich zog auch leicht ihren Ärmel hoch. Ich legte meine Finger um ihr Handgelenk.
Charlotte und Kathi sahen mich besorgt an.
K:,,Wir müssen ihr helfen."
C:,,Und das schnell."
Ich zog ihren Pulli wieder runter und deckte sie wieder ordentlich zu. Wir verließen leise ihr Zimmer und setzen uns ins Wohnzimmer. Wir saßen alle drei da und sagten nichts wir schwiegen und jeder war in seinen Gedanken versunken. Ich konnte nicht glauben was ich da sah. Wie konnte sie nur soviel abnehmen. Sie hatte zwar nicht viel gegessen, aber immer wieder ordentlich.
M:,,Was ist denn mit euch passiert?"
Ich sah hoch und merkte das Miriam mitten im Raum stand. Sie hatte noch Schicht und kam endlich nach Hause.
M:,,Habt ihr Lara noch immer nicht?"
K:,,Doch."
M:,,Gehts ihr denn nicht gut? Ihr seht aus, als ob mit ihr etwas nicht stimmt."
C:,,Das tut es auch nicht."
Miriam sah nun immer verwirrt aus und sah mich fragend an, da sie aus den anderen Beiden ja nicht viel raus bekam.
M:,,Wo habt ihr sie gefunden?"
T:,,Sie war auf der Polizeiwache. Aus irgendeinem Grund wollte sie zu Tobias."
M:,,Was? Hat er ihr etwas angetan?"
T:,,Nein. Sie kam gar nicht zu ihm. Sie redet mit uns nicht. Sie hat mich noch nichtmal richtig angesehen. Sie ist im Auto eingeschlafen und ich hab sie hoch getragen. Sie war unglaublich leicht. Wir haben sie uns dann angesehen. Sie ist dünn. Zu dünn. Du kannst die Knochen sehen und meine Finger passten mehr als einmal um ihr Handgelenk."
M:,,Verdammt."
K:,,Seitdem sie bei uns ist, geht es ihr doch nur immer schlechter. Das ist einfach alles unsere Schuld."
M:,,Nein. Das ist doch nicht alles unsere Schuld. Lara hat eine harte Vergangenheit."
T:,,Es ist doch auch kein Wunder, das sie sich nicht wirklich öffnet."
C:,,Dabei war sie doch schon ganz offen zu uns."
M:,,Vielleicht hatte sie einfach einen Rückfall."
T:,,Klar ist, das wir ihr nicht mehr Helfen können. Sie brauch auf jeden Fall Psychologische Hilfe. Ihr geht es Psychisch doch immer hin immer schlechter, das merkt man doch."
M:,,Auf jeden Fall. Ich nehm sie morgen mit in die Klinik. Wir sollten sie dort einen Psychologen verstellen."
K:,,Das wird ihr nicht gefallen."
T:,,Egal. Es muss ihr geholfen werden."
C:,,Ihr muss dringend geholfen werden! Sie hat sich im Zimmer eingesperrt. Sie redet nicht mehr mit uns. Sie isst nichtsmehr. Was kommt als nächstes? Sie könnte sich etwas antun."
M:,,Also sind wir uns einig? Ich stell sie morgen einen Psychologen vor."
C,K,T:,,Ja."
Das wäre das beste für sie.
T:,,Wie geht es denn Paula?"
M:,,Gut, sieh hat sich ausgeruht und wir haben haben noch einige Untersuchungen mit ihr gemacht. Der Ergebnisse sehen auch alle gut aus. Ich hab sogar gute Neuigkeiten."
C:,,Nämlich?"
M:,,Sie hat mit mir gesprochen. Es war zwar nur ein leises Hi, aber das bedeutet das sie reden kann und die OP gut verlief."
T:,,Das sind gute Neuigkeiten."
M:,,Wir wollen sie noch für 4 Tage auf der ITS behalten, aber nur zur Sicherheit."
Es war erleichtert zu hören und wir unterhielten uns noch etwas, als wir plötzlich ein Schreien von oben hörten...

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