Sicht Lara
Ich war bei ihm. Es war ein Fehler. Er stand vor mir und schlug zu. Ich wollte mich währen und schrie. Ich bereute es zu ihm gegangen zu sein. Er stieß mich auf den Boden und ich ging zu Boden. Er war überall. Er schimpfte mit mir. Ihm schmeckte das Essen wieder nicht. Ich lachte mich plötzlich aus, genauso wie die Polizisten und trat mich. Er fing an mich zu bespucken. Er griff nach meiner Hand und ich verfiel noch mehr in Panik.
Sicht Tabea
[M:Miriam, C:Charlotte, K:Katharina]
Als ich die Schreie hörte, rannte ich sofort los. Miriam, Charlotte und Kathi liefen hinter mir her. Ich stürmte in Laras Zimmer. Sie lag nicht in ihrem Bett. Ich vernahm ein leises Wimmer. Mein Blick fiel in die Ecke. Lara saß zusammen gekauert da. Sie zitterte extrem und atmete auch viel zu schnell.
C:,,Oh gott Lara!"
Ich ging zu ihr und kniete mich hin.
T:,,Was ist los Lara?"
Sie reagierte nicht. Sie fing an immer schneller zu atmen, was kein gutes Zeichen war.
M:,,Wir müssen sie beruhigen bevor sie uns noch kollabiert."
T:,,Lara schau mich mal an."
Es kam wieder nichts von ihr und ich griff nach ihrer Hand. Sie zog sie zurück und schrie auf. Sie sah mich an, aber war nicht hier. Sie war überhaupt nicht anwesend.
T:,,Ganz ruhig Lara. Du bist in Sicherheit. Ich bin es doch nur Tabea."
Es half alles beim besten Willen nicht. Ihr Lippen färbte sich schon leicht blaulich.
M:,,Holt mal bitte jemand eine hypervetilier Maske?"
Kathi machte sich sofort auf den Weg.
T:,,Charlotte, hol mal bitte etwas zur Beruhigung, sonst kippt sie uns noch hier um." Auch sie machte sich sofort auf den Weg und beide waren kurz darauf wieder da. Sie reichten Miriam die Sachen und sie sah mich an. Jetzt kam der schwierige Teil. Wir mussten ihr einen Zugang legen und die Maske aufsetzen. Das gestaltete sich aber schwierig. Wir bekam immer mehr Panik.
M:,,Wir müssen jetzt etwas machen."
T:,,Ich weiß. Ich will aber keine Gewalt anwenden, dass macht es nur schlimmer."
Tränen liefen ihr runter und sie zitterte immer heftiger.
T:,,Lara? Es wird alles gut ok? Ich leg dir jetzt einen Zugang. Dann kann ich dir etwas zur Beruhigung geben. Das wird dir helfen."
Vorsichtig griff ich nach ihrer Hand, dass war jedoch ein großer Fehler. Sie erschrak und sprang auf und wollte weg. Ich merkte wie ihr plötzlich schwindelig wurde. Ihre Augen fielen zu und sie stürzte zu Boden. Miriam die neben mir war, fing sie gerade noch so auf.
K:,,Scheiße."
T:,,Miri, leg ihr den Zugang. Kathi halt ihre Füße hoch, damit ihr Kreislauf wieder besser wird. Charlotte mess du mal bitte den Puls und den Blutdruck. Ich versuche sie wieder zu uns zu holen."
Ich checkte zuerst ihre Atmung, um sicher zu gehen.
C:,,Atmete sie?"
T:,,Ja."
C:,,Sie ist ziemlich tachykard."
M:,,Zugang liegt. Ich hab ihr schon etwas für den Kreislauf gegeben."
T:,,Gut danke."
Ich konzentriere mich wieder auf Lara. Ich rieb ihr über das Brustbein, doch sie reagierte nicht. Sie war komplett weg getreten.
T:,,Lara? Lara? Kannst du mich hören?"
Ich schlug ihr leicht gegen die Wange.
T:,,Nichts, keine Reaktion."
C:,,Das wird mir hier zu heikel, ich ruf einen RTW."
Auch mir wurde es langsam zu heikel und ich stimmte zu.
Ich versuchte sie weiter aufzuwecken, doch es half alles nicht.
[B:Birgit, N:Nick]
Der RTW kam endlich und Lara war noch immer bewusstlos. Auch Birgit als Notärztin kam und ich erklärte ihr was passiert war.
Sie schlossen sie an das EKG an und machten sie transportfähig.
T:,,Ich fahr mit."
Worauf Birgit nickte.
B:,, Nick, trägst du sie runter?"
N:,,Ja mach ich."
Er hob sie auf und sah Birgit besorgt an. Ich wusste genau warum. Er sagte aber erstmal nichts und brachte sie runter. Ich drehte mich um, wo noch die anderen standen.
T:,,Ihr solltet nicht alle nach fahren, das ist glaub ich zu viel für sie, wenn sie wieder wach ist."
K:,,Da hast du recht. Ich kann hier bleiben."
C:,,Dann bleib ich auch."
M:,,Gut dann fahr ich euch hinterher."
Miriam und ich gingen runter und zogen uns an. Ich stieg in den RTW und Miriam in ihr Auto. Ich setzte mich auf die Beifahrer Seite neben Nick und wir fuhren los.
N:,,Sie ist extrem leicht."
T:,,Ich weiß."
N:,,Zu leicht. Hast du schon gesehen das man ihre Knochen deutlich sieht?"
T:,,Ja. Sie braucht Hilfe. Sie redet mit uns nicht mehr und isst auch noch kaum was. Sie ist psychisch total instabil. Miriam wollte sie morgen in der Klinik bei einen Psychologen vorstellen."
N:,,Das ist eine gute Idee."
Wir unterhielten uns noch bis wir im Krankenhaus waren. Ich stieg aus und Lara wurde aus dem RTW geschoben. Wir gingen rein in die Notaufnahme und wurden auch schon von Viola, Stefanie und Gena erwartet. Birgit sprach mit Viola während die anderen sie auf die Liege umtransportierten.
Die Pieper von Birgit und den anderen gingen wieder los und sie verabschiedeten sich schnell.
[V:Viola]
Viola kam zu mir und begrüßte mich erstmal und wollte von mir nochmal wissen was los war. Gerade als ich anfing zu reden, kam auch Miriam in den Schockraum.
V:,,Hey Miri."
M:,,Hey Viola. Wie gehts Lara?"
V:,,Tabea war gerade dabei mir nochmal zu erzählen was passiert ist."
Gena und Steffi kümmerten sich um Lara, während ich Viola alles erzählte.
V:,,Ok gut danke. Hat sie denn irgendwelche Allergien oder Vorerkrankungen? Nimmt sie Medikamente oder Drogen?"
T:,,Nein, gar nichts."
M:,,Sie war nur in letzter Zeit immer komischer. Sie redet nicht mehr mit uns und hat extrem viel abgenommen. Sie hat eine harte Vergangenheit, dem entsprechend ist ihre Psyche auch nicht ganz so stabil. Spätestens morgen wäre ich mit ihr hier her gefahren, damit sich ein Psychologe um sie kümmert."
V:,,Wie viel hat sie denn schon abgenommen?"
T:,,Wir wissen es nicht genau, aber sicher 5-7 kg. Oder was meinst du?"
M:,,Auf jeden Fall."
V:,,Ich seh sie mir erstmal nochmal an."
Viola untersuchte sie gründlich. Bis ins kleinste Detail. Als sie sich ihre Füße ansah, sah erstmal besorgt zu uns rüber.
M:,,Was ist los Viola?"
T:,,Stimmt was nicht?"
V:,,Sie hat hier Narben am Knöchel. Das sieht mir nach SV aus. Habt ihr mit bekommen, dass sie sich ritzt?"
M:,,Nein, nie."
T:,,Sie tragt nur mehr lange und lockere Kleidung. Wir dachten, dass es daran liegt, dass sie nicht will das wir wissen das sie so dünn ist."
V:,,Sie muss auf jeden Fall Psychologisch Betreut werden."
Es fühlte sich so an als ob das Pech nie aufhören würde. Alles wurde immer schlimmer und ständig passierte etwas neues und schon langsam war auch ich am Ende meiner Kräfte.
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Ein neues Leben
FanficDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
