Sicht Miriam
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Es war bereits der nächste Tag, doch ich wich keine Sekunde von Laras Seite. Klar ich hatte zwar nicht mehr Dienst und hätte gemütlich zuhause in meinen Bett sein können, doch Lara war mir wichtiger. Tabea wollte heute nochmal vorbei kommen und besprechen was wir wegen des Herzfehlers machen. Ich hatte die Nacht fast kein Auge zugedrückt. Ich lies Lara kaum aus meinen Sichtfeld. Doch irgendwann muss ich doch eingeschlafen sein. Ein Hand berührte mich auf der Schulter. Ich sah sofort auf. Es war Paula.
M:,,Paula? Was machst du hier? Wie spät ist es denn überhaupt?"
P:,,Es ist schon 7:00 Uhr."
M:,,Schon? Du solltest doch im Bett sein."
P:,,Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich habe Lara lange nicht mehr gesehen und Tabea kam gestern Abend noch vorbei..."
Ich stand nun auf und drückte Paula leicht in den Stuhl. Ich setzte mich auf die Bettkante und sah zu Lara. Sie sah so friedlich. Ich lächelte kurz leicht und sah dann wieder besorgt zu Paula.
M:,,Sie hat es dir gesagt oder?"
Paula nickte nur und strich Lara über ihren Arm.
P:,,Sie hat das nicht verdient. Sie hat schon genug durch gemacht."
M:,,Ich weiß. Wir werden heute besprechen was wir machen."
Paula sah mich besorgt an. Ihre Augen verrieten mir aber das ihr was auf dem Herzen liegt.
M:,,Wie gehts dir denn überhaupt?"
P:,,Gut alles in Ordnung."
Ich sah sie an. Ich kannte Paula schon lange und wusste das sie mich anlügt.
M:,,Ich spur doch das etwas ist."
In ihren Augen bildeten sich tränen.
M:,,Was ist denn los?"
Ich sprach nun liebevoll mit ihr und kniete mich nun vor sie hin. Ich nahm ihre Hand, die auf ihren Oberschenkel lag, in meine. Sie fing an zu weinen und schluchzte leise.
M:,,Du kannst doch mit mir reden Paula. Alles gut. Ist ok. Was ist denn los?"
Ich strich ihr nun über denn Arm und sie sah mich nun an.
P:,,Ich...Ich...Ich hab ein Problem."
M:,,Was für ein Problem Paula?"
Sie fing nun mehr an zu weinen und versuchte meinen Blick auszuweichen. Ich nahm mit meiner Hand ihr Kinn nun zwischen die Finger, das sie mir nun nicht mehr entfliehen konnte und sie mich anschauen musste. Sie schien kurz zu überlegen ob sie es mir sagen sollte oder nicht. Sie atmete noch mal kurz tief und und dann wieder aus.
P:,,Ich...Also...Ich bin schwanger."
Sie hatte ein zittrige Stimme und sprach leise.
Ich war anfangs irritiert. Hat sie gerade wirklich gesagt das sie schwanger ist? Seit wann hat sie denn einen Freund? Sie sah mich erwartungsvoll an.
M:,,Das ist doch nichts schlimmes."
Ich versuchte sie zu beruhigen. Ich konnte das Problem nicht ganz so verstehen.
P:,,Doch."
M:,,Warum denn?"
P:,,Wegen dem Vater..."
Die Frage interessiert mich auch. Immerhin wüsste ich das wenn Paula einen Freund hätte.
M:,,Wer ist denn der Vater?"
P:,,T..T..Tobias."
Momentmal. Hatte sie gerade Tobias gesagt. Etwa der Tobias der Lara misshandelte und verletzte. Tabea fast umgebracht hatte und Paula entführte? Ich wusste gar nicht was ich sagen sollten. Ich war etwas überfordert, doch ich versuchte es mir nicht anmerken zu lassen.
M:,,Bist du denn sicher? Ich dachte du kannst dich nicht erinnern was passiert ist."
P:,,Kann ich ja auch nicht. Es ist aber eindeutig. Er ist der einzige der es sein könnte."
Ich wusste nun was das Problem war.
M:,,Und was willst du jetzt machen?"
P:,,Ich weiß es nicht. Ich meine ich will das Lara wirklich nicht antun, aber abtreiben?!"
Es tat mir für Paula leid, dass sie in dieser Situation war. Ich hätte ihr gerne irgendwie geholfen bei der Entscheidung, aber die muss sie alleine treffen.
M:,,Egal was du machst, ich unterstütze dich ok? Wenn du das Kind behaltest bin ich für dich da und wenn nicht bin ich auch für dich da."
Paula fiel mir in den Arm und rutschte dabei von dem Stuhl. Wir saßen beide am Boden und umarmten uns. Ich merkte das Paula genau das jetzt brauchte und ich gab ihr Zeit. Sie löste sich irgendwann wieder und sah mich an.
P:,,Danke."
M:,,Ich werde dich immer unterstützen komme was wolle."
Sie lächelte mich nun an und setzte sich wieder auf den Stuhl. Auch ich setzte mich wieder auf die Bettkante. Wir sahen Lara beide an. Einfach so. Wir redeten auch nichts. Wir sahen sie nur an. Sie gehört zur Familie und wir machten uns alle Sorgen um sie. Als es an der Tür klopfte und ich Tabea sah war ich erleichtert und hoffte das wir eine gute Lösung finden könnten.
T:,,Hey Paula. Was machst du denn hier?"
P:,,Ich wollte nur zu Lara."
T:,,Aso. Na gut dann kommen wir auch mal zum wichtigen."
Tabea nahm sich nun ebenfalls einen Stuhl und setzte sich zu uns.
T:,,Also...Ich habe mich gestern noch mit eineigen Kollegen unterhalten."
P:,,Und?"
T:,,Wir waren alle der selben Meinung. Das wäre viel zu Risiko reich sie zu operieren. Sie muss solche Aussetzer außerdem schon ein paar mal gehabt haben. Das Herz schien dann aber immer selbst wieder an zu schlagen. Das kann aber auch ganz anders ändern."
P:,,Sie könnte daran sterben?"
T:,,Es ist nicht schon das zu sagen aber ja das könnte sie."
M:,,Und was machen wir jetzt dagegen?"
T:,,Wir können ihr Medikamente geben, die solche Aussetzer verhindern sollen und auch die Symptome vermildern sollen. Wird es aber schlimmer, kommen wir an der Operation nicht vorbei."
Der Schock saß bei Paula und mir tief. Auch Tabea fiel das ganze schwer, das konnte man sehen.
M:,,Ok. Dann hoffen wir mal das es klappt."
P:,,Ich hoffe."
T:,,Wir können nichts anderes tun als abwarten und hoffen, dass es hilft."
Wir schwiegen noch die restliche Zeit. Ich merkte wie sich Lara bewegte und ihre Augen aufmachte. Mir war klar, dass jetzt das schwere kommt...
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Ein neues Leben
Fiksyen PeminatDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
