Sicht Tabea
[L:Lara, T:Tabea]
Mir war klar das es besser wäre im Bett zu bleiben aber Lara brauchte mich. Sie hat schon soviel durchgemacht und jetzt auch noch das. Ich hatte selbst Angst das Paula schon tot sein könnte und hoffte das die Polizei sie so schnell wie möglich findet. Ich wusste wie schwer verletzt Franco war und hoffte das Paula es schaffte. Ich war noch etwas wackelig auf den Beinen unterwegs und Miriam half mir. Ich wollte unbedingt zu Lara, da ich nicht wollte das sie alleine ist. Immerhin ist sie schon einmal abgehauen. Vor Paulas Tür schickte ich Miriam weg. Den Rest würde ich auch alleine schaffen. Ich klopfte an der Tür doch es kam keine Antwort.
T:,,Lara? Ich bin's Tabea. Darf ich rein kommen?"
Sie antwortete mir wieder nicht und ich öffnete die Tür. Im Bett lag Lara unter der Decke. Ich ging rein und machte die Tür wieder zu. Langsam setzte ich mich auf das Bett zu Lara.
T:,,Lara?"
Ich hörte wie sie leise weinte.
T:,,Lara ich bin es Tabea. Du kannst doch mit mir reden."
Sie setzte sich auf und sah mich an. Ihre Augen waren ganz rot und ich merkte das sie nicht mehr konnte.
T:,,Maus du kannst doch mit mir reden."
L:,,Zuerst stirbt meine Mutter. Dann haut Maria mit den kleinen ab. Als nächstes wirst du verletzt. Ich dachte du stirbst! Jetzt ist auch noch Paula weg. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich kann das alles nicht mehr!"
Sie brach in Tränen aus vergrub sich wieder unter der Decke."
T:,,Ach Maus. Es wird alles wieder gut. Versprochen. Ich wusste nicht das dich das mit mir nich immer so belastet."
Ich griff mit meiner Hand unter die Decke und suchte nach ihrer. Als ich sie gefunden hatte streichelte ich ihre um sie etwas zu beruhigen.
L:,,Kannst du mir etwas versprechen?"
T:,,Was denn?"
L:,,Versprich mir das du und die anderen auch nicht geht. Ich brauch euch und Paula auch. Ich will doch nur wissen ob es ihr gut geht und wo sie ist."
T:,,Wir lassen dich auf keinen Fall alleine.
Das versprich ich dir."
Sie kam von der Decke hervor und kuschelte sich an mich.
L:,, Kannst du heute mit mir hier schlafen?"
T:,,Aber klar doch."
Lara lies mich nicht mehr los. Es war schön zu sehen das sie so an uns hängt. Ich war froh das sie mir vertraute. Ich hatte sie sehr ins Herz geschlossen. Es tat weh sie so zusehen. Ich deckte sie zu, als ich merkte das sie eingeschlafen war. Ich legte mich neben sie hin und schlief selbst sehr schnell ein.
Sicht Paula
Mir ging es immer schlechter und mir war klar das wenn mich nicht bald jemand findet, das ich das nicht überlebe. Es war mittlerweile wieder dunkel draußen. Es fiel mir immer schwerer meine Augen offen zuhalten. Ich erkannte draußen plötzlich ein Licht das sich bewegte. Es kam anscheinend von einer Taschenlampe. Ich dachte mir das es Tobias ist. Doch meine Augen fielen wieder zu.
Ich nahm plötzlich Stimmen war. Nach einigen versuchen gelang es mir meine Augen wieder zu öffnen. Ich sah Michelle vor mir und war erleichtert. Sie sagte etwas, doch ihre Stimmen wurden immer verwaschener und ich verstand nichts. Es fing an sich alles zu drehen und mir wurde wieder schwarz vor den Augen.
Sicht Miriam
[K: Katharina, C:Charlotte, M:Miriam, J:Julia Mertens]
Ich saß mit Charlotte im Wohnzimmer. Die Stimmung in der WG wurde immer schlimmer. Wir mussten ständig nur mehr an Paula denken. Wir wussten das sie schon tot sein konnte. Doch daran wollten wir nicht denken.
Mein Handy klingelte und ich hob ab. Es war die Klinik und ich war etwas verwirrt.
M:,,Hallo Dietz."
J:,,Hallo Miriam. Ich bin's Julia."
M:,,Ah. Was gibt es denn?"
J:,,Wir haben gerade bescheid bekommen das sie Paula gefunden haben."
M:,,Was? Oh Gott endlich. Wie geht es ihr?"
J:,,Ich weiß leider noch nichts genaueres aber sie sollten jeden Augenblick hier sein."
M:,,Ok aber sie lebt?"
J:,,Ja."
M:,,Gott sei dank. Wir machen uns auf den Weg."
J:,,Kommt aber nicht alle. Wie gesagt ich weiß nicht wie ihr Zustand ist."
M:,,Ok. Aber irgendjemand von uns wird kommen."
J:,,Gut bis dann."
Ich legte auf und rief nach Kathi die in der Küche war. Sie kam schnell her und sah mich verwirrt an. Genauso wie Charlotte die mich neben mir saß.
M:,,Paula wurde gefunden."
C:,,Wirklich?"
K:,,Wie geht es ihr?"
C:,,Aber sie lebt doch noch?"
K:,,Oh Gott bitte sag ja."
M:,,Ganz ruhig. Ja sie lebt noch. Julia hat mir gerade Bescheid gegeben. Sie weiß selber leider noch nichts genaueres zu Paulas Zustand. Deswegen soll wir auch nicht alle kommen."
C:,,Dann würde ich sagen fährt nur einer von uns."
K:,, Wenn jemand von euch hin fahren will kann ich gerne hier bleiben."
C:,,Ich kann auch hier bleiben."
M:,,Ok dann fahr ich. Sagt Lara und Tabea noch nichts. Ich will ihnen erst Bescheid geben wenn ich weiß wie es ihr geht."
K:,,Gut. Sag und Bescheid wenn du etwas weißt."
M:,,Klar doch."
Ich stand auf und ging raus zum Auto. Ich war so erleichtert das Paula endlich gefunden wurde und fuhr los.
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Ein neues Leben
FanfictionDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
