Sicht Lara
Ok du schaffst. Du gehst rein und fängst gleich an zu Kochen. Wenn er gegessen hatte ist er besser gelaunt, dachte ich mir. Ich nahm all meinen Mut zusammen und atmete nochmal tief ein. Ich klopfte an die Tür doch keiner öffnete. Ich drückte die Türschnalle runter und zu meinen erstaunen war nicht abgeschlossen. Die Wohnung sah schlimm aus. Überall lag Müll und jede Menge Bierflaschen. Als ich in der Küche war traute ich meine Augen nicht. Sie war komplett verwüstet. Am Herd stand ein Topf mit verbrannten Nudeln. Man erkannte das er kein Wasser reingaben sondern nur die Nudeln und diese versuchte zu kochen. Ich ging ins Wohnzimmer, wo ich Tobias schlafend entdeckte. Ich zog mich um da ich seit gestern nich immer die gleichen Klamotten an hatte. Ich fing an die Wohnung sauber zu machen. Als ich damit fertig war machte ich mach an das Kochen.
Währenddessen
Sicht Paula
[T:Tabea, M:Miriam]
Ich hatte gerade Mittagspause und saß in der Umkleide. Normalerweise kam um die Zeit keiner hier rein. Deswegen erschrak ich auch als die Tür aufging. Zum Glück waren es nur Miriam und Tabea.
T:,,Hier bist du also."
M:,,Wir haben dich schon überall gesucht."
Die beiden setzten sich auf die Bank zu mir.
T:,,Du denkst an Lara oder?"
Ich nickte leicht.
M:,,Sie ist sicher in guten Händen. Zerbrich dir den Kopf deswegen nicht."
,,Ich weiß aber sie wirkte so hilflos als sie ging. Ich hoffe das es ihr gut geht.", meinte ich leise.
T:,,Bestimmt. Sie muss ja sowieso nochmal zur Kontrolle vorbei kommen und der Gips muss ja schließlich auch noch runter."
M:,,Da kannst du dich ja dann auch vergewissern das es ihr gut geht."
,,Ihr habt ja recht", ich sah Tabea währenddessen fragend an. Sie wusste sofort was ich wissen wollte.
T:,,In 4 Wochen kommt der Gips runter."
Miriam schaute Tabea an und musste lachen.
M:,,Kannst du Gedanken lesen?"
Tabea und ich mussten ebenfalls anfangen zu lachen. Ich kannte Tabea schon so lange das wir mittlerweile unsere Sätze Gegenseitig beenden.
Sicht Lara
[T:Tobias]
Endlich war ich mit dem Kochen fertig und die Wohnung glänzte wieder. Es war nicht so einfach mit einem Gips aber ich habe es trotzdem hinbekommen. Ich ging in mein Zimmer und fing an die Hausaufgaben die ich unbedingt morgen Luis und Matthias geben muss zu machen. Ich war froh das ich den Gips links hatte und nicht rechts. Ich saß nich bis spät in die Nacht. Gegen 2 Uhr hörte ich plötzlich Schritte die immer lauter wurden. Schnell stand ich auf und versteckte mich in meinen Schrank.
T:,,Wo bist du?" schrie er laut.
T:,,Ich weiß doch das du hier bist."
Er durchwühlte mein Zimmer um mich zu finden. Ich bekam panische Angst und mein Herz klopfte immer schneller. Zuletzt riss er die Tür des Kasten auf.
T:,,Hier versteckst du dich also."
T:,,Wo warst du? Glaubst du das sich die Wohnung von alleine putzt? Ich hatte Hunger und du warst nicht hier! Du bist dafür verantwortlich!"
Ich zitterte am ganzen Körper und spürte schon seine Fäuste auf mir.
T:,,Also wo warst du?"
Ich antwortete ihn nicht was ihn nur noch wütender machte.
T:,,Ich hab dich was gefragt!
,,Im Krankenhaus",sagte ich leise.
T:,,Wie bitte?"
,,Ich sagte im Krankenhaus", meinte ich diesmal lauter.
T:,,Du freche Görre!"
Ihr schlug mir mehrmals auf mich ein und als aufhörte und ging kauerte ich am Boden weinend, bis ich vor lauter Müdigkeit einschlief.
Der nächste Tag
Sicht Lara
Mein Wecker läutete wie immer um 5 Uhr ich packte meine Sachen ging ins Bad, machte mich fertig und versuchte mein blaues Augen von gestern Abend so gut es ging abzudecken. Anschließend huschte ich nich schnell in die Küche und machte Frühstück für Tobias. Ich hatte keine Zeit um zu frühstücken und Appetit hatte ich auch nicht. Außerdem musste ich auch schon los in die Schule.
In der Schule angekommen traf ich natürlich gleich als erstes auf Matthias, Kevin und Luis.
Ich gab ihnen ihre Hausaufgaben und sie ließen mich zu meinen Glück einigermaßen in Ruhe. Sie brachten ein paar blöde Sprüche und drückten mir auch schon die Hausaufgaben in die Hand die ich noch nachholen musste. Ich ging weiter in die Klasse und setzte mich auf meinen Platz. Ich saß alleine in der letzen Reihen. Ich setzte mich hin und wartete bis der Unterricht begann. Als Herr Ludwig die Klasse betrat traute ich meinen Augen nicht...
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Ein neues Leben
FanfictieDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
