3 Wochen später
Sicht Lara
[M:Miriam, C:Charlotte, K:Katharina]
Weitere 3 Wochen vergingen und ich distanziere mich immer mehr. Auch in der Schule, Elena fragt mich zwar immer was los ist, aber ich gebe ihr dann meistens keine Antwort. Ich esse auch nur mehr wenn ich schon ziemlich schwach bin. Miriam und die anderen haben zum Glück noch nicht viel darüber gesagt, was mir einiges erleichtert. Alex mag ich noch immer nicht so, aber es wird langsam besser Paulas Werte sind wieder in Ordnung und sie könnte jeden Augenblick aufwachen. Ich setze gerade in meinem Zimmer und versuch meine Hausaufgaben zu machen, doch es gelingt mir einfach nicht. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren. Mein Lehrer hat mich zwar auch schon auf mein Verhalten angesprochen, da ich in letzter Zeit nicht mehr so bei der Sache bin, aber das ist mir egal. Es klopft an der Tür und Charlotte kommt rein.
C:,,Hey Lara."
Ich setzte ein Lächeln auf, in der Hoffnung das sie schnell wieder verschwindet.
C:,,Also, ich hab gerade eine Nachricht von Miriam bekommen."
Was sollte das jetzt mit mir zu tun haben? Ich schaute sie fragend an.
C:,,Paula scheint wach zu werden."
Das war das beste was ich in letzter Zeit gehört habe und mein aufgesetztes Lächeln wurde echt.
C:,,Wir wollen zu ihr fahren und für sie da sein wenn es soweit ist. Kommst du mit?"
Ich nickte. Auf jeden Fall würde ich mit fahren. Charlotte ging wieder raus und ich folgte ihr. Tabea war auch wieder arbeiten und so waren nur Charlotte und Kathi da. Wir zogen uns an und machten uns auf den Weg ins Krankenhaus. In Paulas Zimmer angekommen, stand auch schon Miriam, die gerade den Schlauch aus ihren Hals entfernt hat.
K:,,Kann sie den schon selbstständig atmen?"
M:,,Ja."
Ich freute mich riesig darüber. Endlich würde alles etwas besser laufen. Wir standen neben Paulas Bett. Ich sah sie an und merkte wie ihr Augen sich bewegen. Ich schaute Miriam an, die verstand was ich meinte. Sie legte ihre Hand auf Paulas Schulter.
M:,,Paula? Kannst du mich hören? Mach doch bitte mal die Augen auf."
Es schien so als konnte sie es nicht, es gelang ihr aber nach mehreren Versuchen trotzdem.
Sicht Paula
[M:Miriam, K:Katharina, T:Tabea, C:Charlotte]
Alles war schwarz, doch ich konnte Stimmen hören. Ich konnte sie nicht zu ordnen und wollte meine Augen öffnen um zu sehen wer da war. Es gelang mir nicht. Doch als mich jemand berührte, erkannte ich die Stimme es war Miriam. Ich schaffte es endlich meine Augen zu öffnen. Neben mir stand Miriam. Ich sah mich um. Ich lag im Krankenhaus. Was ist passiert? Ich versuchte Krampfhaft much daran zu erinnern was los war. Ich merkte nun auch eine zweite Hand auf mir. Es war Charlotte. Erst jetzt merkte ich das die anderen aus der WG da waren. Lara stand neben Charlotte und lächelte mich an. Ich sah mich wieder um und bemerkte erst jetzt die Geräte die piepsten. Moment mal? Bin ich etwa auf der Intensivstation? Ich konnte mich einfach nicht erinnern. Miriam riss mich aus meinen Gedanken.
M:,,Hey Paula! Hier bleiben. Du driftest ja schon wieder ab."
Ehrlich? Ich war verwirrt.
M:,,Schau mir mal bitte auf die Nasenspitze."
Sie leuchtete mir in die Augen. Es schienen zwar alle erleichtert zu sein. Doch trotzdem war eine gewisse Anspannung da.
M:,,Paula? Kannst du mir mal bitte etwas sagen? Ein einfaches Hallo reicht schon."
Die Frage verwirrte mich jetzt komplett. Warum sollte ich Hallo sagen? Naja egal. Ich öffnete meinen Mund und wollte etwas sagen.
Doch ich bekam nichts raus. Ich erschrak darüber.
M:,,Ist nicht schlimm Paula. Das kann auch noch von der Intubation sein."
Der Satz beruhigte mich nicht wirklich. Ich wollte endlich wissen was los war. Tabea schien so als ob sie meine Gedanken lesen könnte.
T:,,Du hattest einen Unfall mit dem NEF. Danach bist du verschwunden und wir haben die ein paar Tage lang gesucht."
Verschwunden? Warum sollte ich verschwinden? Nach einen Unfall? Ich schaute sie nur noch verwirrender an.
T:,,Du bist entführt worden. Von Tobias, er hat dich in einer Hütte im Wald festgehalten. Kannst du dich denn an nichts mehr erinnern?"
Ich schüttelte nur den Kopf und alle schauten mich besorgt an, bis auf Lara. Ihr schien das alles egal zu sein. Sie lächelte mich einfach an und schien fast erleichtert zu sein.
K:,,Paula du lagst über einem Monat im Koma. Du hattest schwere Verletzungen und musstest operiert werden. Du warst so schwach das wir geglaubt haben, dass du es nicht schaffst."
Jetzt verstand ich auch Laras Blick. Ich griff nach ihrer Hand.
M:,,Also meine nächste Frage hätte sich jetzt erledigt.
Ich lächelte Lara an. So wie sie es tat. Ich war froh sie zu sehen. Aber irgendwie sah sie nicht ganz so gut aus. Sie lächelte, sah aber schlapp aus. Vielleicht täusche ich mich ja auch nur, redete ich mir selbst ein.
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Ein neues Leben
FanficDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
