61. Rätsel

951 26 1
                                        

Sicht Charlotte
[F:Freddy]
Ich ging wieder in die Notaufnahme, wo auch Freddy auf mich wartete. Er sah lächelte mich an und schien froh darüber zu sein, mich wieder zu sehen. Es war für mich zwar etwas unverständlich, da ich ja nicht so lange Weg war.
F:,,Wieder alles in Ordnung?"
C:,,Ja alles wieder in Ordnung."
Sein Blick änderte sich. Er schien zu merken das ich mir um Lara sorgen machte.
F:,,Und bei dir alles in Ordnung?"
Ich wusste anfangs nicht ob ich mit ihm darüber reden soll, doch er kennt mich fast besser als ich mich selbst und ist ein guter Freund.
C:,,Ich weiß nicht."
F:,,Was ist denn los?"
C:,,Ich mach mir Sorgen um Lara und auch um Paula."
F:,,Wieso denn? Paula liegt doch nicht mehr auf der ITS und Lara wird doch heute auch verlegt."
C:,,Nein, Lara bleibt nich für eine Nacht auf der ITS. Sie hatte vorhin eine Panikattacke und war schwer zu beruhigen. Sie bleibt noch zur Sicherheit für eine Nacht."
Er stand nun auf und nahm meine Hände in seine.
F:,,Du solltest auf andere Gedanken kommen."
Er sah mir nun in die Augen. Ich hasste diesen Blick. Er machte in immer wenn es mir schlecht ging und dadurch werde ich immer weich.
F:,,Was hältst du davon wenn du nach der Arbeit mit zu mir kommst."
Ich überlegte kurz und entschied mich dafür. Freddy schaffte es einfach immer mich auf zu munter. In den letzten Monaten ist außerdem viel passiert und ich unternahm mit Freddy nicht mehr so viel. Ich nickte nur, worauf hin er mich umarmte. Es tat gut. Ich hatte schon lange keine Umarmung mehr bekommen. Ich legt meinen Kopf auf seine Brust und hörte seinen Herzschlag. Es beruhigte mich. Bei ihm fühlte ich mich einfach immer geborgen. Als Schwester Amelie in den Raum kam, lösten wir uns sofort von einander.
A:,,Es kommt gleich eine schwer Verletzte Person."
F:,,Was ist passiert?"
C:,,VU."
Kurze Zeit später kam auch schon die Person. Wir versorgten sie schnell und haben sie sofort in den OP gebracht nachdem wir festgestellt haben, dass sie innere Blutungen hat. Die restliche Schicht verging recht ruhig. Als Freddy und ich Feierabend hatten, zogen wir uns um und machten uns auf den Weg in sein Auto.

Sicht Miriam
Es vergingen 5 Stunden und Lara schlief noch immer. Ich musste zwischendurch mal raus, um auch mal zu meinen anderen Patienten zu sehen. Anna blieb in der Zwischenzeit bei Lara.
Ich hielt ihre Hand fest. Sie sah so ruhig aus. Die Geräte fingen plötzlich an zu piepen. Ich sah auf die Monitore. Das konnte doch nicht sein. Ich sprang sofort auf und fing an zu reanimieren. Anna kam auch sofort an gerannt.
Das ergab alles keinen Sinn. Ihr ging es doch gut. Wie konnte sie jetzt einen Herzstillstand haben. Anna kramte gerade eine Spritze raus als ihr Herz wieder anfing zu schlagen.
Geschockt hörte ich mit der Reanimation auf.
A:,,Was war das denn?"
M:,,Keine Ahnung. Das war echt komisch. Wieso fing ihr Herz einfach für kurze Zeit auf zu schlagen."
Anna und ich sahen uns verwirrt an und ich forderte sofort ein paar Untersuchungen an. Ich war total am verzweifeln und machte mir immer mehr Sorgen um sie. Nach 1 h kam sie auch wieder zurück. Sie war sogar wach und sah mich erschöpft an.
M:,,Wie gehts dir denn Maus?"
Sie nickte nur und ich merkte das sie schwach war.
M:,,Hast du Schmerzen oder sonst irgendwelche Beschwerden?"
Sie schüttelte nur den Kopf und hielt meine Hand wieder fest.
M:,,Du solltest wieder versuchen zu schlafen. Ich bleib auch wieder bei dir."
Sie wirkte sehr erleichtert und kurze Zeit später fielen ihre Augen. Ich machte mir ständig nur mehr Angst um sie. Ich hatte keine Ahnung was das war. Sie hatte Glück, das sie im Krankenhaus war. Ich entschied mich dazu Tabea an zurufen. Sie kennt sich bei Kindern besser aus. Sie konnte es selbst nicht ganz glauben und machte sich sofort auf den Weg.
Tabea war schnell da und ich erzählte ihr nochmal was passiert war.
M:,,Hast du irgend eine Ahnung?"
T:,,Ne... Das klingt schon alles ganz schon seltsam."
Wir warteten auf die Ergebnisse und sahen uns die Bilder genau an. Wie starrten gefühlt ewig auf die Bilder. Doch ich sah nichts.
M:,,Wir über sehen doch irgendwas. Sie kann nicht erst seit jetzt etwas haben."
T:,,Nein auf keinen Fall. Es muss etwas sehr kleines aber doch gravierendes sein."
Tabea sah immer fixierter auf die Bilder.
T:,,Bring mir mal eine Lupe."
Ich war zwar irritiert doch ich vertraute Tabea und brachte ihr eine.
T:,,Ich habs."
M:,,Was denn?"
T:,,Hier."
Ich sah durch die Lupe. Es war schwer zu erkennen, doch es war da.
M:,,Ist das?"
T:,,Jap. Ein ganz kleines Loch."
M:,,Im Herzen?!"
T:,,So klein wie es ist, ist es auch kein Wunder das wir es immer übersehen haben. Das muss sie aber schon seit der Geburt haben."
Ich sah auf die Bilder und mir fiel etwas auf.
M:,,Siehst du wo das liegt?"
Auch Tabea realisierte es nun.
T:,,Verdammt!"
M:,,Also Glück hat sie definitiv nicht. Was machen wir denn jetzt?"
T:,,Ich will es ja fast nicht sagen, aber ich will sie nicht operieren. Das ist zu gefährlich."
Die Loch war an einer sehr komplizierten Stelle. Klar sind Operationen am Herzen riskant aber das...
M:,,Aber was machen wir dann?"
T:,,Ich will mir noch ein paar Meinungen anhören."
M:,,Ok gut mach das. Ich bleib inzwischen bei Lara."
Tabea sah mich besorgt an nahm die Bilder und ging. Ich machte mir genauso große Sorgen. Warum muss das nur immer Lara passieren. Ich konnte jetzt aber nichts anderes machen als abwarten.

Sicht Charlotte
[F:Freddy]
Wir waren mittlerweile bei Freddy in der Wohnung. Sie saßen auf der Couch unterhielten uns und lachten viel. Es tat gut einfach mal über andere Dinge zu reden. Natürlich entgingen mir seine Blicke nicht, doch ich wusste nicht wirklich wie ich darauf reagieren sollte. Es war mittlerweile schon Abend. Freddy kochte für uns etwas und wir aßen gemeinsam. Je mehr Zeit ich mit Freddy verbrachte, desto mehr schloss ich in in mein Herz. Wir setzten uns nach dem Essen wieder auf die Couch. Meine Gedanken schweiften wieder ab und ich fing wieder an nach zudenken.
F:,,Charlotte?"
Ich hatte Freddy irgendwie verdrängt.
C:,,Was ist? Tut mir leid."
F:,,Ich hab dich gefragt ob es dir gut geht."
C:,,Ja tut mir leid. Ich hab schon wieder nachgedacht."
Er wusste sofort worüber ich nach dachte.
F:,,Mach dir nicht solche Sorgen."
Er griff nun wieder nach meiner Hand. Ich versuchte seinen Blicken auszuweichen als er mein Kinn anhoben.
F:,,Lotte, du weißt das ich immer für dich da bin."
Er war der einzige der mich Lotte nannte und das auch nur wenn er merkte das es mir nicht gut geht. Er umarmte mich nun. Es tat gut seine Nähe zu spüren. Ich kuschelte mich an. Es war schön. Er strich mir über den Rücken und ich genoss es sehr. Ich merkte wie wichtig Freddy mir war. Ich kannte ihn schon so lange, doch ich wollte es wohl nie wirklich so war haben. Nach einer Zeit löste ich mich nun von ihn. Er sah mir in meine Augen und ich merkte wie sehr sie funkelten. Er lächelte mich nun an und strich mir über die Hand. Ich bekam Gänsehaut aber es war schon. Er strich mir eine Haarsträhne hinter das Ohr. Ich kam im nun näher. Er grinste und dann passierte es. Unser Lippen berührten. In meinen Bauch kribbelte es. Es fühlte sich gut an. Freddy drückte mich auf die Couch. Wir küssten uns immer intensiver und ich fuhr mit meiner Hand unter sein T-Shirt und zog es ihm aus. Er grinste mich an. Er stand auf und trug mich ins Schlafzimmer. Ich realisierte es Anfangs selbst nicht, doch wir hatten es wirklich getan. Ich lag mit meinen Kopf mittlerweile auf seiner Brust und er strich mir über den Rücken. Ich fühlte mich bei ihm einfach geborgen. Nach kurzer Zeit schlief ich auch schon ein.

Ein neues LebenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt