Sicht Miriam
[J:Julia, M:Miriam]
Ich fuhr mit Lara Richtung Krankenhaus. Wir haben nichts gesprochen und man spürte die Anspannung. Ich war genau so fertig und nervös wie Lara. Ich hoffte das es Paula gut ging. Julia hätte mich aber angerufen wenn etwas wäre. Als wir in der Klinik waren gingen wir sofort auf die ITS. Kaum waren wir auf der Station, sah ich auch schon Julia.
J:,,Hey Miri."
Sie klang etwas bedrückt, was meine Sorge um Paula noch großer machte.
M:,,Hey Julia."
J:,,Wollen wir zu ihr gehen?"
M:,,Ja."
Sicht Lara
[M:Miriam, J:Julia, L:Lara, A:Anna]
Wir zu Paula in Zimmer. Als Julia die Tür öffnete, hörte ich schon sämtliche Geräte. Paula lag im Bett. Sie hatte einen Schlauch im Mund. Sie hatte ziemlich viele Blaue Flecken. Einige waren ziemlich dunkel und andere noch ganz hell. Um ihren Kopf herum hatte sie einen Verband. Sie hatte noch dazu sämtliche Abschürfungen. Sie sah schrecklich aus, aber dennoch friedlich.
Ich stand neben Miriam bei Paulas Bett. Miriam hielt Paulas und streichelte sie. Sie sah Julia an, die sehr besorgt aus sah.
M:,,Wie lief die OP?"
J:,,Der Milzriss konnte gut behoben worden."
M:,,Und die Hirnblutung?"
J:,,Genau darüber wollte ich mit dir reden. Du warst gestern so fertig, das ich dir nicht auch noch sagen wollte wo die Gehirnblutung genau ist."
M:,,Komm schon Julia. Ich bin doch selbst Ärztin und weiß das eine OP im Gehirn nicht ohne ist."
J:,,Die Blutung war auf der linken Gehirnhälfte. Das Sprachzentrum war leider betroffen."
M:,,Oh Gott nein."
L:,,Was heißt das?"
Ich total verwirrte und hatte überhaupt keine Ahnung wovon die beiden redeten.
M:,,Naja also...Im schlimmsten Fall kann Paula nicht mehr reden."
L:,,Was? Nein. Das kann doch gar nicht sein oder?"
J:,,Tut mir leid kleine, aber leider ist es so."
Mir kamen die Tränen, doch ich unterdrückte sie. Auch Miriam sah so aus, als ob sie gleich anfing zu weinen.
J:,,Wir können jetzt dazu noch nichts sagen. Wir wissen auch noch nicht wann sie aufwachen wird."
L:,,Aber sie wird doch aufwachen oder."
Der Blick von Julia sagte mir schon alles.
M:,,Wird sie es schaffen?"
J:,,Tut mir leid, aber es sieht schlecht aus."
Miriam schluchzte und ihr lief eine Träne über die Wange. Auch mir liefen ein paar Tränen runter.
L:,,Tut mir leid."
M:,,Was tut dir denn leid?"
L:,,Hätte ich schon Paula gesagt was los ist, als Julia mich nach dem Sturz ins hierher brachte, dann wäre das alles nicht passiert. Paula würde hier nicht liegen und müsste nicht sterben."
M:,,Erstens, wir wissen nicht ob Paula stirbt und das wird sie auch nicht. Ich kenne sie. Sie gibt nicht einfach kampflos auf. Zweitens, du bist nicht Schuld daran. Tobias hat das alles zu verantworten. Er wird seine Gerechte Strafe bekommen, für das was er dir angetan hat und Tabea und Paula."
J:,,Was man den schon was er ihr genau angetan hat? Wir können es immerhin nur durch die Verletzungen vermuten."
M:,,Nein, gar nichts. Er redet nicht mit den Polizei. Deswegen ist unsere einzige Hoffnung Paula."
J:,,Ok. Ähm..Lasst uns mal raus gehen. Ich denke das der Anblick reicht."
Miriam schüttelte den Kopf. Sie nahm much bei der Schulter und wir gingen raus.
J:,,Anna kommst du mal."
A:,,Was gibts?"
J:,,Kannst du mal eben auf Lara aufpassen. Ich würde gerne noch mit Miriam kurz unter vier Augen reden."
A:,,Na klar. Kommst du mit Lara?"
Ich sah Miriam an und sie nickte. Mir war klar das ich etwas nicht wissen durfte und nickte somit.
Sicht Miriam
[J:Julia, M:Miriam, L:Lara]
Nachdem Lara mit Anna mit ging, folgte ich Julia ins Schwesterkanzel. Dort war keiner und wir konnten uns in Ruhe unterhalten.
J:,,Pass auf Miriam. Du weißt doch das wir die Patient wie Paula komplett durch checken lassen."
M:,,Ja...Worauf willst du hinaus."
J:,,Ich hab sie auch von einem Kollegen aus der Gynäkologie untersuchen lassen. Es scheint wohl auch zu einem sexuellem Übergriff gekommen zu sein."
M:,,Nicht auch noch das."
J:,,Ich weiß das es für dich gerade schwer ist, aber ich dachte das du das vielleicht auch wissen solltest. Falls Paula aufwacht, müssen wir behutsam mit ihr umgehen und dürfen nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Wichtig ist das sie sich erstmal erholt."
M:,,Auf jeden Fall. Ich weiß das Paula aufwachen wird."
J:,,Na gut. Ich will dich auch nicht länger aufhalten. Du solltest mit Lara nach Hause fahren. Du schaut ziemlich mitgenommen aus und Lara sah vorhin auch nicht besser aus. Kannst du fahren?"
M:,,Ja klar. Auf jeden Fall das geht schon."
J:,,Bist du dir sicher?"
M:,,Ja. Versprochen."
Wir gingen raus zur Anna und Lara. Nachdem wir uns verabschiedeten gingen wir Richtung Auto.
Im Auto sah ich Lara an, die ziemlich fertig ausschaute.
M:,,Lara?"
L:,,Ja?"
M:,,Das wird alles wieder."
L:,,Ich hoffe."
M:,,Lara, ich möchte das du weißt, dass ich und auch die anderen für dich da sind. Du kannst immer zu uns kommen. Egal was ist. Ok?"
L:,,Ja."
Ich warf ihr nochmal ein Lächeln zu und fuhr los.
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Ein neues Leben
Hayran KurguDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
