73. Zu Boden

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Sicht Miriam
[P:Paula]
Paula und ich gingen suchten verzweifelt nach ihr ihm Wald. Wir riefen nach ihr, bekamen aber nie eine Antwort. Als ich in der Ferne ein Mädchen sah, erkannte ich sie.
M:,,Das ist sie doch."
Ich zeigte zu dem Mädchen rüber und Paula gab mir recht.
M:,,Lara!"
Paula und ich gingen in ihre Richtung. Je näher wir kamen, desto besser konnten wir erkennen das sie es wirklich ist. Sie schien Panik zu bekommen und rannte los.
P:,,Verdammt! Sie darf sich nicht so anstrengen. Sie hat heute ihre Tablette noch nicht genommen."
Wir rannten ihr hinter her und riefen nach ihr. Mit jedem Schritt machte ich mir immer mehr Sorgen. Sie darf sich nicht so anstrengen. Ihr schien wohl schwindelig zu sein. Sie blieb stehen. Das war unsere Chance. Ich lief so schnell ich konnte zu ihr. Sie brach plötzlich zusammen und ich befürchtete das schlimmste.
P:,,Lara!"
Ich war endlich bei ihr. Sofort taste ich nach ihren Puls. Er war zum Glück da, aber er war noch kaum da. Sie atmete ziemlich flach.Paula war nun auch hier und kniete sich ebenfalls sofort zu ihr.
M:,,Sie Atmet und hatten einen Puls. So schwach wie der ist, kann der aber jeder Zeit sofort weg sein."
P:,,Ich ruf sofort einen Notarzt."
Paula holte ihr Handy hervor.
P:,,Ich hab hier kein Netz. Ich geh weiter nach vorne. Kommst du hier klar?"
Ich nickte und Paula machte sich auf den Weg. Ich hatte meine Hand ständig an ihrem Handgelenk.
M:,,Lara? Lara? Kannst du mal bitte die Augen aufmachen."
Ich schlug ihr leicht gegen die Wange, doch ich bekam keine Reaktion. Ich merkte nun das Blut bei ihren Kopf hervor lief. Ich drehte leicht ihren Kopf zur Seite. Sie hatte eine große Platzwunde am Hinterkopf, die auch ziemlich tief zu sein schien. Ich zog meinen Weste aus und legte diese unter ihren Kopf. Schnell nahm ich ihr Handgelenk wieder in meine Hand und taste nach ihrem Puls. Er war noch da. Doch er wurde immer schwächer.
M:,,Komm schon Lara. Mach bitte deine Augen auf."
Ich strich ihr über die Wange und erschrak. Ich spürte keinen Puls mehr und auch ihre Atmung setze aus. Sofort fing ich an zu reanimieren. Ich hatte das Gefühl als ob Stunden vergingen. Paula kam nun endlich wieder und zum Glück mit Verstärkung. Sie brachte Julia, Franco, Michelle und Jacqui mit. Julia übernahm sofort und Paula nahm mich zur Seite. Michelle schloss sie sofort an das EKG. Sie machten alles schnell. Paula und ich standen nur daneben und hofften das sie es schaffte. Ich sah zu Paula rüber uns erkannte die Tränen die ihr runter liefen.
M:,,Es wird alles gut. Hilfe ist jetzt da."
Ihr strich ihr über den Rücken und versuchte sie zu beruhigen. Ich wusste aber selbst wie die Chancen um sie standen. Meine Augen wichen kein einziges mal von dem EGK weg. Die Sekunden vergingen wieder wie Stunden. Doch dann geschah es. Ganz langsam schlug es, aber es schlug wieder.
J:,,Los jetzt. Sie muss zum RTW. Schnell!"
Wir halfen alle zusammen. Packten alles ein und trugen sie schnell zum RTW.
J:,,Ok das ist mir zu heikel. Ich intubier sie."
Michelle reichte ihr sofort die Sachen und Julia intubierte sie.
P:,,Ich ruf die anderen an."
M:,,Mach das."
Paula rief alle an. Jacqui gab mir Bescheid das wir mit fahren konnten.
J:,,Jacqui wir brauchen dich hier. Schnell!!"
Jacqui rannte in den RTW und ich ihr nach. Lara wurde erneut Reanimationpflichtig.
F:,,Miri komm du musst das nicht mit ansehen."
Er sah zu Julia, die gerade reanimierte. Sie nickte und Franco führte mich raus. Paula kam gerade zu um RTW und sah mich besorgt an.
P:,,Was ist los?"
M:,,Sie...Sie...Sie müssen sie wieder reanimieren."
Paula sah mich schockiert an. Franco versuchte uns zu beruhigen und ging wieder in den RTW.
Paula sah mich mit Tränen in den Augen an.
P:,,Es ist meine Schuld oder?"
Sie schluchzte und flüsterte fast schon.
M:,,Nein, das ist es nicht. Sie hätte es früher oder später erfahren. Du konntest doch noch nicht einmal fertig erzählen. Hast du doch selbst gesagt."
Ich wischte ihr die Tränen, die ihr mittlerweile schon runter kullerten. Ich nahm sie in den Arm und drückte sie fest. Ich spürte nun eine Hand auf meiner Schulter. Die konnte nicht von Paula sein, denn die hatte ihre Hände auf meinen Rücken. Ich loste mich von der Umarmung und sah zur Seite.
F:,,Wer fährt mit mir im NRW?"
Er lächelte uns beide an. Es war beruhigend.
M:,,Ich fahr bei dir mit."
Ich sah wieder zu Paula und sie nickte. Sie stieg auf die Beifahrerseite des RTWs und ich ging mit Franco zum NRW. Wir fuhren los und meine Gedanken waren nur mehr bei Lara. Wir waren schnell in der Klinik und Lara wurde aus dem RTW geschoben. Die Tür öffnete sich und Tabea kam uns im Kittel entgegen. Sie sah Julia an die ihr sofort erzählte was passiert ist.
T:,,Ok sofort in den OP. Ich muss sie operieren."
Lara wurde sofort in den OP gebracht und Tabea folgte ihr.
Charlotte, die noch immer Dienst hatte, kam mit Kathi auf uns zu.
C:,,Da seit ihr ja."
K:,,Was genau ist den passiert?"
M:,,Wir haben sie im Wald gefunden. Sie ist vor uns weg gerannt. Sie muss sich überanstrengt haben. Plötzlich ist sie zusammen gebrochen. Mit dem Hinterkopf gegen einen Stein. Ziemlich tiefe Platzwunde. Zweimal Reanimationspflichtig gewesen. Und..."
C:,,Ok ganz ruhig Miri."
Sie strich mir über die Wange und erst jetzt merkte ich das ich weinte.
M:,,Nein sie..sie..."
K:,,Miri beruhig dich."
Ich spürte eine wie sich zwei Finger um mein Handgelenk schlungen.
C:,,Miri dein Puls ist viel zu schnell. Du musst ruhig atmen. Lara ist in guten Händen. Tabea ist eine gute Ärztin. Sie wird das schaffen."
P:,,Miri?Miri?"
Die Stimmen klangen dumpf und alles verschwamm.
C:,,Wir brauchen einen Rollstuhl."
Meine Knie gaben nach und ich spürte nur noch wie mich zwei Hände unter den Schultern auffingen.

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