Paulas Sicht
[M:Mila, L:Lara]
Mittlerweile verging eine ganze Woche und ich war nun endlich entlassen worden. Ich besuche Lara immer wieder. Es war aber bei jeden Besuch komisch. Lara scheint zu spüren das etwas nicht stimmt. Es weiß auch nun der Rest der WG Bescheid. Alle 4 wollen mich unterstützen, egal welche Entscheidung ich treffe. Sie sind der Meinung das ich das beste für mich und das Kind machen werde. Ich bin mir da allerdings unsicher und ich habe nun endlich eine Entscheidung getroffen. Ich kann es noch immer nicht glauben. Ich bin unglaublich froh das ich mich an die Zeit dort nicht erinnern kann. Ehrlich gesagt trau ich mich momentan auch nicht so raus. Ich kann mich zwar an nichts mehr erinnern, aber ich habe trotzdem Angst davor, dass nochmal etwas passiert. Entweder bin ich zuhause, im Krankenhaus bei Lara oder ich besuche Kollegen. Ab nächster Woche werde ich endlich wieder arbeiten. Zwar nur in der Klinik da ich keine Einsätze fahren darf, wenn ich schwanger bin, ist aber besser als nichts.Ich kann es kaum erwarten, abgelenkt zu werden. Ich saß Nachts nur mehr Stundenlang in meinen Bett und dachte über die letzten Paar Wochen nach. Ich bin momentan auf den Weg zur Klinik. Ich hab mich mit Mila verabredet. Ich will Lara nun endlich bescheid sagen. Sie hat es nicht verdient das ich ihr das verheimliche. Ich bin froh das Mila dabei sein wird. Ich habe keine Ahnung wie Lara reagieren wird. Als ich in der Klinik war ging ich sofort zu Mila ins Büro. Die empfing mich natürlich gleich herzlich und ich erzählte ihr wofür ich mich entschieden hab.
M:,,Bist du dir sicher?"
P:,,Es ist das Beste für das Kind und mich."
M:,,Ok na gut. Wenn du meinst. Dann lass uns mal zu Lara gehen."
P:,,Ich weiß nicht ob ich das kann."
M:,,Glaub es ist besser wenn sie es jetzt von dir erfährt."
Ich nickte nur und wir gingen zu Lara. Als wir im Zimmer waren schien so verwundert gewesen zu sein, warum wir beide gleichzeitig zu ihr kamen.
P:,,Hey Süße."
Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn und setzte mich zu ihr auf das Bett. Mila holte sich einen Stuhl und setzte sich neben das Bett.
P:,,Wie gehts dir?"
L:,,Ganz gut und dir? Wie ist es so wieder zuhause zu sein? Wie gehts denn anderen?"
Ich wurde förmlich mit sämtlichen Fragen bombardiert.
P:,,Ganz ruhig. Nicht so viele Fragen auf einmal."
Sie lächelte mich an und schien froh darüber zu sein mich zu sehen.
P:,,Es ist schön wieder zuhause zu sein. Denn anderen geht es gut. Tabea ist momentan mit Alex weg gefahren. Sie brauchen mal eine Auszeit und sind am die Nordsee gefahren."
Ich merkte wie mich Mila ansah und ich wusste das ich schön langsam mit der Sprache raus rücken musste.
P:,, Du Lara wir müssen mal reden."
Ich bekam nun einen fragenden Blick von ihr zu geworfen.
P:,,Du weißt das ich dich lieb hab Mäuschen."
L:,,Ja und? Gibts denn Probleme bei der Adoption?"
P:,,Nein, da ist alles gut. Darum kümmern wir uns aber ein anderes mal."
L:,,Was ist los Paula? Irgendwas stimmt doch nicht? Das spür ich doch schon länger."
Ich nahm ihre Hände in meine. Lara wurde immer skeptischer. Ich versuchte passende Worte zu finden, die es nicht gab.
P:,,Also...Es geht darum das..das.."
L:,,Das was?"
P:,,Das ich schwanger bin."
Sie sah mich nun überrascht an.
L:,,Schwanger? Das ist doch schön. Seit wann hast du denn einen Freund?"
P:,,Ich habe keinen Freund."
Nun schien sie verwirrt zu sein, was natürlich verständlich ist.
L:,,Wer ist dann der Vater?"
P:,,Du musst mir jetzt versprechen das du mich ausreden lässt."
Sie nickte und ich atmete nochmal tief durch.
P:,,Der Vater ist...er ist Tobias."
Sie sah mich nun total schockiert an. Ich merkte wie sich tränen in ihren Augen sammelten.
P:,,Glaub mir Maus ich wollte das selbst nicht."
Nun flossen ihr die Tränen runter und Mila reichte ihr ein Taschentuch. Ich sah fragend zu ihr rüber und Mila nickte.
P:,,Ich werde das Kind kriegen."
Entsetzt sah sie mich an und zog ihre Hände von mir weg. Ich legte meine Hand auf ihrem Arm worauf hin sie weiter wegrutschte.
P:,,Maus aber.."
L:,,Lass mich in Ruhe!"
P:,,Ich bin doch noch gar nicht fertig."
L:,,Es ist mir egal! Hörst du!"
Nun mischte sich auch Mila ein.
M:,,Lara beruhig dich mal bitte."
Sie atmete immer schneller.
L:,,Wie soll ich mich beruhigen? Paula ist schwanger! Von Tobias!"
Sie sah nun wieder rüber zu mir.
L:,,Wie konntest du dich nur von Tobias schwängern lassen? Gab es denn keinen anderen? Musstest du unbedingt mit ihm ins Bett?"
P:,,Nein Lara. So ist das nicht. Ich wollte das selbst nicht. Es passierte als er mich festhielt. Ich wäre nie damit einverstanden."
L:,,Ach ja? Das soll ich dir glauben?"
P:,,Hör zu. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, aber ich bin mir sicher das ich nie freiwillig mit ihm geschlafen habe."
L:,,Hör auf! Hör auf!"
Sie riss sich nun den Zugang aus.
M:,,Lara."
Das Blut tropfte auf ihr Bett.
M:,,Ich lass euch kurz alleine. Ich hole einen Verband."
Mila stürmte schnell raus.
P:,,Lara was machst du denn nur? Was sollte das."
Ich versuchte erneut meine Hand auf sie legen doch sie drehte sich weg. Mila kam wieder rein und verband Laras Arm. Danach ging sie wieder raus um das Notfallset wieder weg zu bringen.
P:,,Lara bitte rede mit mir."
Ich versuchte so einfühlsam wie nur möglich zu sein.
L:,,Verstehst du es nicht?! Ich will nicht mit dir reden!"
Tränen flossen ihr wieder die Wangen runter. Sie sah mich wütend an und sprang plötzlich auf.
P:,,Lara bitte setzt dich wieder."
Sie sah mich ernst an. Entschlossen drehte sie sich um und rannte nun aus den Raum.
P:,,Lara!"
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Ein neues Leben
FanfictionDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
