Sicht Lara
[M:Miriam, K:Katharina, C:Charlotte, T:Tabea, L:Lara]
Ich war froh das Miriam und Kathi auf die Wache mitkamen. Miriam konnte mich beruhigen nach dem mir das alles zu viel war. Mir wird klar das ich Glück habe das sie mich in der WG aufgenommen haben. Wenn Paula nicht gewesen wäre, wurde ich wieder alleine sein. Miriams Handy klingelte und riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah sie an und hoffte das es Charlotte war. Sie legte auf und atmete erleichtert aus.
M:,,Tabea geht es soweit gut. Sie muss nicht im Krankenhaus bleiben und Charlotte macht sich jetzt mit ihr auf den Weg nach Hause. Die Wunde wurde gereinigt und versorgt. Sie scheint also nur wegen der Entzündung Fieber zu haben. Es ist auf jedenfall keine Blutvergiftung."
Ich war erleichtert das es Tabea gut ging. Ich könnte es nicht ertragen Tabea auch zu verlieren. Ich könnte Paula noch verlieren. Das würde ich auch nicht verkraften. Ich hatte das Gefühl als ob mein Leben nur aus Pech bestehen würde. Alles läuft schief. Das einzig Gute was mir passiert war, ist das Tobias endlich geschnappt wurde. Das Auto blieb stehen und wir waren wieder Zuhause. Wir gingen rein und Charlotte war mit Tabea im Wohnzimmer. Tabea lag auf der Couch. Sie sah schlapp aus aber sie war endlich wach.
M:,,Tabea wie gehts dir?"
T:,,Alles gut."
C:,,Naja gut sind anders aus."
K:,,Wie konnte die Wunde nur so aussehen?"
T:,,Ich weiß es auch nicht."
Selbst ich merkte das es Tabea nicht gut ging. Sie sah mitgenommen aus. Ihre Art war wie meine als ich ins Krankenhaus kam. Wir fragten nicht erneut da wir wussten, das es nichts nützen würde.
M:,,Tabea hör mir mal zu. Ich mach mir jetzt schon wirklich länger sorgen um dich. Du bist nicht mehr du selbst. Du hättest dich nie selbst so früh entlassen. Du redest mit uns nicht mehr und sagst was los ist. Ich will und kann das nicht mehr mit ansehen. Ich hab mit Charlotte und Kathi schon mal darüber geredet. Wir wollen das du Hilfe bekommst. Psychologische Hilfe."
Tabea lief eine Träne über die Wange und schüttelte den Kopf.
T:,,Ich brauche keinen Psychologen mir geht es gut. Ehrlich."
K:,,Er kann dir helfen Tabea."
T:,,Versteht ihr denn nicht. Ich brauche keinen Psychologen!"
Sie stand auf und wollte gehen. Sie sackte jedoch gleich wieder zusammen und fiel zu Boden.
K:,,Tabea!"
Schnell waren wir alle bei Tabea am Boden. Sie weinte und sah uns nicht an. Kathi hob ihr Kinn an, so das Tabea sie direkt an sah.
K:,,Verstehst du denn nicht? Wir meinen das doch noch Böse. Aber du brauchst Hilfe."
C:,,Sie hat recht Tabea. Dir geht es doch nicht gut. Das hab ich doch auch im Krankenhaus gemerkt."
M:,,Die Tabea die wir kennen, hätte sich nie frühzeitig entlassen. Wir machen uns doch nur sorgen um dich. Wir wollen dir doch nur helfen. Ich werde das Gefühl nicht los, das dich der Angriff noch immer belastet."
L:,,Die Tabea die ich kennen gelernt habe, sitzt nicht mehr vor mir. Weißt du noch was du zu mir im Krankenhaus gesagt hast? Du musst deinen Ratschlag dir selbst zu Herzen nehmen. Manchmal passieren schlimme Dinge aber die machen uns nur stärker."
Sicht Katharina
[M:Miriam, T:Tabea, C:Charlotte, L:Lara, K:Katharina]
Ich hatte Tabea so noch nie gesehen. Ich kannte sie jetzt schon so lange, doch noch nie war sie so fertig wie jetzt. Ich ließ ihr Kinn wieder los. Sie schaute zu Boden und fing wieder an mehr zu weinen.
T:,,Ich...Ich..."
Sie brachte nicht mehr raus. Sie hob ihren Kopf und sah mich weinend an. Plötzlich fiel sie mir um den Hals und weinte bitterlich. Auch Charlotte und Miriam mussten sich die Tränen zurück kneifen. Es war eine schwere Zeit für uns alle. Miriam rückte ein stück näher und umarmte Tabea. Auch Charlotte kam und umarmte uns alle drei. Lara saß vor uns und sah uns an. Charlotte sah sie an und winkte sie zu uns. Sie kam und kuschelte sich zu uns. Es zerriss mir mein Herz uns alle so fertig hier zu sehen und Paula nicht da. Wir blieben noch ewig so am Boden sitzen. Nach und nach löste wir uns aus unseren Armen. Tabea sah uns an.
T:,,Ihr habt recht. Ich brauche Hilfe. Das schaffe ich nicht mehr."
M:,,Wir werden dir helfen einen passenden Psychologen zu finden."
C:,,Du kannst dich auch immer auf uns verlassen. Versprochen."
K:,,Wir sind immer für dich da."
Wir blieben noch eine Weile sitzen und halfen dann Tabea wieder auf die Couch.
T:,,Mir fehlt Paula."
C:,,Uns doch auch."
M:,,Ich werd in die Klinik fahren und nach ihr sehen. Ich hoffe das sie die OP gut überstanden hat."
L:,,Kann ich mit? Bitte."
M:,,Klar komm."
Die zwei standen auf und gingen aus dem Wohnzimmer. Miriam blieb noch mal stehen und drehte sich um. Sie lächelte Tabea nochmal aufmunternd zu und ging.
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Ein neues Leben
FanfictionDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
