56. Überstanden

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Sicht Miriam
[T:Tabea, V:Viola]
Viola und ich gingen gerade in Laras Zimmer, wo Tabea war, die Dienst hatte.
T:,,Miri da bist du ja. Wie gehts dir?"
M:,,Alles gut. Halb so schlimm."
V:,,Naja. Ganz ohne war das aber auch nicht. Immerhin musste ich dich nähen."
T:,,So schlimm. Wie ist das eigentlich passiert?"
M:,,Ich hab Lara festgehalten und sie wollte sich los reißen. Sie hatte das Skalpell noch immer in der Hand und hat mich dann erwischt."
T:,,Au Mann. Hast du schon was von Lara gehört?"
M:,,Ja Viola hat sich für mich schlau gemacht."
T:,,Ok sonst hätte ich dir jetzt Bescheid gegeben. Ich hab vorhin nochmal mit Charlotte und Kathi unterhalten. Wir sollten es Paula sagen."
M:,,Ich glaube auch das es das beste wäre."
T:,,Wollen wir in meiner Mittagspause zu ihr gehen?"
M:,,Geht klar."
Charlotte kam mit Kathi nun auch endlich.
C:,,Hey. Wie sieht es aus?"
K:,,Gehts ihr gut?"
T:,,Sie ist noch im OP, aber sie haben sie erfolgreich operieren können."
K:,,Ok das ist ja schon mal etwas."
C:,,Hast du mit Miri schon darüber gesprochen?"
T:,,Gerade eben. In der Mittagspause wollen wir zu ihr."
C:,,Gut."
T:,,Ich werd jetzt mal zur Visite. Ich geb euch Bescheid wenn ich etwas weiß."
M:,,Gut danke Tabea."
Tabea ging nun aus dem Raum und wir warteten auf Neuigkeiten.
Nach 3 Stunden wussten wir auch endlich genaueres.
T:,,Also gut, ich hab gerade erfahren, dass sie auf die ITS gebracht wird. Damit wir sie noch engmaschiger überwachen können. Sie wird außerdem jetzt über eine Magensonde ernährt. Sie ist nun wirklich schwach, aber sie hat es geschafft. Sie wird auch nicht mehr auf die Pädiatrie kommen, sondern gleich auf die psychiatrische um so etwas wieder zu verhindern."
M:,,Können wir zu ihr?"
T:,,Klar, ich kann euch nur nicht versprechen das sie schon wach ist. Ich muss hier bleiben, werde aber später nach ihr schauen."
M:,, Gut dann sehen wir uns dann."
Wir machten uns sofort auf den Weg. Auch Viola die nicht von meiner Seite wich blieb bei mir. Ich war ihr dafür unglaublich dankbar. In Laras Zimmer angekommen stellte ich mich sofort zu ihr. Zu unserem erstaunen würde sie auch schon wach.
L:,,Verdammt."
Sie murmelte leise, aber ich konnte es verstehen. Mir war klar das sie sich darüber ärgerte das sie es überlebt hat.
K:,,Wie gehts dir?"
Sie zuckte nur wieder mit den Schultern. Ich griff nach ihrer Hand uns sie schien erst jetzt zu merken das ich neben ihr stand.
L:,,Miriam."
Sie schien erleichtert mich zu sehen.
L:,,Tut mir leid. Ich wollte dich nicht verletzen."
Die anderen staunten das sie mit mir redete und auch ich war überrascht.
M:,,Ist schon gut. Ich weiß doch das du das nicht wolltest. Wie gehts dir den? Ein Schulter zucken akzeptiere ich nicht."
L:,,Ich bin noch ziemlich müde und fühl mich auch schlapp aber sonst ist alles gut."
M:,,Das klingt doch gut. Wir müssen trotzdem kurz mal darüber reden."
Lara seufzte nur doch sah mich wenigstens noch immer an.
M:,,Das was ich gesagt habe war wirklich keine Lüge. Ich hab das nicht einfach so in der Situation gesagt. Du bist mir und auch den anderen nicht egal. Wir wollen dir helfen, damit du wieder glücklich sein kannst."
L:,,Warum? Wieso macht ihr euch solche Sorgen um mich. Ihr solltet doch eigentlich total wütend auf mich sein."
Sie sah nun auch die anderen an. Charlotte und Kathi lächelten sie aufmunternd an.
K:,,Wieso sollten wir denn auf dich böse sein?"
L:,,Es geht doch alles schief seitdem ich bei euch bin."
C:,,Du hast damit aber nichts zutun. Das war nicht deine Schuld, sondern Tobias."
K:,,Lara weißt du Miriam hat schon recht. Du gehörst nun zu unserer Familie und Familie hält zusammen."
M:,,Wir lieben dich Lara und wollen das du bei uns bleibst."
L:,,Ehrlich?"
M:,,Ja ehrlich. Als uns Paula das erste mal von dir erzählt hast, war für uns alle klar das wir dich aufnehmen wollen."
L:,,Ich dachte immer das ihr mich dafür hasst."
M:,,Wir würden dich nie hassen. Es geht nur so nicht weiter. Wir wollen das so etwas nicht nochmal passiert, da wir dich nicht verlieren wollen."
L:,,Ich versteh euch ja auch irgendwie aber..."
Sie schien nach den passenden Worten zu überlegen, setzte aber schnell wieder an.
L:,,Ich will einfach nicht mehr leben."
Sie fing wieder an zu weinen.
K:,,Warum das Lara?"
Sie schwieg wieder nur und sah auf ihre Verbände.
M:,,Lara verschließ dich jetzt nicht bitte wieder. Du kannst uns alles sagen."
L:,,Ich fühle teilweise nichts mehr. Es ist als ob ich die Kontrolle über mein Leben verloren hab. Ich kann mich eigentlich nicht mehr an meine Mama erinnern und sie fehlt mir. Jeder durfte mit seiner Mama aufwachsen nur ich nicht. Wieso ist sie gestorben und warum ich nicht auch? Warum hab ich damals überlebt?"
Sie hatte noch nie über den Unfall geredet. Wir wussten es nur von Paula.
L:,,Je länger ich lebe, desto mehr geht in meinen Leben schief. Menschen die mir wichtig sind werden verletzt weil ich lebe."
Sie weinte nun bitterlich. Ich nahm sie in den Arm und spürte wie sehr sie zitterte.
M:,,Wir unterstützen dich. Das hat jetzt ein Ende. Es tut mir leid was damals passiert ist und ich kann es verstehen, das es für dich schwer ist. Ein Psychologe kann dir aber wirklich helfen."
Wir lösten uns wieder und sie sah mich an.
L:,,Bist du dir da sicher?"
M:,,Klar. Probierst doch wenigstens mal."
Ich sah sich behutsam an und sie nickte nun.
M:,,Danke Maus."
K:,,Wir sind immer für dich da ok?"
C:,,Du kannst auch immer zu uns kommen."
Sie nickte nur wieder und gähnte.
V:,,Ich glaube wir sollten jetzt mal gehen damit du dich ausruhen kannst."
Ich hatte Viola schon fast vergessen und zuckte deswegen etwas zusammen als sie sich wieder meldete.
M:,,Viola hat recht. Schlaf ein wenig."
L:,,Danke. Für alles."
Ich lächelte ihr zu und strich ihr nochmal über die Hand. Danach stand ich auf und ging mit den anderen nun raus.

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