Sicht Paula
Ich hatte Schicht als ich einen Anruf von Mila bekam. Lara war wieder wach. Sie meinte das ich so schnell wie möglich kommen sollte. Es beunruhigte mich. Das verhieß nichts gutes. Ich machte mich sofort auf den Weg auf die Station. Vor Laras Zimmer stand Mila die ziemlich nachdenklich aussah.
P:,,Was ist los? Geht es Lara gut?"
Mi:,,Nein. Ihr geht es nicht gut. Ich sollte ihr etwas versprechen was ich nicht versprechen kann."
Wovon redete sie nur?
P:,,Mila was ist los?"
Sie sah mich besorgt an und zeigte mir damit das es ernst war.
Mi:,,Ich sollte ihr versprechen, dass wenn etwas sein sollte..."
Ich merkte das es ihr nicht leicht fiel was auch immer jetzt kommen würde.
Mi:,,Wenn etwas sein sollte, dann sollten wir sie sterben lassen."
Das hat sie jetzt nicht wirklich gesagt. Lara wollte doch nicht wirklich sterben.
P:,,Es ging ihr doch eigentlich wieder gut."
Mi:,,Ich hab noch eben mit ihr geredet, aber sie meinte das sie auf ein Leben wie dieses hier verzichten kann."
Ich sah Mila an und spürte wie sich die Tränen im Auge stauten. Ich drehte mich um und öffnete Laras Tür. Sie lag im Bett und starrte wieder nach oben. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurück halten. Ich auf Laras Bett zu und setzte mich auf die Bettkante. Ich hob ihren Oberkörper hoch und sie sah mich nun an. Ich nahm sie in den Arm und drückte sie. Ich wollte sie nicht mehr loslassen. Sie darf nicht sterben. Das darf einfach nie passieren. Lara schien nicht zu wissen was vor sich geht. Ich spürte wie warm sie war. Sie hatte wohl noch immer Fieber. Es war aber nicht so hoch wie die letzten paar Tage.
P:,,Ich lass dich nicht gehen. Ist das klar?"
Ich ließ sie nun los und sie sah mich an. Ich erkannte absolut keine Emotionen mehr. Nichts absolut nichts. Es herrschte Leere in ihrem Gesicht.
L:,.Es tut mir leid Paula, aber so kann ich nicht leben."
Sie legte sich hin und starrte wieder in die Luft. Ich merkte jetzt erst das Mila auch da war. Sie nahm mich an der Hand und zig mich raus.
Mi:,,Es wird jetzt nochmal Fieber gemessen. Ist es unter 40 dann wird sie auf die Pädiatrie gebracht. Ist das Fieber dann weg kommt sie wieder auf die psychiatrische. Ich denke das die Therapiesitzung alleine nicht mehr reichen werden."
P:,,Was meinst du damit?"
Mi:,,Ich glaube es ist Zeit auch mit Medikamenten vor zu gehen."
Hatte sie gerade Medikamente gesagt? Ich hoffte das es nie soweit kommen wird aber ich denke sie hat recht.
P:,,Dann machen wir es so."
Schwester Leandra kam in ging zu Lara um Fieber zu messen. Kurze Zeit später kam sie wieder zu uns und berichtete das das Fieber bei 39,3 war.
Mi:,,Gut dann verlegen wir sie auf die Pädiatrie."
Gesagt getan. Mila wurde auf die Pädiatrie gebracht, wo heute Tabea Dienst hatte. Sie war fröhlich als sie Lara sah. Sie hatte ja keine Ahnung. Sie schien zu merken das mit mir etwas nichts stimmte, untersuchte trotzdem zuerst einmal Lara. Nachdem sie fertig war ging Tabea mit mir raus.
T:,,Was ist los Paula? Lara ist wieder auf der Pädiatrie. Das sollte dich doch eigentlich freuen. Du siehst aber ganz anders aus."
Ich antworte kurz nicht. Ich wollte es einfach nicht aussprechen.
T:,,Hörst du mir denn zu Paula?"
P:,,Ja tu ich."
T:,,Was weißt du was ich nicht weiß?"
Tabea kannte mich schon zu gut. Vor ihr etwas verheimlichen war schwierig. Gerade zu unmöglich.
P:,,Lara...Sie..Sie will nicht mehr leben."
Tabea schien etwas verwirrt.
T:,,Was meinst du damit?"
Ich erzählte ihr davon was sie zu Mila sagte . Sie war schockiert und ihre gute Laune war verschwunden.
T:,,Ich dachte das Thema hätten wir hinter uns."
P:,,Dachte ich auch. Mila will nun auch mit Medikamenten vor gehen."
T:,,Gut, wenn sie helfen. Wissen es denn schon die anderen?"
P:,,Nein noch nicht."
Wir schwiegen eine Weile. Bis ich ging.
T:,,Wo gehst du denn hin?"
P:,,Ich melde mich von meinem Dienst ab."
Sicht Tabea
Paula war schockiert, was ich sehr gut verstand als sie plötzlich einfach los ging war ich verwundert. Sie wollte sich vom Dienst abmelden, das ist allerdings schon eine Stunde her. Ich rief in der Notaufnahme an und mir wurde erzählt das sie weg fuhr. Ich saß gerade mit Kathi, Charlotte und Miriam im Schwesterkanzel. Sie konnten es ebenfalls nicht glaub was ich ihnen da erzählte. Wir alle wollten Lara nicht verlieren. Jeder war in sich gekehrt und dachte nach. 4 h später stand plötzlich Paula in der Tür. Charlotte musste zu einem Notfall und war nicht mehr da.
T:,,Wo warst du Paula?"
P:,,Beim Jugendamt."
K:,.Wieso denn beim Jugendamt."
P:,,Ich hab es lange genug hinausgezögert. Ich hab Lara jetzt adoptiert. Dadurch das ich jetzt auch schon so lange das Sorgerecht habe war das kein Problem. Sie soll wissen das ich sie nicht verlieren mochte."
Mit diesen Worten ging sie in Laras Zimmer. Wir folgten ihr doch Lara zeigte absolut keine Freunde.
Sie sagte zwar danke, aber man merkte das es ihr eigentlich egal war. Sie strahlte überhaupt keine Lebensfreude mehr aus.
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Ein neues Leben
FanficDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
