67. Verzweiflung

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Sicht Paula
[M:Mila, L:Lara]
Nachdem Charlotte ging versuchte ich zu schlafen. Doch wie jede Nacht schaffte ich es nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich nich immer Krankenhaus lag. In 2 Tagen sollte ich entlassen werden. Ich hoffte sehr das ich in meinen eigenen Bett schlaf zu finden. Ich musste die ganze Nacht an das Kind und Lara denken. Ich war wirklich am verzweifeln. Was soll ich denn nur machen? Ein Kind kann ich nicht umbringen. Das würde ich auch machen wenn ich abtreiben würde. Es ist ja auch immerhin mein Kind. Bekommen will ich es aber irgendwie auch nicht. Ich will das Lara nicht antun. Lara ist schon wie mein eigenes Kind. Ich glaube aber, dass ich sie momentan verliere. Klar ist das meine Schuld. Ich bin immerhin diejenige die sich momentan von ihr distanziere. Charlotte hatte recht, ich kann Lara nicht aus den Weg gehen. Nachdem die Sonne aufging und ich ich gefrühstückt hatte, beschloss ich mal mit Mila zu reden. Sie weiß sicher wie ich es Lara am besten sage. Ich meldete mich bei einer Schwester ab und ging auf die psychiatrische Station. Ich wusste wo Mila ihr Büro hat und so ging ich zu ihr. Ich klopfte an die Tür und es kam ein ,,herein". Ich betrat ihr Büro und Mila sah mich verwundert an.
M:,,Hey Paula. Was machst du den hier?"
Ich setzte mich zu ihr vor den Schreibtisch.
P:,,Ich muss mit dir reden. Ich brauch deine Hilfe."
M:,,Was ist denn los? Du siehst auch nicht gut aus. Geht es denn um Lara?"
P:,,Mehr oder weniger geht es um sie ja."
Mila sah mich nun fragend an und schien zu merken das es um was ernstes gehen muss. Sie sagte nichts und wartete bis ich weiter redete.
P:,,Ich hab ein Problem, dass Lara irgendwie auch betrifft."
Ich zögerte etwas doch ich setzte wieder an.
P:,,Weißt du warum ich hier im Krankenhaus liege?"
M:,,Als du noch im Koma lagst, kam Freddy zu mir. Er erzählte mir alles und fragte mich ob ich dich betreuen könnte, wenn du wieder aufwachst und ein Trauma hast. Da du dich aber an nichts erinnern konntest, war das überfällig. Aber was hat das jetzt mit deinem Problem zu tun? Weißt du denn etwa wieder was passiert ist?"
P:,,Nein, ich kann mich nicht daran erinnern. Jedoch wissen wir auf jeden Fall was er mit mir gemacht hat."
Ihr Blick wurde immer besorgter. Ihr riss mich nochmal zusammen, jetzt gebe es sowieso kein zurück mehr.
P:,,Ich bin schwanger... von ihm."
Ich bekam einen schockierten und gleichzeitig besorgten an.
P:,,Ich weiß nicht was ich machen soll. Ob ich das Kinde behalten soll oder nicht. Ob ich Lara davon erzählen soll oder nicht. Ich bin am verzweifeln. Ich brauch deine Hilfe."
Sie schien nach wie vor geschockt und wusste wohl nicht was sie sagen sollte. Tränen bildeten sich erneut in meinen Augen. Mila merkte das und stand auf. Sie ging auf mich zu und umarmte mich. Es tat gut und Mila löste sich wieder von nach einer Zeit von mir.
M:,,Ich kann verstehen das du nicht weiter weißt. Du siehst total fertig aus. Gehts dir denn gut?"
P:,,Alles gut. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll."
M:,,Bist du dir sicher? Du siehst wirklich nicht gut aus."
P:,,Ja alles gut."
Mila saß nun wieder auf der anderen Seite des Schreibtisch.
M:,,Als Laras Therapeutin muss ich dir sagen, das wenn du es ihr sagst, du schon wissen solltest was du machen willst. Ich würde außerdem gerne dabei sein, wenn du es ihr sagst. Ich weiß nicht wie Lara darauf reagiert. Ich will für alle Fälle dabei sein. Wichtig ist außerdem, das du an dich denkst bei der Entscheidung. Ich will nicht das du es nachher bereust. Sie braucht dich übrigens auch. Sie hat mich auch schon mehrmals gefragt ob ich weiß, ob du sie mal wieder besuchen kommst."
P:,,Ich weiß einfach nicht ob das richtig ist wenn ich zu ihr gehe.
M:,,Paula? Was sollte daran falsch sein? Du magst sie dich sehr und Lara dich auch. Du kannst doch mal zu ihr gehen und du erzählst ihr vorerst einmal nichts davon."
P:,,Na gut. Ich tu es aber nur für Lara."
M:,,Ich bring dich mal zu ihr."
Mila stand auf und ich folgte ihr. In Laras Zimmer angekommen sah ich wie sie schlief.
M:,,Ich lass dich mal alleine mit ihr."
Mila ging wieder aus dem Zimmer und ich nahm einen Stuhl. Ich setze mich neben ihr Bett und beobachtete sie. Sie sah so friedlich aus. Es tat mir ja alles so leid für sie. Sie hat so viel durchgemacht in ihren Leben und das ganze hat noch immer kein Ende. Ich strich ihr über die Hand. Nach einer Weile wachte sie auch auf.
L:,,Paula?"
Sie sah mich müde an.
P:,,Alles gut Maus. Ich bin hier. Schlaf noch ein wenig. Ich werde such noch da sein wenn du wieder aufwachst."
Sah nahm meine Hand und zog mich zu ihr ins Bett. Ich setzte mich neben sie hin und sie kuschelte sich an mich. Ich streichelte sie ein wenig und sie schlief wieder auf mir ein. Es war schön. Das zeigte mir, dass sie mir noch immer vertraut. Die anderen haben ja recht. Sie braucht mich.

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