Sicht Mila
Ich war froh, dass das Gespräch halbwegs gut verlief. Außer natürlich dem Vorfall mit Paula. Ich stand momentan noch mit Tabea und Paula vor Laras Zimmer. Wir unterhielten uns noch um Marleen. Sie ist genauso wie Lara noch auf der ITS. Heute war der erste Tag an dem sie das erstmal richtig ansprechbar war. Ihr Vater stellte ununterbrochen fragen zu Lara. Wir konnten aber ohne dem Einverständnis von ihr, ihm nichts sagen. Würden wir Lara jetzt von den beiden erzählen, könnte sie das wieder aus der Bahn werfen. Wir wollen erstmal abwarten wie es ihr in nächster Zeit geht. Paula und ich verabschiedeten sich von Tabea und wir machten uns auf den Weg zu Miriam.
Da ich nun alleine mit Paula war, nutzte ich die Chance.
Mi:,,Alles gut bei dir Paula?"
Sie schien zu überlegen was sie sagen sollte.
P:,,Ja ich...ich denke schon."
Mi:,,Paula, du weißt das du der Polizei alles sagen musst. Er braucht auch hierfür eine gerechte Strafe. Nicht nur weil er dich entführt hat. Sie müssen wissen was passiert ist."
P:,,Ich weiß. Das...das schaffen ich aber glaub ich nicht."
Mi:,,Du schaffst das Paula. Ich kann auch wenn du willst mit dir mitkommen."
Sie sah mich etwas verängstigt an, willigte aber ein.
Mi:,,Außerdem wäre es noch wichtig, wenn du mit einem Psychologen redest."
P:,,Mit dir?"
Mi:,,Nein nicht mit mir. Du musst mit jemanden Reden, der dich nicht kennt. Ich kann dir gerne ein paar Kollegen empfehlen."
Zum Glück sah das Paula ein und wir beschlossen gemeinsam einen Therapeuten zu suchen. Wir waren auch nun bei Miriam angekommen, die schon auf uns wartete.
M:,,Da seit ihr ja endlich."
Mi:,,Tut uns leid. Wir waren noch länger bei Lara."
M:,,Wie gehts ihr denn?"
Mi:,,Ganz gut. Die OP scheint gut verlaufen zu sein."
M:,,Gott sei dank."
P:,,Hast du die Papiere schon unterschreiben?"
Miriam nickte und wir machten uns nun auf dem Weg. Ich brachte die beiden nach Hause. Die ganze Fahrt herrschte eine komische Stille. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, weswegen ich die beiden nicht alleine lassen wollte. Ich bleib bei den beiden bis Tabea nun auch endlich nach Hause kam. Tabea meinte das ich nach Hause fahren könnte, nachdem Kathi und Charlotte bald nach Hause sollten. Es war schon spät Abends, als ich nach Hause fuhr.
Sicht Charlotte
Kathi und ich kamen erst spät nach Hause. Wir hatten leider keine Zeit um nach Lara zu sehen. Dafür wollten wir morgen gemeinsam mit Miriam nach ihr sehen. Ich hatte morgen frei, genauso wie Kathi. Nachdem ich Freddy seit einer Woche nicht mehr gesehen hab, wollten wir morgen etwas gemeinsam unternehmen. Also natürlich sah ich in, jedoch nur bei der Arbeit und wir hatten nie Zeit für uns. Falls ich eich fragt ob die anderen über uns schon bescheid wissen, nein das tun sie noch nicht. Lara wahr zur Zeit wichtiger. Als Kathi und ich merkten waren wir verwundert das im Wohnzimmer noch Licht brennte. Wir waren etwas überrascht als wir Tabea sahen.
C:,,Hey. Noch wach?"
Sie schien wohl in ihren Gedanken gewesen zu sein und uns nicht kommen hörte. Sie erschreckte sich ein wenig und sah dann auf die Uhr.
T:,,Ach Gott schon so spät."
Es wunderte mich wirklich sehr warum Tabea noch wach war. Sie hatte immerhin am nächsten Tag Frühschicht.
K:,,Alles gut bei dir?"
T:,,Jaja bei mir schon."
C:,,Bei wem den nicht? Gehts Lara gut?"
Ich hatte schon die Vermutung, dass es Lara nicht gut geht.
T:,,Ja Lara gehts ganz gut. Es geht um Paula."
Jetzt war ich irritiert. Paula ging es doch gut. Eigentlich.
K:,,Wieso? Was ist mit Paula?"
T:,,Sie kann sich wieder erinnern."
Sie sagte dies etwas betrübt.
C:,,Was passiert ist?"
T:,,Ja. Was er mit ihr gemacht hat."
Jetzt verstand ich warum Tabea so besorgt aussah.
C:,,Verdammt."
Kathi und ich setzten uns nun zu Tabea auf die Couch.
T:,,Sie hatte in der Klinik bei Lara eine Panikattacke. Sie war auch kurz bewusstlos, kam aber schnell wieder zu sich."
Ich war geschockt und um ehrlich zu sein, machte ich mir nun auch Sorgen um sie.
C:,,Wie gehts ihr?"
T:,,Ich finde das sie etwas so tut als ob nichts gewesen wäre und alles gut wäre. Ihr gehts doch aber. Ich weiß das sie das Belastet."
K:,,Naja...Sie gibt nie zu das es ihr gut geht."
Tabea seufzte kurz.
T:,,Mila...Sie macht sich auch Sorgen um sie. Ich hab sie kaum hier raus gekriegt. Sie ging erst als ich ihr versicherte, dass ich auf Paula eine Auge werfe."
C:,,Wo ist denn jetzt Paula?"
T:,,Sie schläft schon, genauso wie Miriam."
K:,,Gehts denn Miriam wenigstens gut?"
T:,,Jaja. Sie ist zwar etwas schlapp, aber sonst ist alles gut. Sie muss sich einfach ausruhen."
Das machte das ganze etwas leichtern, zu wissen das es Miriam wenigstens besser ging. Es folgte eine komische Stille zwischen uns. Jeder schien in seinen eigenen Gedanken zu sein. Ich war zumindest total in meinen Gedanken. Aus denen wurde ich jedoch rausgerissen als ich Schreie hörte...
DU LIEST GERADE
Ein neues Leben
FanfictionDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
