Sicht Tabea
Mein Wecker weckte mich um 5:30 Uhr auf. Ich ging ins Bad duschte mich und machte mich für die Arbeit fertig. Danach ging ich runter in die Küche, wo auch Miriam war. Sie hatte genauso wie ich heute Tagdienst.
M:,,Morgen."
T:,,Morgen."
Ich nahm mir ein Brötchen und schmierte mir Marmelade darauf.
M:,,Glaubst du sie gibt die kleine wirklich weg?"
Ich war etwas verwirrt hatte sie etwa von gestern etwas mit bekommen?
T:,,Wie? Was? Also wie kommst du jetzt darauf?"
M:,,Ich hatte gestern Abend mein Fenster offen und konnte euch hören."
Das ergab Sinn.
T:,,Oh achso. Ich weiß es ehrlicherweise nicht. Ich glaube das sie gerade eine Bindung aufbaut zu dem Kind. Auch wenn sie das nie wollte."
Miriam und ich sahen uns noch etwas nachdenklich an, bis jeder sein Frühstück aß. Wir räumten noch gemeinsam die Küche etwas auf und machten uns auf den Weg in die Klinik. Wir beschlossen gemeinsam zu fahren, aber schwiegen die ganze Fahrt über. I der Klinik angekommen verabschiedeten wir uns und jeder ging auf seine Station. Constanze erzählte mir was die Nacht los war und ich machte die Visite. Zuletzt ging ich zu Lara, da ich etwas länger bei ihr bleiben wollte. Nur um Sicher zu gehen, das es ihr wirklich gut ging. Ich klopfte an der Tür und ging rein.
T:,,Guten Morgen."
Lara saß noch etwas verschlafen in ihrem Bett.
L:,,Morgen Tabea."
Sie musste gähnen und sah mich dabei müde an.
T:,,Du siehst noch ganz schön müde aus."
L:,,Naja ich hatte schon mal besser Nächte."
T:,,Wieso denn das? Könntest du etwa nicht schlafen?"
L:,,Ich war bei den Gedanken immer bei Paula. Geht es ihr und dem Kind gut?"
T:,,Ja es ist mit den beiden alles gut versprochen."
L:,,Ich wär jetzt gerne zuhause bei euch."
T:,,Ich weiß, das kann ich auch verstehen, aber du weißt, dass das nicht geht."
Lara seufzte und sah etwas traurig aus. Ich konnte das sehr gut verstehen. Lara hatte momentan außerhalb des Krankenhauses kein Leben.
T:,,Ich messe mal Fieber, wenn du keines mehr hast, können wir dich ja schon verlegen. Dann kannst du wieder mit der Therapie anfangen und dann geht alles etwas schneller voran."
Lara nickte und ich maß Fieber.
T:,,Gut 36,9. Du hast kein Fieber mehr. Ich werd bei Mila anrufen und ihr Bescheid geben das wir dich verlegen."
L:,,Ok."
Sie sah zwar nicht gerade erfreut darüber aus, aber es musste sein. Ich ging raus und gab Mila Bescheid. Mit einem Rollstuhl kam ich zurück in Laras Zimmer.
T:,,Na dann."
Ich half Lara rüber in den Rollstuhl und brachte sie selbst hoch. Auf der Station erwartete uns auch schon Mila.
Mi:,,Hey da seit ihr ja schon."
Mila brachte uns in Laras Zimmer. Ich musste wieder gehen, da ich ja selbst Dienst hatte versprach ihr aber später nochmal zu kommen.
2 Monate später
Sicht Paula
Ich bin mittlerweile im 6. Monat und meinen Bauch zu verstecken hab ich mittlerweile aufgegeben. Ich muss zugeben, das Gefühl schwanger zu sein ist irgendwie schön. Ich habe leider eine Beziehung zu dem Kind aufgebaut, was mir die Sache mit dem weg geben nicht leichter machen wird. So ist es aber am besten. Ich bin allein erziehend und schaffe das alles nicht. Ich will das die anderen sich auch nicht um das Kind kümmern müssen, da es nicht ihre Aufgabe ist. Lara geht es mittlerweile wieder gut. Sie muss ihre Therapie bei Mila fortsetzen, darf allerdings nach Hause. Sie hat von nun an 14-tägig Therapie. Wir freuen uns schon sehr Lara wieder bei uns zuhause zu haben. Lara ist ebenfalls überglücklich endlich nach Hause zu können. Matthias, ihr Vater, hat sie oft besucht. Die beiden verstehen sich gut. Er wollte heute Nachmittag vorbei kommen, wenn Lara entlassen würde. Sehen wo sie so lebt. Miriam und ich holten Lara ab. Die ganze Fahrt über strahlte sie. Wir hatten ein paar Freunde eingeladen. Freddy, Alex, Viola, Constanze, Phil, Franco, Jacky und Elena kamen zu besuch. Lara freute sich riesig darüber, wieder zuhause zu sein. Elena half Laras Sachen aus zu packen, während wir im Wohnzimmer blieben. Eigentlich wollten wir draußen sitzen, allerdings regnete es schon den ganzen Tag. Kathi hatte einen Schokokuchen gebacken. Als es an der Tür klingelte hörte ich von oben Lara runter schreien.
L:,,Ich geh schon."
Sie schien wohl zu wissen das es Matthias war. Kurz darauf standen die beiden auch schon mit Elena im Raum. Alle stellten sich vor und Lara führte ihn durchs Haus. Wir verbrachten noch gemeinsam den Abend, bis alle Gäste, inklusive Charlotte gingen. Freddy und Charlotte hatten sich einen Thermenurlaub für das Wochenende gebucht. Sie wollten mal von ihren Alltag weg. Die beiden haben in letzter Zeit ziemlich viel gearbeitet. Wir halfen noch alle zusammen und räumten auf. Bevor ich schlafen ging wollte ich nochmal nach Lara sehen. Ich klopfte an ihrer Tür, doch ich bekam keine Antwort. Vorsichtig öffnete ich sie und sah Lara auf ihrem Bett liegen. Sie schlief friedlich. Ich ging zu ihr hin und deckte sie zu. Ich gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn und wollte gehen.
L:,,Paula?"
Ich drehte mich nochmal um. Sie sah mich halb schlafend an.
P:,,Ja Maus?"
L:,,Danke."
Sie lächelte mich an und schloss wieder ihre Augen. Ich ging leise raus und ebenfalls schlafen.
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Ein neues Leben
Hayran KurguDie 14-Jährige Lara hatte ihre Mutter schon früh verloren. Den Vater lernte sie auch nie kennen. Sie fühlte sich eigentlich bei ihren Pflegeeltern wohl doch das Verhältnis zwischen ihr und Tobias, den Pflegevater, wird immer schlimmer..
