79. Sie wissen Bescheid

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Sicht Charlotte
[HR:Herr Küppers]
Mir war klar was er wieder wollte. Ich konnte ihn ja schon gut verstehen, immerhin ist das seine Tochter. Es tat mir ja auch leid, dass ich ihm nichts zu ihr sagen konnte. Zumindest jetzt nicht.
HR:,,Frau Doktor. Bitte sagen sie mir endlich wie es meiner Tochter geht. Wann darf ich sie denn sehen? War ihre Mutter schon hier?"
Ich atmete kurz durch und antworte ihm dann.
C:,,Herr Küppers, ich habe ihnen doch schon gesagt das ich ihnen nichts zu ihr sagen darf. Lara weiß noch nichts von ihnen. Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Ich verspreche ihnen, dass ich ihr von ihnen erzählen werde. Nur nicht jetzt."
HR:,,Frau Doktor bitte. Sie ist meine Tochter. Ich will sie doch nur sehen."
Mich machte der letzte Satz irgendwie wütend. Ich versuchte trotzdem ruhig zu bleiben.
C:,,Ich kann sie verstehen. Das tut mir ja auch leid, aber ich habe Schweigepflicht."
Ich wollte gerade gehen, da er nichts mehr sagte. Da nahm er plötzlich meinen Arm und hielt mich fest. Er sah mich etwas mitgenommen an.
HR:,,Erzählen sie ihr bitte von mir. Ich will sie kennenlernen. Wir haben viel nach zu holen. Versprechen sie mir einfach das sie ihr sagen das ihre Schwester hier ist. Genauso wie ich jeden Tag herkomme und jeder Zeit offen für ein Gespräch bin."
Er tat mir wirklich leid.
C:,,Versprochen."
Er schien damit zufrieden zusein und ließ mich los.
HR:,,Danke."
Er klang etwas beruhigt. Ich lächelte ihm nochmal kurz zu und ging nun endlich mit Kathi und Miriam zu Lara. Klar ist mir das wir Lara heute noch nichts sagen werden. Wir haben gemeinsam beschlossen, das wir ihr es gemeinsam mit Mila sagen werden, wenn sie von der ITS weg ist. Ich betrat das Zimmer von Lara, die uns auch schon freudig erwartete.
K:,,Hallo Lara."
Es war schön sie so zu sehen und das sie sich freute uns zu sehen.
L:,,Da seit ihr ja endlich. Ich dachte schon ich sterbe noch vor Langeweile bevor ihr hier seit."
Sie grinste uns und wir setzten uns zu ihr. Sie erblickte nun Miriam und schien sehr erleichtert zu sein sie wieder zu sehen.
L:,,Wie gehts dir Miri? Wieder alles gut?"
Miriam umarmte sie kurz und lächelte sie dann an.
M:,,Alles gut Maus. Ich hab für ein paar Tage frei und werde mich noch etwas ausruhen."
C:,,Aber wie gehts dir denn Lara?"
L:,,Ganz gut. Es ist nur hier ziemlich langweilig. Wisst ihr denn wann ich wieder verlegt werde?"
K:,,Nein leider nicht. Wenn du willst kann ich ja mal nachfragen."
Lara nickte, woraufhin Kathi den Raum verließ. Mir fiel auf das sie Miriams Hand festhielt, was mir zeigte das Miriam ihr ziemlich wichtig war. Miriam war für Lara besonders viel da, als Paula weg war und die beiden haben eine enge Beziehung aufgebaut. Kurze Zeit später kam auch Kathi wieder. Nur nicht alleine. Sie brachte Freddy mit. Er lächelte mich an, was mich rot werden ließ.
F:,,Na ihr. Ich hab gehört da will jemand wissen wann er endlich verlegt werden kann."
Lara nickte eifrig.
L:,,Ja es ist hier so unglaublich langweilig. Ich meine hier ist ja nichts los."
Freddy lächelte Lara an und dann wieder mich. Wie gerne ich jetzt seine Nähe spüren will. Doch das ging nicht. Immerhin waren die anderen hier.
F:,,Naja also für 2 Tage würde ich dich noch gerne hier behalten. Wir können dich hier besser beobachten und schneller eingreifen, wenn etwas ist. Auf der anderen Station geht das nicht ganz so gut. Das Risiko, dass mit deinem Herzen jetzt noch etwas sein könnte, ist jetzt auch noch ziemlich."
L:,,Muss das denn wirklich sein?"
M:,,Ach Maus. Die 2 Tage schaffst du denn auch noch oder? Wir kommen dich auch jeden Tag besuchen."
Laura seufzte nur.
F:,,Ich würd mir nich gerne deine Naht ansehen."
Lara nickte und legte sich wieder hin. Freddy untersuchte sie kurz und sah auch nach ihrem Kopf. Er wechselte noch den Verband am Kopf und wendete sich wieder an Lara.
F:,,Das sieht alles ganz gut aus. Die Fäden am Kopf können wir dir bevor wir dich verlegen noch ziehen. Ich denke wir können dann auch die Sonde entfernen. Du isst dich wieder ganz gut selbständig."
Lara wirkte erfreut darüber, die Sonde endlich los werden zu können. Was ich natürlich sehr gut verstand.
L:,,Und was ist mit den anderen Fäden?"
F:,,Die Fäden bei deiner Brust werden dann die Kollegen auf der psychiatrischen Station ziehen. Sonst alles klar?"
L:,,Ja alles klar."
Freddy drehte sich wieder zu mir. Er legte kurz seine Hand auf meine Schulter und lächelte mich an. Nachdem er mir noch kurz zu zwinkerte ging er.
Ich sah im noch hinter her und als ich mich wieder umdrehte grinsten mich alle drei an.
K:,,Da wird aber jemand ganz Rot."
C:,,Ach quatsch."
L:,,Sogar ich merke wie rot du in seiner Anwesenheit wirst."
M:,,Und das eben war doch bitte gerade gar nichts."
Ich gab zu, es war schon ziemlich eindeutig.
C:,,Ihr bildet euch das doch alles nur ein."
K:,,Ach komm schon Charlotte. Da knistert es doch richtig zwischen euch."
C:,,Wir sind nur Freunde mehr ist da nicht."
Ich konnte es mir nichtmehr zurück halten und müsste lächeln.
M:,,Na klar und dein Lächeln gerade bedeutet auch nichts."
Aus der Sache würde ich nicht mehr rauskommen.
C:,,Ok ja gut da ist was zwischen uns."
K:,,Und was genau?"
Ich verdrehte kurz die Augen, war ihr aber nicht böse.
C:,,Ok ok. Ich habs verstanden, ihr seit wirklich neugierig."
L:,,Ja und wie."
C:,,Na gut. Da läuft schon länger was zwischen uns."
M:,,Und wie lange?"
C:,,So etwa Monat. So richtig es es erst aber knapp seit 2 Wochen."
K:,,Schon so lange und wir wissen nichts davon?!"
C:,,Es war halt relativ unwichtig."
M:,,Unwichtig?! Wir haben doch schon alle nur darauf gewartet bis endlich mal zwischen euch was läuft."
C:,,Was heißt hier denn alle?"
K:,,So gefühlt alle Kollegen."
M:,,Jeder wusste doch das da mal zwischen euch was sein wird."
Ich musste nun lachen. Oh man, das ich das nie bemerkt habe. Wir unterhielten uns lange, bis die Besuchszeiten vorbei waren und wir uns auf den Weg nach Hause machten. Zuhause angekommen, musste Miriam und Kathi natürlich sofort Paula alles von mir und Freddy erzählen. Sie hatten mich auf den nach Hause weg total ausgefragt, nachdem ich manche Fragen in der Klinik nicht beantwortet hatte. Tabea, die spät am Abend vom Dienst kam, merkte auch schon das wir etwas verheimlichten. Woraufhin ich dazu gedrängt wurde ihr auch davon zu erzählen.

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