Zwei Tage später konnte Elyas das Krankenhaus verlassen und Ava und Leonie kamen am Nachmittag mit strahlenden Gesichtern um ihn abzuholen. Im Auto sagte Ava: „Du hast mir noch immer nicht erzählt, wie du es geschafft hast, dich so zu unterkühlen!" Elyas grinste: „Das erzähle ich dir auch lieber nicht. Das war ziemlich dumm!" Sie guckte ihn skeptisch an, aber nervte nicht weiter.
Am Abend bestellte Elyas Sushi und Leonie guckte sich ihr Essen mit aufgerissenen Augen an. Ava lachte: „Ich glaube, Sushi ist noch nichts für sie. Die meisten kleinen Kinder mögen eh keinen Fisch." Elyas schüttelte mit dem Kopf und sagte: „Ach Quatsch! Warte, gleich isst sie es... Leonie, Süsse, guck, so!" Er zeigte ihr, wie man das Stück Sushi kurz in die Soyasosse tauchte und es dann in den Mund steckte. Er benutzte extra seine Finger, denn Stäbchen wären für die Kleine doch zu schwierig geworden. Sofort tat Leonie genau das Gleiche und steckte ein riesiges Stück Sushi in den Mund, welches so gross war, dass sie Probleme beim Kauen hatte. Zuerst war ihr Gesichtsausdruck skeptisch, aber dann lächelte sie und griff gleich nach dem nächsten Stück. Elyas und Ava lachten sich an und gaben sich einen langen und liebevollen Kuss. Ava hatte ihren Schützling so lieb gewonnen, dass sie das Gefühl hatte, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut vor sich hatte. Schon jetzt konnte sie sich nicht mehr vorstellen, ohne sie zu sein. Und plötzlich wurde ihr bewusst, dass Elyas und Leonie in nur 6 Monaten wieder nach Deutschland zurückgehen würden. Ihr Herz schmerzte, denn sie wusste nicht, wie ernst es Elyas mit ihr meinte und ob sie überhaupt eine echte Chance bei ihm hatte. Sie sah sich als eine ganz einfache und normale Frau, die auf lange Zeit bei Elyas vielleicht gar keinen Eindruck machte.
Später am Abend kam Elyas auf Zehenspitzen aus Leonies Kinderzimmer und setzte sich zu Ava aufs Sofa und sagte: „Die Kleine schläft tief und fest und jetzt habe ich Zeit für dich." Er hatte super Laune, zog Ava nah zu sich ran und küsste sie heiss und innig. Schnell wanderten seine Hände unter ihr Shirt und zogen es nach oben. Er drückte sie vorsichtig nach unten und seine Zunge glitt entlang ihres Bauches. Sie atmete schnell und ihr Herz raste vor Aufregung. Er öffnet ihren BH und liebkoste ihre Brüste während sie über seinen Nacken strich. Sie zog sein T-Shirt nach vorne und dann küsste sie gierig seinen muskulösen Oberkörper. Elyas war ausser Kontrolle; er wollte sie, hier und jetzt. Wieder drückte er sie auf das Sofa und öffnete mit flinken Fingern ihre Hose. Aber plötzlich griff Ava in Panik nach seinen Händen und schrie: „Nein! Warte! Nicht, bitte!" Sofort stoppte Elyas und guckte sie irritiert und erschrocken an. Ihm wurde klar, dass etwas nicht stimmte und er sah Angst in ihren Augen. Er fragte vorsichtig: „Was ist los? Hey, du kennst mich doch und wir haben Gefühle füreinander." Ava atmete schnell, ihr Herz wollte vor Angst explodieren und stotterte dann: „Ähm, ich... nichts.. es ist.. ich habe meine Tage." Er glaubte ihr kein Wort und zog die Augenbrauen hoch. Hektisch löste sie sich auf seinen Griff und zog sich hastig das Shirt über, griff nach ihrem BH und lief in Richtung der Tür. Schnell sprang Elyas vom Sofa und rannte hinterher um sie am Arm zu greifen und aufzuhalten. „Lass mich los, Elyas, bitte!" schrie sie plötzlich. Sofort löste er seinen Griff und sie rannte zu ihrer Wohnung. Er stand mit offenem Mund vor der geöffneten Tür und verstand gar nichts mehr. Er wollte ihr nachgehen, aber überzeugte sich dann doch, dass es besser wäre, sie alleine zu lassen. Aber er griff nach seinem Handy und schrieb: „Ava, ich habe keine Ahnung, was gerade passiert ist. Aber es tut mir Leid. Ich wollte dir nie Angst machen. Was ist los? Können wir reden, bittte?" Allerdings wartete er vergebens auf eine Antwort und nach einem Glas Whiskey und einer Zigarette legt er sich ins Bett.
Es war kurz nach Mitternacht, als Elyas aufwachte, weil jemand vorsichtig an seine Schulter fasste. Er drehte sich erschrocken rum und sah Ava im Mondlicht stehen. „Kann ich hier schlafen?" fragte sie ganz leise und mit weinerlicher Stimme. Sofort hob er seine Decke ohne weitere Fragen zu stellen und sie kletterte ins Bett um sich eng an ihn zu kuscheln. Er legte seine Arme liebevoll um sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
