Ich weiß, dass ich dich eigentlich nicht verdient habe

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Es war 8 Uhr morgens am nächsten Tag als Elyas totmüde die Tür zu seinem Haus öffnete. Wieder einmal sass Lena mit Leonie im Wohnzimmer, aber dieses mal stillte sie. Schnell guckte sie ihn an und sprach sofort: „Warte! Sag nichts! Ich habe alles gesehen; es ist ja auf allen Sendern. Ich weiss, dass du nicht der Vater bist und ich weiss jetzt auch, dass du mich nie betrogen oder belogen hast. Und ich bin mir auch im Klaren, dass ich hier den grossen Fehler gemacht habe und ich dir hätte glauben sollen." Sie stockte und Tränen stiegen in ihre Augen. Und mit beschlagener Stimme sprach sie weiter: „Ich weiss auch, dass du wirklich sauer auf mich sein müsstest, weil ich dir nie genug vertraue und ich will dir sagen, dass es mir wirklich leid tut! Du bist so ein toller Vater und ein fantastischer Verlobter, der alles für uns beide tun würde. Vielleicht ist es gerade das: Vielleicht bist du einfach zu gut und ich kann nicht glauben, dass es alles echt ist! Obwohl es genau das ist, was sich jede Frau wünschen würde. Ich hoffe einfach, dass du mir noch einmal vergibst und dass wir wieder zusammen sein können und dass wir immernoch heiraten werden und dass du für immer mit mir leben willst, auch wenn ich so furchtbar kompliziert bin, denn Leonie, Anika und ich vermissen und brauchen dich!" Elyas lehnte an der Wand und lächelte sie an: „Wow, ich hätte gar nicht mit so einer langen Rede und Entschuldigung gerechnet. Ich habe dir sogar das Dokument über den Vaterschaftstests mitgebracht, wo draufsteht, dass ich zu 99,9% nicht der Vater bin. Ich konnte leider nicht eher kommen, weil ich die ganze Nacht auf dem Polizeirevier festhing, aber am Ende haben die mich doch gehen lassen, da Alicia wirklich ohne Grund vors Auto gelaufen ist. Und naja, ich habe einfach nur gehofft, dass du mich vielleicht doch noch willst, denn ich kann ohne dich und die Kleine nicht leben. Ich kann's einfach nicht; es ist unmöglich!" Inzwischen liefen auch ihm Tränen über die Wangen und er ging langsam auf Lena zu.

Elyas nahm Lena in den Arm, während Leonie noch immer gierig trank und Tränen von beiden tropften auf ihren Strampler. Er küsste Lena auf die Schläfe und flüsterte in ihr Ohr: „Ich liebe dich so sehr! Es gibt einfach keine Worte, die beschreiben könnten, wie sehr ich dich liebe, obwohl du manchmal echt anstrengend bist!" Ein kleines Grinsen erschien in seinem Gesicht. Sie guckte ihn mit einen tränenüberströmten Gesicht an und erwiderte: „Ich liebe dich auch, Elyas, wirklich, ich liebe dich! Und ich weiss, dass ich dich eigentlich nicht verdient habe!" Er schüttelte leicht mit dem Kopf: „Doch, hast du! Niemand hat mir geglaubt, meine Brüder nicht, meine Freunde nicht und noch nicht mal meine Mama. Alle waren sich sicher, dass ich diesen Fehler wirklich begangen habe. Scheinbar ist es wirklich schwer, mir zu vertrauen und auch dann, oder vorallem dann, wenn man mich gut kennt und das habe ich mir selbst zu verschulden. Aber ich schwöre dir, dass ich mich geändert habe! " Lena nickte mit ihrem Kopf und sagte: „Ich weiss! Ich weiss das jetzt, Elyas!" Inzwischen war Leonie eingeschlafen und Lena hob sie nach oben auf ihre Schulter. Elyas gab ihr einen Kuss und nahm sie auf seinen Arm um zu der Wiege zu gehen und sie dortrein zu legen. Er setzte sich wieder zu Lena und küsste liebevoll ihren Hals und seine Hände wanderten runter zu ihrer Hose und schob den Bund tief nach unten. „Hey, was machst du? Ich bin doch noch total fett!" sagte Lena und schob seine Hand weg. Elyas setzte sich so, dass sie sich in die Augen gucken konnten und er sprach: „Du hast 'ne Macke, du bist wunderhübsch!" Währenddesssen zog er ihr T-Shirt aus und seine Zunge wanderte nach unten und kreiste um ihren Bauchnabel. Vorsichtig zog er ihre Hose und Slip runter und liebkoste die Innenseite ihrer Oberschenkel. Ein warmes Gefühl durchflutete Lena und ihr Atem verschnellerte sich. Elyas entkleidete sich und stützte sich über Lena und küsste sie leidenschaftlich. Ganz vorsichtig drang er in sie ein und bewegte sich in einem langsamen, aber erregenden Rhytmus, der beide zum Stöhnen brachte. Nach wenigen Minuten kamen sie zusammen zum Höhepunkt und Elyas liess sich ausser Atem, vorallem durch die schlaflose Nacht, neben sie fallen und sagte: „Bitte versprech mir eins: Verlass mich nie wieder! Ich schaffe das einfach nicht ohne dich!" Lena küsste ihn und sprach: „Versprochen! Ich bleibe bei dir, für immer!" Die ganze Last der letzten Tage fiel von Elyas und er fühlte sich frei und glücklich und schlief wenige Sekunden mit einem Lächeln im Gesicht und mit Lena im Arm auf dem Sofa ein.

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