„D/N! D/N! Verdammt nochmal, wach auf!" Eine kalte Hand strich zaghaft über meine Wange.
Träumte ich?
Träumte ich etwa von Draco Malfoy?
Bei Merlins Bart.
War es schon so weit gekommen?
Langsam schlug ich meine Augen auf, musste jedoch ein paar mal blinzeln, bevor ich klar sehen konnte. Grummelnd drehte ich mich um, auf die andere Seite meines Bettes und sah jemanden neben mir sitzen. Eine schwarze Hose, eine weißes Hemd- Oh. Schlagartig fuhr ich hoch, in eine sitzende Position und sah direkt in seine Augen. Malfoy saß neben mir und grinste.
„Draco. Was- Was machst du hier?" Verschlafen rieb ich mir meine Augen.
Für einen Traum war es ein wenig zu real.
Noch immer grinste er, dann zog er mich in seinen Arm; „Das hier ist real." Liebevoll strich er durch meine Haare „Weißt du eigentlich, wie wunderschön du aussiehst, selbst wenn du gerade erst wach geworden bist?"
„Wieviel Uhr ist es?" Nuschelte ich lächelnd und ließ seine Bemerkung im Raum stehen.
„Du hast noch etwa 20 Minuten, dann fängt die erste Aufgabe des trimagischen Turnieres an."
Zwanzig Minuten?
Hatte ich so lange geschlafen gehabt?
„Verdammt!" Rief ich, befreite mich, schweren Herzens aus seinen Armen und sprang eilig aus dem Bett, um ins Bad zu flitzen.
Zwanzig Minuten- Das war viel zu wenig Zeit.
Eilig wusch ich mein Gesicht mit kaltem Wasser ab, putzte meine Zähne, bürstete meine Haare durch und zog meine Slytheringaderobe an. Zu guter letzt trug ich einige Spritzer meines Lieblingsparfums auf. Das Duschen musste, wohl oder übel, bis nach dem Turnier warten, denn dafür blieb mir keine Zeit.
„Wir können los." Rief ich, als ich wieder im Zimmer stand, motiviert wie niemals zuvor.
„Das ging schnell." Draco stand auf und griff nach meiner Hand „Brauchen Mädchen nicht normalerweise immer so lange?"
„Das ist ein Gerücht." Lächelte ich.
Und so liefen wir los, zum Ort an dem die allererste Aufgabe des Turnieres stattfinden sollte. Kurz bevor wir ankamen blieb Malfoy plötzlich stehen. Nachdenklich sah er mich an;
„Möchtest du dich zu mir setzen? Es wird zwar niemanden sonderlich auffallen, da wir im gleichen Haus sind, aber ich möchte dich in meiner Nähe wissen. Natürlich nur, wenn du das auch möchtest."
Damit hatte ich nicht gerechnet gehabt.
Vorsichtig nickte ich; „Klar." Stammelte ich irritiert „Bloß sollte ich Hermine bescheid geben, damit sie mich nicht überall sucht. So, wie ich sie kenne, würde sie das definitiv tun."
„Ich denke, das brauchst du nicht."
Er deutete mit seinem Kopf in Richtung der Zuschauerplätze, wo ich Hermine ausmachen konnte; Sie saß neben Ron und hielt unauffällig seine Hand. Die Nervosität stand ihr ins Gesicht geschrieben, was kein Wunder gewesen war. Unser bester Freund trat das wohl gefährlichste Turnier unserer Welt an- Ein Turnier welches Opfer forderte. Als ihr Blick den meinen traf ließ sie Ron sofort los. Mit einer Bewegung signalisierte ich ihr, dass ich bei Malfoy bleiben würde und sie nickte bloß. So begaben wir uns auf unsere Plätze. Er gab Crabbe und Goyle bescheid, dass sie wohl auf ihn verzichten müssten und die beiden lachten nur; als würden sie wissen, was Phase gewesen war. Erst als ich Platz nahm wurde mir bewusst, was in jenem Moment tatsächlich geschah: Ich saß neben Draco Malfoy und es schien ihn nicht ansatzweise zu interessieren, wieviele Leute uns deshalb ihre Aufmerksamkeit schenkten. Unter anderem auch Professor Snape, der uns nicht aus den Augen ließ. Es wurde getuschelt, auf uns gezeigt und gekichert. Als wäre das nicht bereits schlimm genug gewesen, würde mein bester Freund gegen einen Drachen kämpfen und niemand wusste, was das für ein Ende nahm.
„Ich gebe Potter 10 Minuten." Spottete Draco, doch sein Grinsen erlosch sofort wieder, als er mir in die Augen sah.
Leicht genervt schüttelte ich den Kopf. So sah es vorerst danach aus, als würde Malfoy endlich seine Arroganz hinter sich gelassen haben, so merkte ich, wie sie doch noch immer da gewesen war- In kleinen Bruchteilen.
„Verzeih mir." Er nahm meine Hand „Also. Was war das Gestern mit Snape?" Wechselte er schließlich das Thema.
Offensichtlich schien ihn das Ganze nicht in Ruhe zu lassen, nachdem ich am vorherigen Abend nicht weiter auf seine Frage eingegangen war, da ich selbst keine Antwort gehabt hatte.
„Wie kommst du jetzt darauf?"
„Er schaut uns gerade an." Beantwortete er mir meine Frage. Seine Stimme klang dabei genervt mit einem kleinen Hauch von - Eifersucht?
„Da war nichts. Er ist mein Professor. Unser Professor. Vermutlich hat er sich einfach nur Gedanken gemacht und-"
„Nach nichts sah das nicht aus, so nah wie er dir war." Fiel Draco mir ins Wort.
Tief im Inneren wusste ich, dass er Recht gehabt hatte. Doch wollte ich mir über so etwas keine Gedanken machen. Es wäre zu komisch gewesen.
„Wie eben schon gesagt; Er ist unser Professor."
„Für manche ist das kein Hindernis."
„Was soll das denn heißen?" Ich warf ihm einen leicht angeekelten Blick zu.
„Vergiss es einfach." Er schüttelte den Kopf.
Aber Nein- So kam er mir nicht davon.
„Rede mit mir, Draco."
„Lass uns über etwas anderes reden. Was denkst du, wer wird die Aufgabe am besten meistern?"
Vergeblich. Ich starrte ihn an mit einem warnenden Blick der ihm verdeutlichte, besser mit mir zu reden. Malfoy hatte meine Neugierde geweckt gehabt und etwas in meinem Inneren sagte mir, dass da etwas war.
Er atmete hörbar auf; „Du bist so- widerspenstig. Also gut. Es ist so. Ich könnte durchdrehen bei dem Gedanken, wieviele Jungs dir nahe kommen wollen. Und jetzt sogar ein Professor, der meiner Familie ziemlich nahe steht. Kein Junge, kein Mann, niemand soll meine Kleine anfassen. Ich kann und werde dich niemals teilen oder gehen lassen."
Auch damit hatte ich nicht gerechnet gehabt. Mein Atem blieb erneut stehen und ein Kribbeln zog durch meinen Bauch.
Was war los mit ihm?
Er verhielt sich so- anders.
Als säße ein anderer Draco Malfoy vor mir- Weniger arrogant und egoistisch.
„Kitschig- Ich weiß."
„Nein-" lächelte ich „Ziemlich süß. Aber lass mich eines klarstellen; Das wird niemals passieren."
„Versprochen?" Er drückte meine Hand ein wenig.
„Versprochen. Und jetzt lass uns auf das Turnier konzentrieren."
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomantikWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
