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„Professorin Mcgonagall?" Eilig klopfte ich an die hölzerne Tür zu ihrem Büro, während ich mich fragte was sie von mir wollte. Die Tür öffnete sich quietschend und knarrend. Offensichtlich hatte sie schon vorher einen Spalt weit offen gestanden.
„Ah! Mrs D/N/N! Treten sie ein!" Begrüßte sie mich einige Sekunden später und sah zu mir herüber.
So tat ich, was sie verlangt hatte und schloss anschließend die Tür hinter mir. Die Professorin saß auf einem Stuhl an ihrem Tisch. Gegenüber von ihr erkannte ich Aberforth Dumbledore, der ein paar Zettel unterschrieb und sie wieder beiseite schob.
„Sie wollten mich sprechen, Madame?"
„Nehmen Sie doch bitte Platz."
Langsam trat ich auf die beiden zu und ließ mich neben Professor Dumbledore nieder.
„Mrs D/N/N."
„Ist etwas mit den anderen geschehen?" Schoss es aus mir heraus, denn dies war meine schlimmste Befürchtung gewesen „Sie sehen so..- Ernst aus."
„Nein, keine Sorge" sie schüttelte den Kopf „Es geht um etwas ganz anderes. Denn wir brauchen dringend ihren Rat. Oder eine ihrer genialen Ideen." Es war, als würde ein riesiger Stein von meinem Herzen fallen und so ließ ich mich ein wenig in dem Stuhl zurückfallen „Natürlich! Es wäre mir eine große Ehre! Worum geht es denn?"
„Es ist eine Sache von großer Bedeutung. Etwas spezielles und zugleich sehr kompliziertes. Es geht um eine Prophezeiung, Rund um das Schicksal von Hogwarts" erklärte Dumbledore mir die Situation und sah nun von seinen Zetteln auf „Sie soll hier bei uns in der Schule sein. Glauben Sie mir wenn ich ihnen sage, dass wir schon so ziemlich jede Ecke durchforstet haben, die es gibt. Doch wir haben leider keinerlei Ideen mehr. Ebenfalls wissen wir nicht, wie diese Prophezeiung überhaupt aussieht oder in was sie sich verbergen könnte."
„Wie kommen Sie denn überhaupt darauf, dass es eine gibt?" Fragte ich vorsichtig nach. Das Ganze erschien mir ziemlich seltsam, vor allem wenn sie nicht einmal wussten wie sie aussah oder in was sie verpackt gewesen war.
Mcgonagall räusperte sich und ergriff dann das Wort; „Wissen Sie. Es ist so. Die Todesser wissen von ihr." Was hatte sie da gerade gesagt?
Ungläubig sah ich zwischen den beiden Professoren hin und her und schluckte schwer„Die Todesser. Die Todesser? Das könnte das Ende bedeuten.." Ein ungutes Gefühl überkam mich, doch ich blendete es aus und fuhr fort „Entschuldigen Sie, dass ich so direkt frage, aber wieso sind sie sich in dieser Sache ebenfalls so sicher?"
Dumbledore und Mcgonagall warfen sich einen bedeutsamen Blick zu. Dann nickte Aberforth schließlich.
„Wir haben einen Doppelagenten der auf der anderen Seite ermittelt. So wie Severus Snape es eins tat" erklärte sie mir weiter.
„Einen Doppelagenten? Und wer bitteschön sollte das sein?"
„Meine Wenigkeit." Stellte Dumbeldore fest und sah mich an- Das ist war schlechter Scherz.
„Ich zweifele keines Wegs an ihren Fähigkeiten, Professor. Aber ist das nicht ein wenig zu riskant Zum ersten, da sie eines der Teile mit sich herumtragen welches von großer Bedeutung ist. Zum zweiten, da Albus Dumbledore niemals auf der bösen Seite gewesen wäre, nicht einmal in den schlechtesten Tagen seines Daseins. Wie sollten die Todesser Ihnen unter diesen Umständen trauen?"
„Das, Mrs D/N/N, ist genau der Punkt. Mein Bruder wäre niemals auf ihrer Seite gewesen. Wieso sollte ich in dieser Hinsicht genau wie er sein?"
„Professor Dumbledore hat recht! Vertrauen Sie ihm, so wie ich es tue. Aber lassen Sie uns nicht vom Thema abweichen. Die Prophezeiung soll eine Art Vermächtnis an Mr Potter sein, von einem bedeutsamen Professor, der durch Sie von uns gegangen ist."
„Professor Moody.." stammelte ich. Er kam mir direkt in den Sinn. Es war die einzige Möglichkeit gewesen. Die einzige logische Erklärung. Er stand Harry sehr nahe und hatte sein Leben für ihn gegeben, mehr oder weniger.
„Wie bitte?"
„Professor Moody! Er hätte sein Leben für Harry geopfert- Oder besser gesagt, er hat es für ihn geopfert. Verstehen Sie denn nicht?"
„Sie meinen, es könnte ein Vermächtnis von Moody an Potter gewesen sein?" Fragte Mcgonagall und sah mich dabei ratlos an.
„Da bin ich mir mehr als nur sicher! Eine Prophezeiung ist doch meistens in der Art einer Kugel verpackt..- Eine Art Kugel, die einen die Vision sehen lässt. Was wäre wenn.."
Professor Dumbledore unterbrach mich; „Was wäre wenn die Prophezeiung das Auge ist, welches in seiner Brille war und eines seiner bedeutsamsten Stücke gewesen war. Sie sind ein Genie!"
„Nur stellt sich ein Problem da. Wo sind die Sachen von Professor Moody?" Hakte ich nach, denn ich wusste dass keiner von meinen Freunden dies wusste. Niemand hatte jemals eine Ahnung darüber gehabt, was mit seinen Sachen geschehen war.
„In einem geheimen Ort, hier in Hogwarts. So hatte er es sich gewünscht gehabt und so haben wir für sie gesorgt. Ich werde diese umgehend besorgen. Sollten sie Mr Potter nachher antreffen, schicken sie ihn augenblicklich zu mir." Stumm nickte ich. „Sie waren uns eine riesige Hilfe, Mrs D/N/N. Sie dürfen nun gehen" sie deutete mit ihrem Kopf zur Tür.
„In Ordnung" ich stand auf und verließ den Raum.
Doch anstatt zur Bibliothek oder zurück zu Tammas zu laufen lief ich sofort zum Quidditchfeld um Draco alles zu erzählen, damit er bescheid wusste. Er musste bescheid wissen. Wir waren ein Team gewesen. Wir würden es immer sein. Jede Kleinigkeit war von großer Bedeutung gewesen.

„Eine Prophezeiung? In Moodys Auge?" Malfoy sah irritiert an, nachdem er sich neben mich auf die Tribüne gesetzt hatte.
Untermischt zuckte ich mit den Schultern; „Scheint so. Oder hast du eine andere Idee, was damit gemeint sein könnte?"
Er schüttelte den Kopf; „Nein, nicht wirklich. Zu Mal das Ganze Sinn machen würde. Potter stand dem Professor ziemlich nahe."
„Draco! Kommst du endlich? Flirten kannst du auch später!" Rief Blaise vom Feld aus.
„Kannst du nicht einen Augenblick warten!" Rief mein Freund genervt zurück und sah wieder zu mir.
„Geh ruhig. Ich sollte sowieso langsam zurück zur Schule- Hermine und die anderen suchen. Die Drei sollten langsam von ihrem ungewollten Ausflug wiedergekommen sein."
„Mach das, Prinzessin. Wir sehen uns später." Er gab mir einen Kuss und schwang sich dann wieder auf deinen Besen. In seiner Uniform sah er unglaublich gut aus- Die hellblonden Haare durch den Wind zerzaust. Seine Schultern und Oberarme wirkten breit in dem Trikot- Ich grinste, sah ihm noch einige Minuten zu und machte mich dann, schweren Herzens, wieder auf den Weg zurück.

„D/N! Da bist du ja!" Hermine fiel mir wenige Minuten später um meinen Hals, als hätte sie mich Tage- oder besser gesagt Wochenlang nicht gesehen.
„Verdammt Hermine, was ist passiert?" Fragte ich sie entsetzt nachdem ich festgestellt hatte, dass kleine, blutige Kratzer ihr blasses Gesicht zierten. Sie sah ziemlich durcheinander aus..

Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt